Cowboys und Rodeozirkus

Es wird vermutet, dass der Begriff „Cowboy“ aus dem Spanischen hergeleitet wurde. „Vaquero“ ist der spanische Name eines Viehhirten, der seine Arbeit vom Pferdesattel aus erledigt. Abgeleitet von Vaquero wird vaca, was Kuh, also Cow bedeutet. Angliziert wurde aus Vaquero = buckaroo.

Photo Quelle: wikicommons, by Pschemp

Heute noch wird der Name buckaroo im Great Basin und in Kalifornien verwendet. Im Bereich der Great Plains und der Rocky Mountains ist es der Cowboy und in Texas der cowpuncher.

Der Cowboy, also „der Junge der die Kühe hütet“, fing früher im Alter von 12 Jahren mit der Arbeit an und blieb sein ganzes Arbeitsleben bei diesem Job, wenn er nicht vorher verletzt, verkrüppelt oder getötet wurde. Cowboy gehörten der unteren Gesellschaftschicht an und erhielten für ihre schwere körperliche Arbeit einen geringen Lohn, Unterkunft und Verpflegung inklusive.

Bis heute sehen die Verdienstmöglichkeiten für einen Cowboy eher gering aus und die wenigen Bewerber in diesem Job decken kaum den Bedarf der Ranch-Betriebe an jungen Mitarbeitern.

Zwar gibt es keine Statistiken für den Beruf „Cowboy“ wohl aber eine Erhebung von 2003 aus dem Bereich „Hilfstätigkeiten bei der Tiererzeugung“ in der gerade mal 9,730 Arbeitnehmer erfasst sind. Davon sind 3,290 Arbeitnehmer im Bereich der Unterhaltung (Rodeo, Zirkus, Theater, Film) anzusiedeln. Als durchschnittliche Einkünfte wurden $19,340 /pro Jahr angeben. Das sind nach heutigen Eurokursen knapp 1100 Euro im Monat.

Bis heute haben sich die Aufgaben eines Cowboys nicht großartig verändert, nach wie vor ist das Zusammentreiben des Viehs und das Branding erhalten; die Methoden und die Möglichkeiten dagegen schon. Laptop, Handy und das „japanese quarter-horse“, ein Quad, Marke Suzuki, haben längst Einlass in die Welt der Ranches gefunden.

Früher graste das Vieh ohne Zäune "open range". Mit dem Homestead Act von 1862 kam immer mehr Siedler in den Westen und bauten Farmen und Ranches auf. Dieser stetige Zuwachs an Mensch und Tier führte zum Teil zu heftigen Auseinandersetzungen um Weideland, Wasser und Vieh.

Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Viehtrieb (cattle drive) nach Nordosten Hochkonjunktur. Dabei gingen 2.000 bis 3.000 Tiere auf einen Trail. Wenn man bedenkt, dass eine Kuh in Texas zwischen 3-4 Doller kostete, der Viehtrieb pro Monat etwa mit 75 Cent pro Tier angerechnet werden konnte und die Schlachthöfe im Norden 40 Dollar für ein Tier zahlten – kann man sich leicht ausrechnen, dass es ein lukratives Geschäft war.

Die Einführung neuer Eisenbahnstrecken setzte dem cattle drive ein Ende. Schon in den ersten Jahren erreichten bis zu 35.000 Rinder mit Leichtigkeit die Schlachthöfe im Norden. Die Preise für Rindfleisch verfielen und die harten Winter 1886-1887 in denen Tausende von Tieren starben, brachten viele Rancher um ihr Hab und Gut und trieben sie in den Bankrott.

Mit der Erfindung des Stacheldrahtzaunes 1874 kam das Ende der „open range“. Die Rancher umzäunten ihr Land, oder das von dem sie behaupteten es sei ihres, und konnten nur sehr viel kontrollierter über ihr Vieh wachen. Allerdings brachten damit neue Probleme um Wasserstellen los, die nun nicht mehr allen Ranchern zur Verfügung standen.

Heute gibt es Ranchbetriebe in fast allen Größen und Formen. Der Begriff Ranch wird in der Regel für Betriebe mit Viehhaltung (livestock) genutzt, wobei der Tierbestand nicht immer Rinder oder Schafe, sondern auch Elche oder Emus sein können. Zum Teil in privater Hand, gibt es aber auch Betriebe, die unter der Kontrolle des „Federal Bureau of Land Management“ liegen. Sie müssen moderne Viehbetriebe sein, um überleben zu können und werden längst nicht mehr mit dem Pferd betrieben und kontrolliert, sondern per Satellit überwacht, Rinder mit dem Helikopter eingefangen und in Internetdatenbanken registriert.

Allein auf den „Dude“ Ranches, jener populären Ferienbetrieben, finden sich ausschließlich lebendige Vierbeiner als Cowboy-Untersatz. Bereits um das Jahr 1893 erkannte man den Reiz und einen möglichen finanziellen Erfolg von Ferien auf der Ranch. 1926 gründete man die „Dude Ranchers Association“ die diese stetig aufsteigende Industrie unterstützt und fördert.

Traditionelle Aufgaben von Cowboys werden heute nur noch in Rodeos bei Wettkämpfen ausgetragen, die sich in den USA nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen.

Aber auch das soll den Cowboys weggenommen werden, wenn es nach dem Willen von Tierschutzorganisationen und Anti-Rodeo Bewegungen ginge, die immer mehr und härter Kritik an diesen Veranstaltungen üben.

Disziplinen wie „Bare Back Riding“ (der Cowboy muss sich 8 Sekunden lang auf einem bockenden Pferd halten, kein Sattel, aber ein Halteriemen / Kritikpunkt der Tierschützer: Der„ Flankengurt“), „Saddle Bronc Riding“ (ähnliche Variante, aber mit Westernsattel und Haltestrick am Halfter des Pferdes / Kritikpunkt der Tierschützer: Der„ Flankengurt“), „Bullriding“ ( Bullenreiten, Halteriemen in Form eines Seils um die Brust des Tieres / Kritikpunkt der Tierschützer: Der„ Flankengurt“) sind Hauptbestandteil eines Rodeos.

Photo Quelle: wikicommons, "Bull riding" by Cszmurlo

Aber auch „Wild Horse Race“ ( 3 Cowboys haben 90 Sek. um ein „Wild“pferd zu „satteln“, also Gurt anschnallen und draufsetzen), „Break Away Roping“ (ein berittener Cowboy fängt ein Kalb mit einem Lasso), „Steer-Wrestling“ (Ringen mit dem Stier) oder die Variante für ein Team „Team-Roping“, „Tripping“ (Zufall bringen von Tieren), „Wild Cow Milking“ (Melken), „Mutton Bustin“ (Schafreiten) und das Ferkelfangen für Kinder sind zu sehen.

Weiter Darbietungen sind beim Westernreiten z. B. das „Barrel Race“ (Tonnenrennen), „Pole Bending“(Slalomreiten) und „Cutting“ (Absondern von Rindern aus einer Herde).

Wie Ihr persönlich zu diesem Thema steht bleibt Euch letztendlich selbst überlassen. Für uns Liebesromanleser steht das eh nicht zur Debatte, weil …. und da sind sie wieder die schlagenden Argumente die für alle Liebesromanleser: ;-)

1. Für uns gibt sie noch - die Cowboy-Romantik.

2. Liebesroman-Cowboy-Helden sind ultracoole Typen, die es selbstverständlich zu Geld gebracht und deswegen ausreichend Zeit haben mit der Heldin durch die, natürlich, unberührte Natur zu reiten.

3. In Rancher-, Cowboy- und Rodeo-Liebesromanen werden keine lebendigen Tiere verletzt oder wie Tierschützer anklagen, gequält.

Wir haben uns eine Reihe an Cowboy, Rodeo und Rancher Liebesromane vorgenommen, sie gelesen und rezensiert, vielleicht können wir mit dem ein oder anderen Lesetipp auch Eure Neugier wecken.

Quellennachweis

(Dieser Text wurde von AS zusammengestellt)

Information Quellen:
Wikipedia.de
Focus.de
Tagesschau.de
www.prorodeo.com

Bilder Quellen:
wikicommons / Some rights reserved / GNU-Lizenz für freie Dokumentation , wenn nicht anders gekennzeichnet.

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