Vita G.A. Aiken

G. A. Aiken lebt an der Westküste der USA und verbringt die meiste Zeit mit Schreiben und dem Versuch, ihren Hund daran zu hindern, sich von der Leine loszureißen. In den letzten Jahren hat sie mit ihrem Vollzeitjob als Leiterin einer Verlagsmarketingabteilung regelrecht jongliert, um in jeder Mittagspause, spät nachts und am Wochenende ihre Bücher zu verfassen.

(Quelle: Piper)

Frage und Antwort

(Interview: AS)

Was lieben Sie besonders an sich?

Meine Begabung aus meinen Fehlern zu lernen und die Tatsache, dass ich meine eigene Wikinger-Kampfaxt und ein Schwert besitze.


Was hat in Ihnen den Wunsch geweckt, Geschichten zu erzählen und aufzuschreiben?

Scheidung. Meine Scheidung im Jahr 2002 war der Zünder der mich endlich hinsetzen und mein Manuskript beenden ließ. Davor hatte ich eine Menge halbfertige Geschichten, die nie weiter als bis in mein Notebook gekommen sind. Was beweist, dass auch gute Dinge aus Schlechten entstehen können.


Haben Sie einen strengen Arbeitszeitplan beim Schreiben?

Nein, weil es für mich sehr schwierig ist mich für längere Zeit irgendwo niederzulassen. Stattdessen, ich schreibe jeden Tag, spielt es für mich keine Rolle wann und wo, solange ich sicher gehe, dass ich schreibe.


Es heißt, dass es nicht leicht ist Menschen zum Lachen zu bringen. Ist es für Sie harte Arbeit humorige Bücher zu schreiben oder geht sie Ihnen locker von der Hand?


Ich bin mit Humor um mich herum aufgewachsen. Meine Eltern und meine älteren Brüder haben immer Komödien oder Stand-Up Comedys im Fernsehen gesehen. Und sie waren sehr gut darin unangebrachte Witze auf Beerdigungen oder in Krankenzimmern zu bringen.
So ist das Schreiben von komischen Szenen nicht zwangsläufig schwierig, aber es ist wichtig sicher zu gehen, dass der Humor zum Charakter passt.
In Dragon Touch (What A Dragon Should Know), das im August 2011 in Deutschland erscheint, ist die Heldin Dagmar sehr vernünftig, geradeheraus und gelassen. Das forderte mich heraus, einen Humor für sie zu finden, ohne ihren Charakter zu verändern. Das war es, woran ich hart arbeiten musste.


Nebenbei gefragt, was bringt Sie zum Lachen?

Einfach alles. Gut oder schlecht, ich finde überall etwas zum Lachen. Es ist wichtig für mich und ich liebe es zu lachen.


Was ist das Schönste am Schreiben? Was das Schlimmste?

Der beste Teil am Schreiben ist wenn ich die Geschichte verfeinere und einfach nur meinen Spaß damit habe. Das Schlimmste ist den ersten Entwurf zu schreiben. Ich verabscheue es erste Entwürfe zu schreiben. Es ist praktisch körperlich schmerzvoll für mich, vor allem wenn die Geschichte nicht so fließt wie sie soll.


Nicht alle Leser sind begeistert über Pseudonyme, die manchmal einfach nur verwirrend sind. Weshalb haben Sie sich für ein Pseudonym entschieden?

Das war eine Entscheidung des Verlages um die Unterschiede zwischen meinen Fantasy Drachen und zeitgenössischen Gestaltwandlern deutlicher zu machen. Ich habe kein Problem damit, und mache den Unterschied auch auf meinen Homepages klar.


Sie schreiben Liebesromane. Warum habe Sie sich für diese Genre entschieden und was mögen Sie am meisten am Schreiben von paranormalen Liebesromanen?

Als ich zwölf oder so war, las ich Nancy Drew Bücher (Anmerkung: Nancy Drew ist die jugendliche Amateurdetektivin die unter dem Pseudonym Carolyn Keene von verschiedenen Autoren geschrieben wurde.)
Dann bekam ich das Secondhandbuch Wie Staub im Wind (Ashes in the Wind, Kathleen E. Woodiwiss) für ein paar Cent. Und seitdem habe ich Liebesromane geliebt. Aber ich mag auch Horror, Fantasy und Mysteries.
Paranormale Liebesromane erlauben es mir, all meine Lieblingsvorlieben zu vereinen.


Was denken Sie ist so faszinierend an Gestaltwandlern im Allgemeinen, und Drachen im Besonderen?

Ich persönlich finde, dass Tiere sehr viel nobler sind, als die meisten menschlichen Wesen. Und einen menschlichen Mann mit der Stärke, Ehre, Treue und den Zähnen eines Wolfs, Löwen oder afrikanischem Wildhund macht mir einfach mehr Spaß, als mit einem gewöhnlichen Alltagsmenschen umzugehen. Drachen liebe ich, weil sie Drachen sind. Sie können Feuer speien, fliegen, ganze Dörfer zerstören und sie leben in richtig coolen Höhlen. Was kann also nicht faszinierend an Drachen sein? Da gibt es nichts. Sie sind perfekt!


Die Drachen ihrer "Dragon Kin"-Serie lieben ihre Familie gleichermaßen, wie sie von ihnen genervt sind. Ich bin mit Geschwistern aufgewachsen und kann das gut verstehen. Sind Sie ebenfalls in einer großen Familie ausgewachsen und konnten daher ihre Ideen für die Romane beziehen?

Eigentlich nein. Ich komme aus einer kleinen Familie. Aber ich wollte immer eine große Familie und ich war auch schon immer von der Dynamik großer Familien fasziniert. Glücklicherweise kann ich das nun in meinen Büchern ausleben.


Ich liebe ihre Buchcharaktere. Was sind für Sie die wesentlichen Elemente für einen interessanten männlichen und weiblichen Charakter?

Um sie interessant zu machen, müssen sie real sein. Ich sage immer, dass ich “Perfektes” hasse. Nichts ist schlimmer als wenn perfekte Charaktere, die nie einen Fehler machen, immer das Richtige sagen und praktisch im Schein ihrer erstaunlichen Fähigkeiten glühen. Ich finde es langweilig und ich hasse “Langweilig”, so sehr wie ich “Perfektion” hasse.


In Deutschland sind bisher erst "Dragon Kiss" und "Dragon Dream" erschienen. Welche Abenteuer erwarten die deutschen Leser in den nächsten Teilen der Serie?

Ihr werdet eine Frau treffen, die stark genug ist um es mit Gwenvael den Schönen in Dragon Touch aufzunehmen. Und ihr werdet auch die Nordland Drachen kennenlernen, die mehr Licht als Feuer atmen.


Wenn sie eine ihrer Romanfiguren treffen könnten, wen würden Sie wählen?

Morfyd the White. Sie ist die Süßeste der Dragon Kin und würde sich bestimmt dafür entscheiden, dass ich sie nicht störe und mir meine Beine nicht ausreiße. Und durch sie, könnte ich dann eine sichere Einführung in den Rest der Familie genießen. Seht ihr? Das ist ein sicherer und kluger Plan.


Haben Sie einen Lieblings-Liebesroman? Ein Buch das Sie unheimlich gefesselt hat?

Wie Staub im Wind (Ashes in the Wind, Kathleen E. Woodiwiss) ist mein Lieblingsroman, weil er mein erster war. Ich liebe auch Rhyannon Byrd’s Waiting For It. Ich habe es vor Jahren gelesen, aber es ist immer noch eines meiner Lieblingsbücher und ich lese es immer wieder. Ich liebe den Helden, er ist sehr sexy.


Bitte vervollständigen Sie den Satz: “Ein Buch ohne “Happy End” ist .....”

.... kein Liebesroman, sondern “Literatur”, was zwar sehr viel erhabener ist, aber für mich auch sehr viel weniger zufriedenstellend.


Liebe G.A. Aiken vielen Dank für das Interview.

Question and Answer

What do you love most about yourself?

My ability to learn from my mistakes and the fact that I have my own Viking battle axe and sword.


What has inspired you to tell stories and write them down?

Divorce. My divorce back in 2002 was the catalyst to me finally sitting down and finishing a manuscript. Before that I had a lot of half-finished stories lying around that never want farther than my notebook. Which proves that good things can come from the very bad.


Do you have a strict writing schedule?

No, because it’s very hard for me to settle down for long periods of time. So instead, I write every day, but it doesn’t matter where or when I do it as long as I make sure that I write.


As they say: To make somebody laugh is none too easy. Is writing humorous books hard work for you or rather a easy-going job?

I grew up with humor around me. My parents and older brother were always watching comedy on TV or stand-up comics. And we were also very good at the inappropriate joke at a funeral or in a hospital room. So writing humor for me isn’t necessarily hard, but it’s important to make sure the humor fits for each individual character. In Dragon Touch, which will be out in August 2011, the heroine, Dagmar, is a very reasonable, straightforward, calm woman. For me the challenge was finding her humor without changing the voice of her character. That’s where the real work comes in for me.


By the way, what make you to laugh?

Almost everything. For good or bad, I manage to find humor everywhere. I love to laugh, so this is important to me.


What's the best part of writing? And what’s the worst?

The best part of writing is when I’m refining the story and just having fun with it. The worst part is writing Draft 1. I loathe writing the first draft. It’s almost physically painful for me, especially if the story isn’t flowing well.


Not all readers are happy about pseudonyms, sometimes they are simply confusing. Why did you decided to take a pseudonym?

That was a publisher decision to differentiate between my fantasy dragons and my contemporary shapeshifters. I didn’t have a problem with that decision, though, and I make it clear on my sites.


You are writing romances. Why do you chose the romance genre and what do you like most about writing paranormal romances?

When I was twelve years old or so, I read the Nancy Drew books. Then I picked up a used copy of Kathleen E. Woodiwiss’s Ashes in the Wind for a few cents. I’ve loved romance ever since. But I also love horror, fantasy, and mysteries. So paranormal romance allows me to combine all my favorite things.


What do you think, is so fascinating about shapshifters, in general, and dragons, in particular?

I personally find animals much more noble than most human beings. So to enhance a human male with the strength, honor, loyalty, and fangs of a wolf or lion or African Wild Dog is much more fun to me than dealing with an average, everyday human. And I adore dragons because they’re dragons! They breathe fire, can fly, can destroy whole villages, and live in really cool caves. What is there not to find fascinating about dragons? Nothing, that’s what. They’re perfect!


The Dragons of your "Dragon Kin"-series love their family equally they be stressed out by them. I am grown up with siblings, too, so I can understand. Are you also grown up in a big family to get therefor inspiration or ideas for your novels?

Actually, no. I’m from a small family. But I’ve always wanted a big family, and I’ve always been fascinated by the dynamics of large families. Luckily, I get to work that out in my books.


I love your strong fictional book characters. What you say are the essential elements of an interesting male and female character?

To make them interesting but keep them real. I’ve always said, “I hate perfect.” Nothing is worse than perfect characters who make no mistakes, always say the right thing, and practically glow with their amazing qualities. I find that boring, and I hate boring as much as I hate perfection.


In Germany until now only "Dragon Actually" and "About a Dragon" realeased. What adventures await the German readers in the next part of the series?

You’ll get to meet the woman strong enough to take on Gwenvael the Handsome in Dragon Touch out in August 2011. And you’ll also get to meet the Northland dragons who breathe lightning rather than fire.


If you could meet one of your novel characters who would you choose?

Morfyd the White. She’s the sweetest of the Dragon Kin and wouldn’t decide I’m annoying her and rip off my legs. And through her, I could have a safe introduction to the rest of the family. See? That’s safe and smart planning.


Do you have a favorite romance? A book you can never put down?

Ashes in the Wind is my favorite because it’s my first. I also love Rhyannon Byrd’s Waiting For It. I read it years ago, but it’s still one of my favorite and I re-read it often. I love the hero. He’s extremely sexy.


Please complete the sentence: "A book without a "Happy End" is ….."

…not a romance, it’s "literature", which is much more fancy, but to me a lot less satisfying.


Dear G.A. Aiken thank you very much for the interview.

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