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Tinas Bewertung

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Ich möchte gerne noch ein paar Figuren vorstellen, die eine entscheidende Rolle spielen:
Rosaleen und Arthur, Verwandte von Tamara, nehmen sie und ihre Mutter Jennifer auf. Rosaleen ist wie ein Kolibri, immer in Action und versucht alles an sich zu reißen, aber sie hat dafür auch ihre Gründe…
Schwester Ignatius ist eine Nonne, die in der Nähe des Kilsaney Schlosses lebt, sie kennt das ein oder andere Geheimnis. Schwester Ignatius lenkt Tamara auch ein wenig ab und erkennt, was in ihr steckt…
Weseley Gedad ist ein Freund, er ist für Tamara da und hilft ihr das Geheimnis zu lösen…

Wer hätte nicht gerne ein Tagebuch das einen verrät, was der nächste Tag bringen mag? Aber seien wir auch mal ehrlich, nach einiger Zeit macht das auch keinen Spaß mehr oder? Man verlässt sich nicht mehr auf sich selbst. Und das ist doch das Wichtigste, dass man auf sich selbst und seine Umwelt achtet - denn das verrät so einiges, auch im Umgang mit der Familie und ihren Geheimnissen. ;-)

Als ich das Buch im Handel entdeckt habe, war ich sofort Feuer und Flamme, aber schon nach den ersten Seiten war ich drauf und dran das Buch wieder abzubrechen.

Die ersten Seiten von "Ich schreib dir morgen wieder" waren einfach nur verwirrend, Tamara war einfach nur enervierend und verwöhnt und Rosaleen brachte mich in kürzester Zeit zur Weißglut mit ihrer aufdringlichen und besitzergreifenden Art.
Erst als ich besser hinter die Fassaden der Figuren schauen konnte, verstand ich ihre Beweggründe auch besser und das Buch wurde rasanter und auch ein wenig interessanter zu lesen.

Dennoch hat mich Cecelia Ahern mit "Ich schreib dir morgen wieder" nicht so wirklich gefesselt, wie ich es von der Autorin gewohnt bin. Ich würde die Geschichte sogar als ein wenig abgedreht und seltsam wirr bezeichnen. Dazu kommt, dass der Schreibstil zwar flüssig, aber doch auch ein wenig oberflächlich war. In einigen Momenten hätte ich mir gerne ein bisschen mehr Tiefe für die Geschichte gewünscht.

Obwohl das Ende wieder ganz nach meinem Geschmack war und ich die Figuren, mit dem Voranschreiten des Buches, ein wenig besser verstehen konnte, so ist "Ich schreib dir morgen wieder" nicht mein Lieblingsbuch der Autorin. Für Fans sicherlich ein Muss, für alle die Leser, die Cecelia Aherns Lektüre einmal kennenlernen möchten, gibt es bessere Empfehlungen.


Monalous Bewertung

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Tamara Goodwin hat ihren Vater tot aufgefunden, nachdem er sich das Leben genommen hat. Die 16jährige, stets vom Erfolg ihres Vaters verwöhnt und zugeschüttet mit allen materiellen Dingen des Lebens, muss sich mit der Tatsache auseinandersetzen, das sie alles verloren haben, denn der Vater stand kurz vor dem finanziellen Ruin.

Zusammen mit ihrer traumatisierten Mutter muss sie zu Verwandten aufs Land ziehen. Tante Rosaleen und Onkel Arthur nehmen sie herzlich gern auf und versuchen ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Die Mutter zieht sich innerlich zurück und spricht nicht mehr groß. Und Tamara langweilt sich.

Eines Tages findet sie in einem Bücherbus ein sonderbares Buch. Sie nimmt es mit und schlägt es auf: Leere Seiten. Die Nonne Schwester Ignatius schlägt ihr vor, es als Tagebuch zu benutzen. Und gerade will sie beginnen zu schreiben, als sie einen Eintrag entdeckt: Mit ihrer Handschrift und vom nächsten Tag.

Und es passiert immer wieder. Und während sie einem großen Geheimnis auf die Spur kommt, lernt sie von sich selbst und dem Leben.

Mein Fazit: Die ersten 100 Seiten waren etwas mühselig. Tamara erzählt die Geschichte aus ihrer eigenen Sicht und macht manchmal einige verwirrende Sprünge. Und sie gibt selbst von sich zu, ein richtiges Ekel gewesen zu sein. Sie ist anfangs zynisch, zickig und launisch gewesen zu sein. Das kam daher, weil der Vater sie mit allem überhäufte, was man mit Geld kaufen konnte.

Aber der Verlust des Vaters, mit dem sie vor dem Tod auch noch einen bösen Streit hatte, macht ihr schwer zu schaffen. Und der Einzug bei Tante Rosaleen und Onkel Arthur machen ihr die Sache nicht einfacher. Denn Rosaleen benimmt sich merkwürdig und sofort wird nicht nur dem Leser, sondern auch Tamara klar, das sie etwas verbirgt. Und die Spannung steigert sich mit jeder Seite, denn Tamara ist vor allen Dingen auch neugierig. Sie sorgt sich auch um ihre Mutter und auch da hat Rosaleen scheinbar die Hände mit im Spiel.

Die letzten 100 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, denn ich wollte wissen, was es für ein großes Geheimnis gab. Und auch die Entwicklung von Tamara interessierte mich. Sie wird einem Ende dann doch sehr sympathisch. Ein paar Fragen sind allerdings offen geblieben, aber ansonsten empfand ich die Geschichte als sehr ergreifend.

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Monalous kleinem Bücherforum.


Ich schreib dir morgen wieder

Cecilia Ahern

Amazon.de

Originaltitel: The Book of Tomorrow
Verlag: Krüger
ISBN: 978-3810501455
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Genre: Contemporary

Klappentext

Tamara hat immer nur im Hier und Jetzt gelebt - und nie einen Gedanken an morgen verschwendet. Bis sie ein Tagebuch findet, in dem ihre Zukunft schon aufgezeichnet ist ... Eine verzaubernde Geschichte darüber, wie das Morgen unsere Gegenwart verändern kann - der neue wunderbare Roman der jungen irischen Weltbestsellerautorin.

Nach dem Selbstmord ihres Vaters muss die junge Tamara aus ihrem Dubliner Glamour-Leben zu einfachen Verwandten aufs Land ziehen. Ihre Mutter ist vor Trauer über den Tod ihres Mannes kaum ansprechbar, und fernab ihrer Freunde fühlt sich Tamara völlig alleingelassen. Das einzig Interessante an dem abgelegenen Ort, an dem sie jetzt leben muss, scheint die ausgebrannte Ruine des alten Kilsaney-Schlosses. Doch dann entdeckt Tamara ein geheimnisvolles Buch: ein Tagebuch, in dem ihr eigenes Leben aufgeschrieben ist - und zwar immer schon der nächste Tag! Es führt Tamara zu den verborgenen Geheimnissen ihrer Familie und hilft ihr, den Weg zu Liebe und Zukunft zu finden.

Quelle: Krüger