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Kathis Bewertung

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Ach, wie erfrischend, dass in diesem Roman einmal die Frau für die Verführung zuständig ist. Man(n) hält sich hier gekonnt zurück, um seine geliebte Muse nicht zu verschrecken.

Muse – Ja, als Musen werden die Chase-Schwestern in der Londoner Gesellschaft bezeichnet. Doch das ist keinesfalls abwegig, sind sie doch alle nach den Musen der griechischen Mythologie benannt. Außerdem stehen sie ihren Namensgeberinnen charakterlich in nichts nach: ebenso eigensinnig und leidenschaftlich.

Ich habe mich durch diesen historischen Roman sehr gut unterhalten gefühlt. Sprache und Ausdrucksweise sind flüssig, die Dialoge sprühen vor Charme und sarkastischen Neckereien. Außerdem sind die Charaktere von Anfang an sehr sympathisch und die Story greift einen nicht alltägliche Hintergrund auf: Die Liebe und Faszination für die griechische Antike.

Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzungen um die anderen Chase-Musen. Dieser Einstieg in die Reihe macht Lust auf mehr.

Allerdings ist die Geschichte für meinen Geschmack ein wenig zu flach gewebt, was den Liliendieb betrifft. Die Auflösung erfolgt zu „harmonisch“. Gut und Böse tauschen die Rollen, aber es macht im Endeffekt kaum einen Unterschied. Calliopes Skepsis und Verletztheit weichen zu schnell, um noch realistisch zu sein.

Fazit:
Trotz meinem Wunsch nach mehr Augenmerk auf den Liliendieb – gerade bei der Auflösung des Falles –, bietet „Betörend wie der Duft der Lilie“ ein flüssig-frisches Leseerlebnis. Dieser Roman hält die richtige Mischung an Charme, Witz und Romantik für das Liebhaberherz historischer Liebesromane bereit.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von www.cultural-noise.de.


Nicoles Bewertung

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Calliope Chase, ihre Schwestern, genannt die Chase Musen, sowie ein paar ihrer Freundinnen sind überaus interessiert an geschichtlichen Dingen, insbesondere der Antike und haben aus diesem Grund die "Gesellschaft der kunstverständigen Damen" ins Leben gerufen.
Als ein Kunstdieb, genannt "der Liliendieb", in London sein Unwesen treibt und antike Kunstschätze stiehlt, sieht sich Calliope in der Rolle zu handeln und möchte zusammen mit ihrer Gemeinschaft dem Dieb das Handwerk legen.

Während der Ermittlungen erscheint ihr ein Mann besonders verdächtig- Cameron de Vere, Earl of Westwood, der genau wie auch die Chase Musen überaus interessiert ist an antiken, griechischen Artefakten. Also beschließt sie ihn näher zu beobachten. Bei ihren gemeinsamen Begegnungen stellt sie jedoch sehr schnell fest, dass der Earl, der mütterlicherseits griechisches Blut in sich trägt, überaus heißblütig ist und ihr Herz schneller schlagen lässt.
Zunächst versucht Calliope dieses verräterische Gefühl zu verdrängen, denn die Suche nach dem Liliendieb hat absoluten Vorrang- als ihr Cameron jedoch seine Hilfe bei ihrer Detektivarbeit anbietet und sie einwilligt, lässt sie sich auf ein leidenschaftliches Spiel mit dem Feuer ein. Ist Cameron der gesuchte Dieb oder eine ganz andere Person? Verdächtig scheint noch ein anderer zu sein- ein Kunstsammler mit einem schlechten Ruf der Calliopes Schwester Clio nachstellt- der Duke of Averton, ein Erzrivale von Cameron...

Der erste Teil der Muses of Mayfair Reihe erzählt die Geschichte der ältesten Chase Schwester Calliope. Wie ihre jüngeren Schwestern wurde sie von ihren Eltern nach Göttinnen der Mythologie benannt und teilt das Interesse an geschichtlichen Orten und Artefakten mit ihrer Familie. Die Chase Schwestern gelten in der Gesellschaft als zwar schöne, aber auch als überaus intelligente und exzentrische Personen, die bewundert aber nicht unbedingt überaus umschwärmt werden.
Nach dem Tod der Mutter kümmert Calliope sich aufopferungsvoll um ihre jüngeren Geschwister, denn ihr Vater ist zwar ein überaus liebevoller, aber leicht zerstreuter Zeitgenosse. ;-)

Der Auftakt dieser neuen Romanreihe verbindet auf erfrischende Art und Weise den typischen Regencyroman mit modernen Elementen. Zum Beispiel geht es nicht immer unbedingt züchtig zu, Liebeszenen kommen hier durchaus hier vor und der gesamte Grundton des Romans ist sehr unterhaltsam. Wer als Leser ein Faible für Archäologie oder griechische Mythologie besitzt, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen, denn die Autorin erwähnt auch immer wieder wichtige Figuren der Antike und ihre geschichtlichen Hintergründe.

Verstaubt geht es aber trotzdem nicht zu- dafür sind die Dialoge der Romanfiguren zu amüsant und sympathisch. Man hat stellenweise fast das Gefühl man hielte einen Amanda Quick Roman in Händen und der Grund dafür liegt nicht nur bei Quicks Vorliebe für ungewöhnliche Heldinnennamen begründet, sondern auch weil McCabes Schreibstil sehr gelungen und der kleine Kriminalplot interessant geraten ist.

Allerdings fehlte mir zu einer Bestbewertung das Tüpfelchen auf dem "i". Die Demaskierung des Diebes war für meinen Geschmack ein wenig zu vorhersehbar und zu unspektakulär.
Nichtsdestotrotz ein schöner, unterhaltsamer Regency aus der Feder von Amanda McCabe der schon sehr viel Appetit auf den Nachfolgeband macht!


Betörend wie der Duft der Lilien

Amanda McCabe

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Originaltitel: To catch a Rogue
Verlag: Cora
Band: MyLady 511
Erscheinungsdatum: März 09
Genre: Historischer Liebesroman

Teil einer Serie: The Muses of Mayfair

Klappentext

Der Liliendieb hat erneut zugeschlagen: Wieder hat er eine antike griechische Kostbarkeit aus einem Stadtpalais entwendet und nichts als eine weiße Lilie hinterlassen! Londons feine Gesellschaft steht vor einem Rätsel – nur die hübsche Calliope hat einen Verdacht: Cameron de Vere, Earl of Westwood. Doch warum sollte der wohlhabende attraktive Lord Antiquitäten stehlen? Beherzt beschließt Calliope, der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre Suche beginnt auf einer Hausparty – wo Cameron sie mit einem Kuss betört und sie auf den Olymp der Zärtlichkeit entführt…

Quelle: Cora