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Nicoles Bewertung

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Als Mechthilds Vater, Graf Konrad bei einem Kampf gegen Wikinger ums Leben kommt, ist sie auf einen Schlag schutzlos dem schurkischen, ehemaligen Waffenbruder Arnulf ausgeliefert, der ihren Vater verriet und die Niederlage der fränkischen Ritter somit besiegelte. Als Arnulf ihr einen Heiratsantrag macht, flieht die Grafentochter ins nahegelegene Kloster zur freundlichen Äbtissin, die sie dort gerne aufnimmt.

Eines Tages findet Mechthild am Strand einen Wikingerkrieger, der schwer verletzt ist. Obwohl es ihr erster Impuls ist, ihn zu töten, bringt sie es am Ende doch nicht übers Herz und pflegt ihn zusammen mit der Äbtissin im Kloster gesund. Als Arnulfs Schergen eines Tages das Kloster erstürmen um ihrer habhaft zu werden, gelingt es ihr nur mit einer List, in der auch der Wikinger eine große Rolle spielt, den suchenden Augen von Arnulfs Mannen zu entkommen.
Ragnar, so heißt der Wikinger, ist von der schönen und klugen Grafentochter bezaubert und beschließt sie nach seiner Genesung als seine Sklavin zu behalten. Doch Mechthild ist alles andere als begeistert von seinem Plan und versucht, obwohl sie eine Schwäche für den Mann entwickelt hat, alles, um seine Pläne zu durchkreuzen. Zudem muss Arnulf unbedingt zur Strecke gebracht werden, denn er hat die Feste von Graf Konrad abbrennen lassen und sich das Land des ehemaligen Waffenbruders unrechtmäßig angeeignet...

Dieser historische Liebesroman ist von einer deutschen Autorin geschrieben worden, die die Erotikaleserinnen unter Euch bestimmt schon kennen dürften. Hilke Sellnick schreibt unter dem Pseudonym Patricia Amber unter anderem für Verlage wie Plaisir d'Amour.
Da ich bekanntermaßen ein Faible für Wikingerromances habe, konnte ich auch nicht wiederstehen, als mir dieser Roman ins Auge fiel. ;-)
Die Liebesgeschichte um Mechthild und Ragnar ist solide geschrieben und aufgebaut. Allerdings habe ich ein wenig eine etwas tiefere Charakterisierung der Hauptprotagonisten vermisst. Man erfährt leider sehr wenig über die Hauptpersonen, außer, dass ihre Väter sich in einem Kampf um Leben und Tod gegenüberstanden und den Tod fanden. Die Wandlung von sexueller Anziehungskraft zu Liebe war daher für mich etwas schwerer nachzuvollziehen, da Mechthild und Ragnar wenig persönliche Ansichten miteinander ausgetauscht haben und sie immer wieder Zweifel an dem jeweils anderen hatten. Ebenfalls wurde in dem Roman anfangs erwähnt, dass die Heldin von ihrem Vater seit ihrer frühsten Jugend eine Waffenausbildung bekam. Jedoch war sie mir dafür dann ein wenig zu hilflos in manchen Situationen.
Eine eigentümliche Beschreibung der Augen der Heldin, die immer wieder einmal erwähnt wurde, empfand ich als etwas störend. Es ist hier von „grünfiedrigen Einsprengseln“ die Rede. Diese Bezeichnung fand ich ein wenig zu umgangssprachlich und etwas unpassend, aber ansonsten fand ich die Ausdrucksweise der Autorin sehr gelungen.

Die ersten hundert Seiten waren mir persönlich ein wenig zäh; nachdem aber dann der Bösewicht Arnulf auf der Bildfläche erschien, wurde der Roman spannender und durchaus unterhaltsam.

Kurz gefasst: Ein historischer Liebesroman aus deutschen Landen; zwar kein Keeper, doch für zwischendurch ganz nett zu lesen.


Schnees Bewertung

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Mechthild floh vor einer Heirat mit dem Grafen Anulf und lebt seither in einem Kloster. Eines Tages entdeckt sie einen verletzten Wikinger und nimmt den feindlichen Krieger mit in das Kloster um ihn zu pflegen.

Wenig später muss sie voller Entsetzten zusehen, wie die Burg ihres verstorbenes Vaters und ihr Erbe in Flammen aufgeht. In dieser Nacht verschwindet auch der fremde Wikinger aus dem Kloster um in seine Heimat zurückzukehren.

Einige Tage vergehen, Mechthild ist wütend über den Verlust der Burg und würde sich nur zu gerne an den verschmähten Grafen rächen, der ihr das Erbe gestohlen hat. Als ob ihr Unglück noch nicht groß genug wäre, wird auch noch das Kloster von einer wilden Wikingerbande überfallen. In einem der Angreifer erkennt sie den Mann der noch vor kurzem von ihr gesund gepflegt wurde. Er lässt es nicht zu, dass die Krieger über Mechthild herfallen und beschließt die junge Grafentochter zu seiner Sklavin zu machen...

Ich gebe zu, dass ich oft mit Vorurteilen gegenüber deutschen Autoren behaftet bin. Hilke Sellnick jedoch ist mal wieder ein guter Beweis dafür, dass es auch in unserem Lande gute Autoren gibt.

Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen, flüssig und unterhaltsam, führt er den Leser durch das Buch.

Leider war es für mich nicht ganz nachvollziehbar, aus welchem Grund sich die beiden ineinander verlieben. Außer dem Zugeständnis, dass der andere gut aussieht, erfahren Mechthild und der Wikinger nicht viel voneinander, bevor sie das erste Mal zusammen auf die Felle sinken.

Auch der Leser erfährt nur kleinere Einblicke in das Seelenleben und in die Vergangenheit der Protagonisten. Schade, denn in den Grundzügen ist zu erkennen, dass die Charaktere sehr interessant sein könnten. So sind sie mir leider nur sympathisch gewesen, aber eben auch ein bisschen fremd.

Insgesamt gesehen bin ich jedoch sehr froh das Buch gelesen zu haben. Es konnte mich gut unterhalten und der Plot war spannend.


Die Sklavin des Wikingers

Hilke Sellnick

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Originaltitel: ----
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548267821
Erscheinungsdatum: Januar 08
Genre: Historischer Liebesroman

Klappentext

Um 850 in der Normandie: Das Kloster, in das sie sich geflüchtet hat, bietet der jungen Grafentochter Mechthild keinen Schutz vor den kriegerischen Horden der Wikinger. Doch Ragnar, ihr Anführer, erkennt in Mechthild die schöne Frau, die ihm einst mit ihrer Heilkunst das Leben gerettet hat. Er nimmt sie gefangen – in der Hoffnung, ihr Herz zu gewinnen...

Quelle: Ullstein