Vita Kerstin Dirks
Kerstin Dirks absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Seit 2004 begann sie mit dem Schreiben von Heftromanen für Verlage wie Bastei, Kelter und Mohlberg. Außerdem verfasste sie diverse Kurzgeschichten für Magazine und Anthologien.
Seit 2005 widmete sie sich dem Schreiben von erotischeren Liebesromanen für Frauen. Zusammen mit der Autorin Sandra Henke verfasste sie unter anderem auch erotische Vampirromane. (Condannato-Trilogie).

Kerstin Dirks dürfte den Lesern besonders durch ihre erotische Liebesromane Reihe „Condannato Vampire“ die die Autorin zusammen mit Sandra Henke geschrieben hat, bekannt sein.
Die 1977 geborene Autorin lebt und arbeitet in Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. 2004 begann sie ihre Schriftstellerlaufbahn mit dem Schreiben von Heftromanen bei Bastei-Lübbe, im Martin Kelter Verlag und im Mohlberg Verlag. Es folgten eine Reihe erotische Bücher und Geschichten, sowie ein Liebesroman für den sie den Schauplatz der schottischen Highlands des 17. Jahrhunderts wählte.
Auf unsere Frage „Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?“ antwortete die Autorin folgendes:
Kerstin Dirks:
Ich fing früh an mir Geschichten auszudenken und zu illustrieren. Als ich Schreiben lernte, habe ich sie dann auch in Textform verfasst. Außerdem bin ich Rollenspielerin und entwickle gern Charaktere und Plots. Angeregt durch meine Freunde, die von meinen Shortstories (eine der ersten war Chassedy, die jetzt in der Kurzgeschichtensammlung „Engel der Schatten“ im Plaisir d’Amour Verlag erschien) begeistert waren, habe ich dann meine Texte eingeschickt und nach meinen ersten Erfolgen, in Form von Veröffentlichungen in Anthologien, Blut geleckt. (Interview 2007)
Aber die ausgebildete Kauffrau für Bürokommunikation arbeitet auch als Übersetzerin für den Cora Verlag ( z.B. "Eine übersinnliche Affäre" / Original: Kiss and Dwell, Kelley St. John).
Aktuell ist zurzeit ihre paranormale Serie „Lykandras Krieger“ dessen 1. Teil „Wolfsängerin“ im August 2008 im Sieben Verlag erschienen ist.
Wir haben die Autorin gebeten etwas über die Entstehung der Serie „Lykandras Krieger“ zu erzählen und wohin die weiteren Teile den Leser führen werden:
Kerstin Dirks:
Die Idee zu einem Werwolfroman schwirrte mir schon die ganze Zeit im Kopf herum, während ich noch an den Condannato Vampiren schrieb. Nur war sie einfach noch nicht richtig greifbar. Wichtig war mir, dass die Werwölfe die Guten und keine zähnefletschenden Monster sind und die Geschichte außerdem in Deutschland spielt, weil das einfach mal ein anderer Schauplatz ist, der sich (hoffentlich positiv) heraushebt.
In "Lykandras Krieger" spielt eine eigene Mythologie, die ich jedoch mit bestehenden Mythologien verknüpfe, eine große Rolle und schafft auch die Grundlage für die Existenz von Vampiren und Werwölfen sowie deren Feindschaft.
In grauer Vorzeit kämpfen die Königstöchter Lykandra und Pyr um den Thron ihres verstorbenen Vaters. Um einen Vorteil für sich herauszuziehen, gehen beide unabhängig voneinander einen Handel mit dem mächtigen Dämon Baal ein, der die eine in die Urmutter der Werwölfe und die andere in eine Vampirkönigin verwandelt. Im Gegenzug verlangt er ihre Seelen, sollten sie im Kampf sterben. Der Krieg zwischen beiden Fraktionen ist damit jedoch noch lange nicht beendet...
In jedem Teil wird es ein anderes Hauptpaar geben, das aus einem Werwolf und seiner Wolfsängerin besteht. In Band 2 wird der Leser den gefühlvollen Correy und Theresa, die ehemalige Blutsklavin eines mächtigen Vampirs, kennen lernen. Beide versuchen, wie auch schon Rem und Joli in Band 1, die Wiedererweckung der Vampirkönigin Pyr zu verhindern. Ich glaube, Band 2 wird etwas düsterer. Correy und Theresa begeben sich auf die Suche nach dem Tor zur Unterwelt und ihre Feinde sind mächtiger und gefährlicher geworden.
Frage und Antwort (April 2007)
Welche Bücher lesen Sie gerne, wenn es mal kein paranormaler Roman sein soll?
Kerstin Dirks:
Ich komme leider viel zu selten zum Lesen. Wenn ich jedoch die Zeit finde, bevorzuge ich kein bestimmtes Genre, sondern lese gern Querbeet: Fantasy, Sci-Fi, Erotik- und Liebesromane... Zu meinen Lieblingsbüchern gehören “Felidae” (von Akif Pirincci) und „Das Phantom“ (von Susan Kay).
Haben Sie bestimmte Autorinnen als Vorbild?
Kerstin Dirks:
Nein, ich habe kein Vorbild. Und auch keine Lieblingsautorin.
Wie schwer war es für Sie Ihre erste Sex- Szene zu schreiben?
Kerstin Dirks:
Als ich die ersten Zeilen meines BdB-Parts schrieb, überkamen mich Zweifel, ob ich mich nicht doch übernommen hatte. Erotik ist sehr vielfältig. Nicht jeder mag alles. Ich habe dann für mich entschieden, dass ich meine erotischen Szenen so formuliere, dass ich mich mit ihnen wohl fühle ohne dabei bestimmte Erwartungen erfüllen zu wollen. Das hat eigentlich recht gut geklappt.
Welche Hauptprotagonisten aus Ihren Büchern sind Ihnen am meisten ans Herz gewachsen?
Kerstin Dirks:
Meine Protagonisten müssen mir zwangsweise ans Herz wachsen, andernfalls verliere ich die Motivation, die Geschichte zum Ende zu führen. Aber ein paar Lieblinge habe ich natürlich dennoch. Jeremy (der Vampir, der in allen drei Condannato Bänden auftaucht), Abby (meine Heldin in „Zähmung des Blutes“) und Emilia (die Protagonistin meines Romans „Der Pirat und die Dirne“, den ich unter dem Pseudonym „Kerri van Arden“ verfasste) haben mir besonders viel Freude gemacht. Ich mag starke Heldinnen, die auch einmal selbst die Zügel in die Hand nehmen und ihren Liebsten aus einer Gefahrensituation retten, anstatt selbst gerettet zu werden.
Wie muss Ihrer Meinung nach ein Liebesromanheld „gestrickt“ sein; bzw. ist ein „Tortured Hero“ für einen paranormalen Liebesroman zwingend erforderlich?
Kerstin Dirks:
Für mich muss ein Liebesromanheld (genauso wie die Heldin auch) glaubwürdig sein, d.h. als Leserin möchte ich seine Motive und sein Handeln nachvollziehen können. Wenn er dann auch noch eine interessante Hintergrundgeschichte hat (Stichwort Tortured Hero) ist das umso spannender. Ich schreibe gern über gefühlvolle Männer. Wenn ich mich an Draufgängern versuche, geht das meist in die Hose und aus meinem Schuft wird ganz schnell ein überzeugter Romantiker. ;-)
Was macht das paranormale Genre für Sie so interessant?
Kerstin Dirks:
Ich schreibe nicht nur paranormale, sondern auch historische Erotik/Liebesromane. Beide haben gemein, dass meine Charaktere sich in einer Welt bewegen, in der ich selbst nicht lebe. Ich kann meine Helden erleben lassen, was mir nie möglich wäre. Das macht für mich den besonderen Reiz aus. Es macht Spaß, die Fantasie schweifen zu lassen und dabei Grenzen zu überwinden.
Warum ausgerechnet Vampire? Was fasziniert Sie so an dieser Gattung?
Kerstin Dirks:
Vampire sind machtvoll, geheimnisvoll, melancholisch und vor allem erotisch. Sie ziehen die Menschen in ihren Bann. Der Vampirmythos ist zwar schon recht alt, doch erstaunlicherweise wird er nie langweilig. Vampire haben mich seit meiner Kindheit begleitet. Ich war von dem kleinen Vampir Rüdiger begeistert. Auch beim Rollenspiel begegnet man den Blutsaugern immer wieder, es gibt sogar RP-Systeme, die sich ausschließlich diesem Thema widmen. Zu vielen meiner Lieblingsfilme zählen zudem Vampirfilme (wie z.B. Interview mit einem Vampir). Von daher war es für mich eigentlich naheliegend über Vampire zu schreiben.
Haben Sie eine besondere Vorliebe für ein bestimmtes Setting? Und warum?
Kerstin Dirks:
Mein Lieblingssetting bzw. meine Lieblingsepoche (in der viele meiner Romane spielen) ist das 18. Jahrhundert, eine Zeit des Umbruchs und Umdenkens, die aber gleichzeitig auch etwas Märchenhaftes an sich hat. Natürlich erfordert ein solches Setting mehr Recherchearbeit als es bei den meisten Gegenwartsroman der Fall wäre. Aus diesem Grund habe ich mir mittlerweile eine kleine Bibliothek aus Geschichtsbüchern zugelegt, auf die ich bei Fragen immer wieder zurückgreifen kann.
Nach welchen Kriterien suchen Sie die Namen für Ihre Protagonisten aus?
Kerstin Dirks:
Ich durchstreife oft das Internet auf der Suche nach Namen. Finde ich einen Originellen oder Interessanten, der mir gefällt, notiere ich ihn. Wenn ich dann für einen bestimmten Charakter einen Namen benötige, sehe ich in meiner Liste nach. Es kann aber auch sein, dass ich bereits beim Entwickeln der Figur weiß, wie sie heißen wird. Manche Namen drängen sich dann förmlich auf ;-).
Welche Bücher aus diesem Genre (Paranormal/Vampir) würden Sie den Lesern empfehlen?
Kerstin Dirks:
Außer der Condannato Trilogie? ;-) Ich habe mit Christine Feehans Dark Serie begonnen, die mir bisher recht gut gefällt. Außerdem habe ich die ersten Bände der Vampir Chroniken von Anne Rice gelesen. Die erotischen Vampirbücher des Plaisir d’Amour Verlags kann ich den Leserinnen, die es gern etwas heftiger mögen, ans Herz legen. (z.B. Sandra Henkes „Purpurfalter“ oder der „Club Noir“ von Emilia Jones)
An was arbeiten Sie momentan? Gibt es aktuelle Neuveröffentlichungen?
Kerstin Dirks:
Es stehen dieses Jahr erfreulicherweise einige Veröffentlichungen an. U.a. „Rebellion des Blutes“, der abschließende Band der Condannato Trilogie. Der Roman erscheint voraussichtlich im März im Plaisir d’Amour Verlag. Im September 07 kommt mein erotischer Liebesroman „Die Wildkirsche“ (Mira Verlag) auf den Markt.
Quellennachweis
Photo: © Kerstin Dirks