Vita Sabine Ebert

Sabine Ebert

(Text: JK)

Sabine Ebert wurde in Aschersleben geboren. Aufgewachsen ist sie in Berlin. Ihre berufliche Laufbahn begann mit einem journalistischen Volontariat in Magdeburg. Sabine Ebert hat ein abgeschlossenes Studium der lateinamerikanischen Sprachwissenschaften, welches sie an der Uni der Hansestadt Rostock absolvierte.

Nach dem Studium verschlug es die Autorin in die sächsische Silberstadt Freiberg. In Freiberg arbeitete sie als freie Journalistin für Presse, Rundfunk und Fernsehen. Es blieb auch noch Zeit übrig, um eine Reihe von Sachbüchern über die Wahlheimat – das Erzgebirge – zu schreiben. Zu erwähnen ist „Als die Schornsteine noch rauchten – Freiberg zwischen 1945 und 1989, ein Rückblick auf das Alltagsleben in der DDR und „Silbermanns Erben“, eine Hommage an den großen Orgelbauer aus Sachsen, welcher Weltruhm erlangt hat, mit seinen meisterhaft gebauten Orgeln.

Auch wenn man im Thema integriert ist, ist es doch ein großer Schritt, daraus einen Roman bzw. mittlerweile ja eine Buchserie zu machen; so dauerten die Recherchen für das ausgehende 12. Jahrhundert, 5 Jahre und das merkt man beim Lesen den Romanen auch an, da die Zeit sehr detailliert und genau geschildert bzw. beschrieben worden ist. Eine Fortsetzung folgt.

Außerdem findet Sabine Ebert noch Zeit seit Anfang 2007 im Autorenkreis – Historischer Roman Quo Vadis mitzuarbeiten. Sie ist beim Treffen im November 2007 als Pressesprechern gewählt worden, die Arbeit teilt Sie sich mit Ilka Stitz. Der Autorenkreis, das sind Autoren und Autorinnen, welche historische Romane schreiben und dabei sehr großen Wert auf historische Korrektheit legen. Und die sich auch einmal bei Problemen und Fragen zur Seite stehen, da einer allein ja nicht alles wissen kann.

Eure Jana

Homepage der Autorin Sabine Ebert

Bibliografie

Das Geheimnis der Hebamme / Knaur Tb (November 2006)
Die Spur der Hebamme / Knaur Tb (Januar 2007)
Die Entscheidung der Hebamme / Knaur Tb (Oktober 2008)

Fragen und Antworten

Was macht mehr Freude, das Schreiben als Journalistin oder als Romanschriftstellerin?

Ich bin all die Jahre gern Journalistin gewesen, das war mein Wunschberuf. Aber mein heimlicher Traum schon während der Schulzeit war es, einmal Bücher zu schreiben, und so bin ich sehr glücklich, dass dieser Traum nun in Erfüllung gegangen ist.

Wenn man ein Thema hat, das sagen wir einmal im 12. Jahrhundert spielt, wo fängt man mit der Recherche an und wann hört das auf?

An Anfang stehen bei mir immer die tatsächlichen historischen Ereignisse, die bilden das Grundgerüst der Geschichte. Dann kommen die Biografien der historischen Persönlichkeiten, die Lebensumstände jener Zeit wie Kleidung, Rüstung, Münzwesen, Kampftechniken, Heilkunde usw., und dann alles, was man sonst noch für diese Geschichte braucht, zum Beispiel bei mir Details zu Bergbau und Mineralogie. Im Grunde genommen hört die Recherche nie auf; beim Schreiben stößt man immer noch auf dieses oder jene Detail, das man genau erkunden und belegen muss, um darüber zu schreiben, selbst wenn es nur ein halber Satz ist, den man dazu einflicht.

Wo haben Sie die entsprechenden Daten gefunden außer in Freiberg direkt?

Nicht nur in Freiberg selbst durch dortige Fachleute oder Aufsätze zur Stadtgeschichte, sondern auch in Literatur, die ich mir über die Freiberger Universitätsbibliothek besorgen kann. Ich sprach mit Mittelalterexperten am Institut für Sächsischen Geschichte und Volkskunde der Dresdner Uni, war in der Schwertkampfschule "Pax et Codex" in Landsberg bei Halle, wo ich viele Hinweise zu Kampftechniken erhielt und auch der Schlusskampf für den zweiten Band choreografiert wurde, habe mir Orte noch einmal angeschaut, zu denen es die Protagonisten verschlägt, wie die Wartburg in Eisenach, Goslar oder Braunschweig. Für manches - wie z.B. Genealogien - ist auch das Internet hilfreich.

Was ist am Erzgebirge so faszinierend?

Die Verbundenheit der Menschen, die dort leben, mit ihrer Geschichte.

Die Hebammen Bücher bestehen aus verschiedenen Teilen. Hat man dabei eine Geschichte geschrieben und teilt sie dann in einzelne Bücher auf oder setzt man bewusst vorläufige Schlussstriche und fängt mit jedem Teil neu an?

Ich kann nur sagen, wie ich es mache: Da der für 30 Jahre konzipierte Handlungsbogen bereits feststeht - ursprünglich dachte ich, das würde alles in ein Buch passen -, schreibe ich chronologisch. Aber jeder einzelne Band umfasst ja einen bestimmten Zeitabschnitt mit konkreten historischen Entwicklungen, zwischen denen es eine Zäsur gibt, so dass ich mich dann mit den Recherchen neu beginne und überlege: Was kann man da zusätzlich zum Hauptstrang noch an Interessantem einarbeiten?

Schreiben Sie besser "Unter Druck" oder wenn Sie viel Zeit haben, um ein Buch zu Beenden?

Es ist schöner, etwas in Ruhe schreiben zu können. Aber man braucht auch einen Abgabetermin, um einfach einmal einen Schlusspunkt zu setzen. Sonst würde ich heute noch am ersten Band herum feilen.

Was hat Sie bewogen im Autorenkreis Quo Vadis mit zu machen?

Die Hoffnung auf Austausch mit Kollegen, die schon viel länger historische Romane schreiben.

Vielleicht verraten Sie unseren Leserinnen noch einige persönliche Dinge über Sabine Ebert: Ihren Lieblingsfilm, Essen, Buch, Stadt, Land - wo Sie vielleicht mal leben möchten?


Lieblingsfilm: "Herr der Ringe" (obwohl das eigentlich drei Filme sind)
Lieblingsbuch: Lukianenkos "Wächter"-Zyklus (obwohl das eigentlich vier Bücher sind)
Lieblingsessen: Zartbitterschokolade
Lieblingsland und -stadt: Es gibt in Deutschland viele schöne Städte.
Mein Lieblingsurlaubsland ist Spanien.

Zum Schluss noch eine letzte Frage: Welches Buch haben Sie zu letzt gelesen?

"Therapie" von Sebastian Fitzek.

Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview.

Gerne geschehen. Sabine Ebert

Quellennachweis

Photo: © Sabine Ebert

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