Viat Birgit Fuchs

Die Autorin wurde 1961 in Augsburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Pädagogik, Kunst und Psychologie und entschloss sich, Lehrerin zu werden. Als dann drei eigene Kinder in kürzestmöglicher Zeit das Licht der Welt erblickten, wandte sie die gewonnenen Einsichten über Kindererziehung privat an. Diese Forschungstätigkeit, führte schon bald zu recht umfangreichen Ergebnissen, so dass es sich lohnte, die Ideen niederzuschreiben.
Im Jahre 1995 erschien der erste Ratgeber in Sachen Kinderbeschäftigung, von ihr. Da sich gewisse Techniken durchaus auch beim Manne anwenden lassen, musste der Bogen irgendwann gespannt werden zur Erwachsenenliteratur und ihrem ersten Liebesroman
„Lieber Männer mit Macken als gar nichts zu lästern“.
Im Laufe der Zeit veröffentlichte sie zahlreiche Werke und illustrierte vereinzelt. Um auch die Malerei nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren, trat sie zwei Galeriegemeinschaften bei und stellt ihre Bilder in unregelmäßigen Abständen aus.
Birgit Fuchs ist mit einem Psychoanalytiker verheiratet, was das Leben nicht unbedingt leichter macht, es sei denn man lacht sich trotzdem schlapp und behält seinen Humor. ;-)
Die Autorin liebt Ideensammlungen für neue Buchprojekte, Kochen, gute Komödien, laue Sommerabende und Inline- Skating ohne Hügel.
Rezensionen auf Happy End Buecher
Birgit Fuchs - Lieber Männer mit Macken als gar nichts zu lästern (Nicole)
Wir bedanken uns herzlich bei Brigit Fuchs für das sympathische Interview.
Frage und Antwort
In Ihrer Vita steht, dass Sie zunächst Bücher über Kindererziehung schrieben. Ab wann kam Ihnen der Gedanke, dass es Parallelen zwischen Kindern und Männern gibt? Nebenbei bemerkt, eine Theorie, die ich ziemlich amüsant und treffend finde.
Das war wohl zu dem Zeitpunkt, als ich Mutter dreier Kinder war und mir auffiel, dass ich auch zu den Kleinen wesentliche Sätze mindestens dreimal sagen musste. Ich durfte auch ihre Teller selbst in die Spülmaschine einräumen. Und siehe da: Während familiärer Krisenzeiten (morgens, abends, während Essenzeiten, am Wochenende, Weihnachten usw. ;-) ) galt es nicht nur, den Trotzphasen der Kleinen kreativ zu begegnen, um sie wieder auf den Teppich zu holen. Es bedurfte auch beim Erzeuger des einen oder anderen pädagogischen Kunstgriffes, um die Wogen zu glätten und das lohnende Ziel einer Großfamilie in Aussicht zu stellen.. ;-)
Könnten Sie unseren Leserinnen vielleicht ein paar Tipps geben, wie sie ihre Männer richtig erziehen, bzw. besser mit ihren liebenswerten Eigenschaften fertigwerden können? ;-)
Hier darf Sie zum Beispiel auf die Seiten S.29 / 43 / 46 / 95 / 166 / 179 ect. meines Buches verweisen. Dort kann man sich nette Ideen herauspicken. Natürlich hängt es vom jeweiligen Einzelfall ab, welche "Spielchen" man zur Anwendung bringen möchte. Es ist klar, dass es kein Patentrezept für dies oder jenes Problem geben kann, entscheidend aber ist, sich etwas Neues einfallen zu lassen, um dem eigenen Beziehungssystem eben auch mal einen neuen Impuls geben zu können…
Ihr Buch "Lieber Männer mit Macken als gar nichts zu lästern" ist eine Liebesromankomödie. Wie kam es dazu, dass Sie sich dazu entschlossen, das Genre zu wechseln?
Naja, die Kinder wurden größer und damit änderten sich auch die Themen, mit denen man sich als Eltern auseinandersetzt. Schließlich entscheiden ja schon Kindheitserfahrungen, in welcher Qualität man später eigene Beziehungen eingehen kann und wie man in der Lage ist, diese zu gestalten. So wuchs das Interesse an den Schilderungen anderer Familien, die vielleicht schon ältere Kinder hatten und damit bereits weiter gediehen waren in Erziehungs- und Beziehungsfragen. Darüber gelangte man rasch zu denkwürdigen und amüsanten Zusammenhängen zwischen dem Verhalten von Vätern und Müttern, bzw. Männern und Frauen zueinander und den eventuell späteren Folgen für die "Nachzucht". Wer als hartnäckiger Optimist am Ideal der ewigen Liebe festhalten möchte, sollte also scharf beobachten, offen für Änderungen sein und immer darauf achten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Schwupps, und schon befindet man sich in der besten Beziehungs-Komödie!
Hat Sie jemand zu den Hauptpersonen Ihres Romans inspiriert, oder sind die beiden vollkommen fiktive Figuren?
Die Geschichte von Robert und Aurelia basiert auf den gesammelten Beobachtungen aus meinem Alltag. Ich notierte mir in einem speziellen Notizbüchlein sämtliche Erlebnisse von Personen aus meinem Umfeld, eigene Erfahrungen, köstliche Berichterstattungen von Bekannten über deren Bekannte, die Inhalte durchtelefonierter Nächte mit meinen besten Freundinnen, die teilweise schon in Beziehungen lebten oder gerade auf Partnersuche waren. Auch besonders amüsante Sequenzen aus den Medien fanden Eingang in die Handlung und die Figuren, um ein komplexes Bild der unterschiedlichen Faktoren einer Beziehung darzustellen. Wer an diesen Dingen die komische Seite entdeckt, hat nämlich eine Menge zu lachen!
Welche Lektüre bzw. Autoren bevorzugen/ mögen Sie? Was lesen Sie zurzeit?
Generell liegen mir die amüsanten Texte näher, einfach weil ich ein Mensch bin, der gerne lacht. Momentan lese ich allerdings ein völlig anderes Genre, ein Buch, das mir geschenkt wurde. Darin geht es um eine "vampiröse" Liebesbeziehung zwischen einer normalen Frau und einem Untoten Blutsauger. Also, ich weiß nicht, ob das eine echte Alternative sein kann ;-) . Da ist es mir doch bei all dem haarsträubenden Ärger, dem man manchmal in der Partnerschaft ausgesetzt ist, immer noch lieber, zur Versöhnung wenigstens lecker griechisch essen gehen zu können…
Werden Sie dem Liebesromangenre treu bleiben? Was ist in nächster Zeit bei Ihnen geplant?
Ideen existieren viele! Sollten die Rufe laut werden nach einer Nachfolger-Komödie, werde ich diesen gerne nachkommen. Es gibt aber auch konkretere Pläne für einen Jugendroman, aber auch eine neue Liebesgeschichte steht im Programm, zur Abwechslung eventuell sogar mal eine mit suspense- oder Krimi-Elementen.
Fest steht: Ich liebe die Abwechslung! Deshalb kann es sowohl dies, als auch das, oder sogar etwas ganz anderes sein.
Quellennachweis
Vita: Sieben Verlag
Photo: by Birgit Fuchs