Vita Sophia Farago

Sophia Farago / Sophia Berg


Die Autorin besitzt einen wunderbaren Schreibstil und ich kann Euch ihre Bücher nur wärmstens ans Herz legen.
Ich hatte das Vergnügen, ein kleines Interview mit Sophia Farago alias Sophie Berg führen zu dürfen und ich hoffe, es wird Euch historische Liebesromanfans genauso freuen wie mich, dass die Autorin zurzeit an einem weiteren Regencyroman schreibt. Doch bevor ich Euch schon vorab alles verrate, lest hier das komplette Interview.

Liebe Grüße
Eure Nicole

Fragen und Antworten

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe fast schon, seit dem ich schreiben kann. Meine ersten Romane verfasste ich mit ca. acht Jahren. Sie handelten von „Erwachsenen“, die sich mit achtzehn den ersten Kuss gaben und fragten: „Willst du mich heiraten?“ Wie man sieht: Die Liebe war immer mein zentrales Thema.

Warum wählten Sie gerade die Zeit des englischen Regency für Ihre historischen Liebesromane?

Als ich ca. 14 war, entdeckte ich auf dem Nachtisch meiner Mutter meinen ersten Georgette Heyer Roman. Ich begann laut vorzulesen, um mich darüber lustig zu machen – und war schnell völlig in den Bann der Geschichte gezogen. Ich habe dann viel von dieser Autorin gelesen, und schließlich zu recherchieren begonnen, ob die historischen Hintergründe stimmen. Die Briten sind ja sehr stolz auf ihre Geschichte. So gibt es über alle historischen Details (Wagen Fächer, Grabsteine, ...)Bücher und ich habe mir im Lauf der Zeit eine umfassende Bibliothek angelegt. Irgendwann sind dann in meinem Kopf die ersten Romanfiguren aufgetaucht (der erste war der Herzog von Wellbrooks aus „die Braut des Herzogs“) und haben zu sprechen begonnen. Da musste ich ihre Geschichte niederschreiben, um sie wieder loszuwerden...

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag im Leben von Sophia Farago/ Frau Berg aus?

Bei mir sind alle Tage typisch und doch jeder anders. Ich arbeite als Juristin, Unternehmensberaterin, Managementtrainer, Kabarettistin und Autorin. Und je nachdem, welcher Beruf gerade auf der Tagesordnung steht, stehe ich auf der Bühne oder vor einer Seminargruppe oder sitze im Zug oder an meinem Schreibtisch.

Ich gestehe, dass mir, als ich Ihre Regencyromane das erste Mal las, nicht bewusst war, dass sich hinter dem Namen Sophia Farago, eine deutschsprachige Autorin verbirgt, denn Ihr Schreibstil ist sehr gelungen und steht dem englischsprachiger Autorenkolleginnen in nichts nach.

Herzlichen Dank, das freut mich natürlich sehr!

Wieso gibt es gerade im historischen Liebesromanbereich ihrer Meinung nach, so wenig sehr gute deutschsprachige Autorinnen bzw. wenig Auswahl?

Ich weiß nicht, ob es noch andere deutschsprachige Regencyautorinnen gibt, aber als Autorinnen von historischen Liebesromanen fällt mir eine erfreulich große Anzahl ein: Iny Lorentz, Charlotte Thomas, Valerie Lord, Rebecca Michele, Petra Last .....

Zu meinem Leidwesen ist schon lange nichts Neues mehr von Sophia Farago erschienen. Dürfen sich Ihre Fans, (wo ich mich natürlich gleich einmal einreihe ;-) ) in Zukunft auf weitere Bücher aus Ihrer Feder freuen?

Ich kann mit Freuden mitteilen, dass ein neuer Farago im Fertigwerden ist.

Außer Regencyromane, schreiben Sie unter Ihrem zweiten Pseudonym Sophie Berg , erfolgreiche, sehr humorvolle Contemporarys. Wie gelingt Ihnen der Spagat zwischen zwei so unterschiedlichen Genres?

Ich mache immer gerne etwas Neues. Natürlich ist der Stil anders, ob ein Roman 1815 oder 2007 spielt. Wenn man ganz in einer Geschichte „aufgeht“ ist es auch nicht schwer die richtige Sprache zu treffen.

Welches Buch /welche Bücher liegen zur Zeit auf Ihrem Nachttisch bzw. was lesen Sie persönlich gerne? Hat Sophia Farago bevorzugte Lieblingsautoren/innen?

Früher habe ich alles über Regency verschlungen, Georgette Heyer ist immer noch eine meiner Favoritinnen. Ich lese aber auch gern Amüsantes aus der Jetztzeit, im Augenblick „Für jede Lösung ein Problem“ von Kerstin Gier.

Sie sind auf vielen Gebieten aktiv, (wie ich auf Ihrer Webseite lesen konnte) Wann haben sie Zeit zum Bücher schreiben bzw. wie organisieren sie ihren Tagesablauf?

Ich schreibe, wenn ich eine Geschichte im Kopf habe, oft viele Stunden am Stück und Nächte lang. Einen geregelten Ablauf, also z.B. eine bestimmte Seitenzahl pro Tag habe ich nicht.

Andere Autorinnen, wie zum Beispiel Marie Cordonnier/Valerie Lord schreiben nun auch "reine" historische Romane, oder wieder andere entdecken langsam das paranormale Genre für sich (was wahrscheinlich auch an der momentanen starken Nachfrage an paranormalen Romances begründet liegt). Könnten Sie sich vorstellen, sich ebenfalls einmal an diesem Genre zu versuchen?

Nein, dieses Genre ist nicht das meine.

Wenn Sie beruflich, also im schriftstellerischen Bereich noch einmal dieZeit zurückdrehen könnten, würden Sie alles noch einmal genauso machen wie zuvor?

Im Großen und Ganzen: ja! Ich hätte nur gerne mehr Lesereisen gemacht, als die Farago-Romane auf ihrem Höhepunkt waren (in Österreich waren zwei auf der Bestsellerliste). Doch damals waren meine Kinder noch klein...

Arbeiten Sie zur Zeit an einem neuen Buch? Und können Sie uns vielleicht auch schon eine kleine Inhaltsangabe verraten?

Es entseht ein neuer Faragoroman. Es wird natürlich wieder spannend und romantisch – aber mehr verrate ich noch nicht...

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