Vita Helene Henke

Die letzte Sieben Verlag Autorin, die wir Euch heute vorstellen möchten ist Helene Henke. Sie wurde 1964 in Krefeld geboren. Erst nach zwei Berufsausbildungen und der Erziehung ihrer Söhne (20 und 12 Jahre) könnte sie sich endlich ihren Traum widmen: Dem Schreiben!

Auf unsere Frage „Warum haben sie sich entschieden ihre Serie in heimischen Gefilden spielen zu lassen und nicht wo anders?“ antwortet die Autorin:

Helene Henke:
Weil ich mich hier am besten auskenne. Nein, im Ernst, es war mir ein Bedürfnis, eine Geschichte zu schreiben, die den Mythos Vampir an seinen Ursprungsort Europa zurück bringt. Deutschland war naheliegend, obwohl ich auch ein sehr großer Großbritannienfan bin. Ich habe schon lange bewundert, wenn angloamerikanische Autoren das Gälische mitsamt seiner Mythen und Sagen in ihre Geschichten miteinbezogen haben. Besonders was die gälische Sprache betrifft.

Nun, wir haben auch Mythen und eine faszinierende, wenn auch tote Sprache. Mithilfe eines altgermanischen Wörterbuchs, habe ich Rudger die passenden Worte in den Mund gelegt und lasse ihn seine Leyla mina Fagreþæ, meine Schöne, nennen.

Der Titel „Die Totenwächterin“ ist die Übersetzung des altgermanischen Wortes Walakuzjæ.

Neben zahlreichen Schauplätzen in der Stadt Krinfelde, die übrigens stellvertretend für jede deutsche Stadt steht, ging ich nach und nach dazu über, Begebenheiten aus den altgermanischen Sagen mit einzubauen. Dabei lag mir viel daran, authentisch zu bleiben, auch wenn es sich um einen fantastischen Roman handelt oder gerade deswegen. Eine deutsche Antwort auf Buffy und Co., denn Leyla ist letztlich eine erwachsenere Adaption der bekannten, jungen Heldinnen aus amerikanischen Geschichten. Fest steht, dass ich mich auch in Zukunft dem deutschen Götter- und Heldensagen widmen werde.

Im Sieben Verlag sind bisher zwei Teile ihrer Vampir Serie „Das Rote Palais“ erschienen. „Die Totenwächterin“ im Juni 2008 und ganz aktuell im Juli 2009 „Der Gottvampir“.

Helene Henke hat schnell eine begeisterte Fangemeinde gewonnen. Die jenigen Leser, die die Bücher bisher noch nicht kennen interessiert nun etwa mehr über den Titel der Serie zu erfahren. Was ist das „Rote Palais“ und was es damit auf sich hat? Dazu die Autorin:

Helene Henke:
„Das Rote Palais“ ist eine Art Genießerkino für Vampire und befindet sich im Multiplexkino Aurodom. Dort können sie, inmitten eines Landes, das plant den Vampirismus zu legalisieren, ungestört ihren Vorlieben, die mitunter auch blutig sein können, nachgehen. Doch auch Menschen genießen im „Roten Palais“ die sexy Auftritte von Vampiren.

Die Geschöpfe der Nacht agieren naturgemäß dort, wo möglichst kein Licht eindringen kann, ob in Nachtclubs, Bars oder eben vor der Kulisse einer Großleinwand. Das Ambiente eines Kinos bot sich geradezu an, als Schauplatz für vampirische Amüsements. Im realen Leben bietet der Arbeitsplatz Kino eine schier unerschöpfliche Quelle der Inspiration.

Das Aurodom ist einem Original nachempfunden. Viele Leser berichten mir begeistert, dass sie bei einem Kinobesuch ständig einen heimlichen Blick nach oben werfen und sich vorstellen, dass sich dort der Meistervampir Rudger von Hallen und sein „Rotes Palais“ befinden.

Bietet „Die Totenwächterin“ noch zahlreichen Kampf- und Actionszenen rund um das Aurodom, hebt sich „Der Gottvampir“ durch seinen romantischen Bezug ein wenig ab.

So ist es besonders die Liebesszene im Aufzug (den es tatsächlich gibt), die bei den Lesern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Arbeitskollegen aus dem Kino sprechen inzwischen gerne von DEM Aufzug, den sie freiwillig nicht mehr betreten wollen, es sei denn, Rudger steigt mit ein. *lach*

Helene Henke arbeitet zusammen mit Elke Meyer am Lady’s Lit Blog.

Solltet ihr euch für die Autorin interessieren findet ihr auf dem Blog lesenswert-empfehlenswert Blog ein tolles und ausführliches Interview (Sep. 09).

Quellennachweis

Photo: © Helene Henke

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