Vita Sandra Henke

Sandra Henke, Jahrgang 1973, wohnt mit meinem Mann in der Nähe von Düsseldorf. Momentan ist sie als Empfangssekretärin in einer internationalen Softwarefirma und als freischaffende Autorin tätig. Sie verfasst auch Kinderbücher. Veröffentlicht hat sie in den Verlagen Bastei, Mira Taschenbuch im Cora Verlag, Plaisir d’Amour, Carl Ueberreuter und Coppenrath, um nur einige zu nennen.
Obwohl sie sich schon in diversen Genres getummelt hat, hat sie sich zurzeit der Erotik verschrieben. Auf ihrer Homepage schreibt Sandra Henke: "Erotik ist Leidenschaft und Liebe [ohne schmalzig zu werden]. Selbst wenn der Held die Heldin nur anschaut, muss die Luft zwischen ihnen flirren. Die sexuelle Spannung liegt mir am Herzen, ebenso eine aufregende Romangeschichte, denn nichts ist langweiliger als sinnlos anreinander gereihte Erotikszenen in einer an den Haaren herbei gezogenen Handlung."
Es gibt eine sehr schöne Internetseite auf der man alles über die Condannato Vampir Trilogie erfahren kann, unbedingt mal vorbeischauen ;-) : www.conndanato-vampire.de
Frage und Antwort
im Rahmen unseres besonderen Themas Paranormaler Liebesroman im April 2007
Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Sandra Henke:
Schwierig zu sagen. Wo soll ich anfangen? Wenn ich weit aushole, muss ich den Satz bringen, den fast jeder bringt: Ich habe als Kind immer schon gerne geschrieben. ;-) Auch als Jugendliche noch. Dann waren andere Dinge wichtiger, wie erste Liebe, schulischer und beruflicher Werdegang etc. Als mein Leben wieder etwas ruhiger wurde, habe ich wieder zum Schreiben zurück gefunden und das erste Mal versucht, einen Verlag für meine Manuskripte zu finden. Es war anstrengend, aber ich habe mich immer irgendwie durchgebissen. (Festgebissen trifft es eher *lol*)
Welche Bücher lesen Sie gerne, wenn es mal kein paranormaler Roman sein soll?
Sandra Henke:
Ich liebe Krimis und Thriller und lese natürlich auch gerne ab und an erotische Bücher. Für mich ist es ein schreckliches Gefühl, wenn ich ein Buch zu Ende gelesen und keinen Nachschub im Haus habe. ;-)
Haben Sie bestimmte Autorinnen als Vorbild?
Sandra Henke:
Nein, überhaupt nicht.
Wie schwer war es für Sie Ihre erste Sex- Szene zu schreiben?
Sandra Henke:
Das war eher ein schleichender Prozess. So recht kann ich mich schon gar nicht mehr daran erinnern. Ich habe früher einmal einige erotische Kurzgeschichten geschrieben und sie an gute Freunde geschickt, um ihre Meinung einzuholen. Das Feedback hat mir sehr geholfen. Bevor ich angefangen habe für den Plaisir d’Amour Verlag zu schreiben, habe ich einige erotische Bücher gelesen, um zu sehen, wie andere Autoren Erotik umsetzen. Es gibt viele verschiedene Ansätze, allein wenn man an die Begrifflichkeiten denkt, und ich habe versucht, meine eigene Art zu finden, probiere aber immer noch gerne verschiedenes aus.
Welche Hauptprotagonisten aus Ihren Büchern sind Ihnen am meisten ans Herz gewachsen?
Sandra Henke:
Alle! Ich denke voller mütterlicher *lol* Liebe an sie, aber Tammy & Dorian werden wohl immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, da sie das erste Paar waren, das ich zusammen gebracht habe. *g*
Wie muss Ihrer Meinung nach ein Liebesromanheld „gestrickt“ sein; bzw. ist ein „Tortured Hero“ für einen paranormalen Liebesroman zwingend erforderlich?
Sandra Henke:
Es braucht keinen „tortured hero“, um einen guten (paranormalen) Roman zu schreiben, aber es ist wichtig, dass jeder Charakter eine eigene Geschichte zu erzählen hat und in jeder Vergangenheit gibt es auch Negatives. Jeder von uns trägt Ballast mit sich herum. Der Held darf daher nicht eindimensional wirken. Ich muss gestehen, ich habe ein Faible für Alphahelden. Besonders in paranormalen Romanen darf der Protagonist ruhig etwas düster und zwielichtig wirken. ;-)
Was macht das paranormale Genre für Sie so interessant?
Sandra Henke:
Ich stelle mir gerne vor, wie die Welt sein könnte… dass da mehr ist, als das, was für uns offensichtlich ist… mehr als Alltag, nämlich aufregende Abenteuer, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Das Gerne „Paranormale Liebesromane“ lässt dem Autor mehr Entfaltungsmöglichkeiten.
Warum ausgerechnet Vampire? Was fasziniert Sie so an dieser Gattung?
Sandra Henke:
Vampire waren einmal menschlich, nun sind sie düstere Kreaturen, die einen gegensätzlichen Lebensrhythmus zu den Menschen haben, aber trotzdem auf dem gleichen Planeten leben müssen. Sie ernähren sich von menschlichem Blut (und künstliches Blut ist nur ein billiger Ersatz, weil es weniger vitalisierend ist).
Ich finde die Frage interessant: sollen sie sich nun gegen die Menschen richten, obwohl sie selbst einmal ein Mensch waren, oder versuchen sie einen Konsens zu finden?
Zudem sind Vampire mächtig. Sie haben nicht nur besondere Fähigkeiten, wie z.B. geistige Beeinflussung, sondern sind auch körperlich stark. Das macht sie verdammt sexy ;-). Selbst das Quäntchen Überheblichkeit, das ihnen durch ihre Überlegenheit anhaftet, lässt sie attraktiv auf mich wirken.
Trotz ihres aristokratischen Auftretens haben sie etwas Animalisches an sich, weil sie durch die Gier nach Blut und Sex leicht ihre Beherrschung verlieren. Jeder hat eben seine Schwäche und diese sind gute Angriffspunkte für ihre Widersacher.
Haben Sie eine besondere Vorliebe für ein bestimmtes Setting? Und warum?
Sandra Henke:
Im Gegenteil! Ich halte mich gerne mal hier, mal dort auf, denn es gibt so wundervolle Orte auf dieser Welt, über die es sich lohnt zu schreiben. Leider kann ich sie nicht alle bereisen, wohl aber in meiner Fantasie – und schwups ist die Idee für einen neuen Roman geboren.
Nach welchen Kriterien suchen Sie die Namen für Ihre Protagonisten aus?
Sandra Henke:
Ich stelle mir zuerst vor, wie meine Figuren aussehen, welchen Charakter sie haben und aus welchem Land sie stammen, vielleicht sogar die ganze Familiengeschichte. Dann suche ich nach passenden Namen. Ist meine Protagonistin z.B. frech und quirlig, braucht sie einen kurzen und knackigen Namen. Lebt sie in einer Wohnung mit Blümchentapete und Schaukelstuhl ihrer verstorbenen Großmutter, erhält sie einen romantischen, vielleicht etwas altmodischen Vornamen.
Welche Bücher aus diesem Genre (Paranormal/Vampir) würden Sie den Lesern empfehlen?
Sandra Henke:
Ich finde die Sookie Stackhouse-Reihe von Charlaine Harris ganz witzig, da die Autorin eine herrlich quirlige Heldin erfunden hat, die es mit skurrilen Personen und Kreaturen zutun bekommt. Für mich leben die Romane allerdings weniger durch die Handlung als durch die außergewöhnlichen Charaktere.
An was arbeiten Sie momentan? Gibt es aktuelle Neuveröffentlichungen?
Sandra Henke:
Im April erscheint der dritte und letzte Teil der Condannato-Vampir-Trilogie im Plaisir d’Amour Verlag. „Rebellion des Blutes“ habe ich natürlich wieder gemeinsam mit meiner lieben Co-Autorin Kerstin Dirks ausgetüftelt und geschrieben. Es wird ein richtiges ‚fettes’ Buch, sowohl inhaltlich als auch vom Umfang mit 228 Din a 5 Seiten in kleiner Schrift. Ich finde, wir haben ein rundes Ende geschaffen, was mich gleichzeitig traurig stimmt, da die Trilogie nun abgeschlossen ist.
Im August folgt im Mira Taschenbuch im Cora Verlag der erotische Roman „Loge der Lust“, der weder ein Vampir- noch ein paranormaler Roman ist, sondern Krimi-Elemente enthält. Es handelt sich bei dem Buch um eine Erstveröffentlichung, nicht um eine Lizenz, wie bei dem Roman „Begierde des Blutes“, der am 12. März im Mira Taschenbuch im Cora Verlag erscheinen ist. Die Frage kam wohl schon einmal auf.
Momentan schreibe ich an einem weiteren Roman für den Plaisir d’Amour Verlag, der wieder etwas komplett Neues sein wird. Mehr möchte ich noch nicht verraten ;-) aber bald gibt es erste Informationen dazu auf www.SandraHenke.de