Vita Jean Johnson


Jean Johnson lebt mit ihrer Familie im Nordwesten der USA. Seit frühester Kindheit wollte sie neben jedem neuen Berufswunsch wie Wissenschaftlerin, Rockstar oder Astronautin immer auch Schriftstellerin werden. Inzwischen konzentriert Jean Johnson sich jedoch ganz auf das Schreiben, das sich als ihre unsterbliche Liebe erwiesen hat. (Quelle: Random House)

Frage und Antwort

Bitte erzählen Sie uns ein wenig über sich.

Ich lebe im Nordwesten der USA, nicht allzuweit entfernt von Seattle. Vor kurzem habe ich mir mein eigenes Haus gekauft, also arbeite ich hart, um es abzubezahlen. Das bedeutet, dass ich viele weitere Bücher schreibe. Mal sehen … Ich mag Katzen, singen, lesen, schöne Sonnenuntergänge, Grünzeug, Schokolade und Käse … Aber nicht alles gleichzeitig. Ich bin auch ein "Über" -PC-Junkie. Ich mag alles von Star Wars bis Star Trek, von Computerspielen zu Videospielen, von Manga zu Anime, von Mittelalter zu Steampunk.

Gar nicht zu sprechen von Recherchieren, neue Dinge lernen und alles zu erforschen, das mein Interesse weckt. Ich sehe mich selbst als ewigen Studenten und werde höchstwahrscheinlich noch selbst an meinem Todestag etwas Neues lernen (ich hoffe nur, dass diese beiden Dinge nicht miteinander in Verbindung stehen).


War es schon immer ihr Wunsch Autorin zu werden?

Ich habe festgestellt, dass ich Schreiben liebe, als ich ungefähr 8 Jahre alt war und das Ende einer Geschichte, die ich gerade gelesen hatte, umschrieb. Da das jetzt vor etwa 30 Jahren war, denke ich schon, dass das sehr nahe an „schon immer“ herankommt.

Was dann allerdings "Schriftsteller werden" angeht, das war nicht einfach. Ich bekam viele Ablehnungen, bevor ich schließlich in die Welt des Fanfic stolperte. Ich schrieb Fanfics nur zum Spaß und um zu Parodieren - nicht aus Profitgründen - und einige davon hat eine Herausgeberin gelesen, die auch zu dieser Fangemeinde gehörte. Sie bot mir die Möglichkeit ein Manuskript einzureichen und so bin ich dann veröffentlicht worden. Die meisten Autoren jedoch bekommen ihren Fuß immer noch in die Tür, indem sie einreichen und einreichen und einreichen. Ich muss zugeben, dass ich Glück hatte.


Bitte erzählen Sie uns, welche Fähigkeiten sie bewundern? Ihren schönsten Traum? Und ihren größten Wunsch?

Welche Fähigkeiten ich bewundere?
Ein Wortschmied zu sein und den perfekten Satz zu schmieden. Die Art, wie Katzen sich strecken können, so als ob sie es wirklich meinen. Singen können. Einem Freund auf die richtige Weise helfen können.

Mein schönster Traum?
Den lebe ich gerade! Ich meine, ganz ehrlich, ich werde dafür bezahlt, das zu tun, was ich am meisten in der Welt liebe und mache dabei auch noch Tausende von Menschen sehr glücklich oder unterhalte sie zumindest, während ich das tue. Das war mein Traum seit langer, langer Zeit.

Mein größter Wunsch?
Dass jemand den Völkern im Mittleren Osten endlich mal jemand Vernunft einhämmert … obwohl es dazu vermutlich eines 50-Meter hohen Racheengel mit Flügeln bedürfte, der von ihnen verlangt, endlich still zu sein, sich zu vertragen und fair zu spielen … und selbst dann würden sie vermutlich immer noch streiten. Na ja. Ich werde es mir trotzdem weiterhin wünschen.

    Vita Jean Johnson    


Woher bekommen Sie die Inspiration oder Ideen für ihre Bücher?

Unter anderem Träume, unterschiedliche Musik hören und viele "Was-wäre-wenn"-Fragen.


Beschreiben Sie doch bitten ihren Tagesablauf. Wann nehmen Sie sich z. B. Zeit zu schreiben und wann genießen sie ihre Freizeit.

Das Komische am professionellen Schreiben ist … dass ich kaum mehr Zeit für Lesen aus Vergnügen und andere Aktivitäten habe. Jetzt verbringe ich den Großteil meiner Zeit mit Recherchelesen. Aber nach jeder eingehaltenen Deadline nehme ich mir gewöhnlich ein paar Wochen Zeit, um mich bei einem guten Buch abzuschalten. Manchmal ist das sogar ein neues. Und ja, ich werde tatsächlich meine eigenen Bücher irgendwann lesen, auch mehrmals. Ich hätte schließlich nicht zugelassen, dass sie gedruckt werden, wenn ich nicht glauben würde, dass sie es wert sind, gelesen zu werden. Meine Hobbys, wenn ich dazu komme, schließt die Teilnahme an SCA-Treffen ein (www.sca.org), Mittelalter-Gesellschaft und ja, sie haben auch Gruppen in Deutschland), das Nähen mittelalterlicher Kleider und anderer Kostüme, Malen, Singen - das kann ich auch beim Schreiben tun - und andere musikalische Aktivitäten sowie das Lesen von Webcomics.

Meine tägliche Routine variiert, aber meist besteht sie aus Aufwachen, den Computer anschalten, sich anziehen, E-Mails erledigen und Frühstücken, dann sich an die Arbeit machen. Manchmal bedeutet das, den Bildschirm anstarren oder auf Post-Its zu kritzeln … viele, viele Post-Its … und manchmal heißt das, stundenlang ohne Pause auf der Tastatur zu klappern. Wenn ich genug gearbeitet habe, spiele ich Computerspiele, wie World of Warcraft, Dungeon Keeper, usw. Und Spider Solitair und Scrabble, Logik-orientierte Spiele und so was in der Art. Das mache ich, wenn ich eine kurze Pause vom Schreiben einlege. Da kann ich die kreative Seite meines Hirns entspannen und die logische Seite trainieren. Es ist mir wichtig, mental fit zu sein. Ich sollte wirklich mehr dafür tun, um auch physisch fit zu sein.


Sie schreiben eine Mischung aus Romance und Fantasy. Warum haben Sie dieses Genre gewählt und was mögen Sie daran am meisten? Und was ist die wichtigste Zutat eines "Romantasy"?


Ich bin mit Büchern aus vielen verschiedenen Genres aufgewachsen, aber meine drei Favoriten waren im Endeffekt Sci-Fi, Fantasy und Liebesromane. Die ersten beiden sprechen meine Phantasie an. Viele "Was-wäre-wenn"-Fragen und Situationen, die man erforschen kann. Letzteres … tja, ich bin eine Frau und Liebesromane sprechen diese Seite meiner Natur an. Ich kombinieren Liebesgeschichten gerne mit Science Fiction oder Fantasy, da - auch wenn ich sehr gerne zwischendurch einen guten zeitgenössischen Liebesroman lese … ich nicht sehr gut darin bin, einen zu schreiben. Zu viele "Was-wäre-wenn"s in meinem Kopf, nehme ich an. Außerdem mag ich Happy Ends, daher also das Liebesroman - Genre.

Was die Hauptzutaten eines Fantasy-Liebesromans betrifft - Nun, die Liebesgeschichte muss der Schlüssel der Story sein: zwei Leute verlieben sich ineinander und müssen sich dabei durch Einiges durchkämpfen. Der Fantasy-Aspekt besteht in dem Setting, der restlichen Handlung, und den Charakteren selbst. Ist es die Erde, die mit Menschen und Feen bevölkert ist? Ist es eine andere Welt, in der sich Zauberer und Drachen ständig bekriegen? Ist es eine böse Zauberin, die die Zuneigung des gutaussehenden Prinzen durch einen schäbigen Zauberspruch gewinnen will und die schöne, beherzte Bauerstochter macht sich zu seiner Rettung auf? Hmmm, … Ich glaube, mich hat gerade ein Handlungs-Häschen gebissen …

Wohlgemerkt, ich bin ein bisschen eigensinnig, was Fantasy-Romance angeht. Für mich sollte die Fantasy mehr Teil der Geschichte sein und nicht nur ein Hintergrundsetting. Wenn die Charaktere nicht mit fantastischen Elementen als einen Bestandteil ihrer Kämpfe zurechtkommen müssen … warum dann überhaupt einen Fantasy-Roman schreiben? Warum bettet man die Geschichte nicht einfach in ein normales, zeitgenössisches Setting? Das gleiche gilt für Science-Fiction Liebesromane und Western-Liebesromane und … Wenn man zwei Genres miteinander vermischt muss man meiner Meinung nach sein Bestes geben, damit sie zusammen funktionieren und glaubhaft sind. Ich habe zu viele Fantasy-Liebesromane und Sci-Fi-Liebesromane gelesen, in denen die Fantasy- oder Science-Fiction-Elemente bestenfalls … skizzenhaft? nicht gut ausgearbeitet? unglaubwürdig? waren. Dasselbe gilt natürlich auch für den Teil mit der Liebesgeschichte. Dieser Teil sollte ebenfalls gut geschrieben und glaubwürdig sein.

    Vita Jean Johnson    


Was entwickeln Sie für einen Roman zuerst, die Figuren oder die Geschichte?

Das ist unterschiedlich. Manchmal erinnere ich mich an Bruchstücke eines Szenarios aus einem Traum und stelle mir dann Fragen, wer diese Person ist, warum sie das tun und wie sie in diese Situation gelangt sind. Manchmal stelle ich mir einfach willkürliche "Was-wäre-wenn"-Fragen und kritzle Ideenschnipsel auf Post-It-Zettel. Viele, viele Post-Its. Es gibt Zeiten, da sieht mein Schreibtisch deswegen aus wie ein verrücktes, mutiertes Gänseblümchen. Und ich habe viele Storyideen in meinem Kopf. Dazu kommt, dass aus diesen wiederum neue Ideen entstehen. Tatsächlich weiß ich seit langer Zeit, dass die Wahrscheinlichkeit, dass mir vor meinem Tod die Ideen ausgehen, sehr unwahrscheinlich ist. Vielleicht sind es nicht immer gute Story-Ideen, aber jedenfalls habe ich genug!


Sie haben eine interessante Idee für Ihre "Söhne der Insel"-Serie gewählt. Können Sie uns ein wenig darüber erzählen, z.B. wie Sie auf die Idee kamen?

Bei "Die Söhne der Insel (aka The Sword)" und dem Rest der Reihe habe ich eine "Was-wäre-wenn"-Frage gestellt. Was wäre, wenn eine Frau aus unserer Welt in einer Welt voller Magie landen würde und einen Haufen blendend aussehender Männer treffen würde? (Kommt schon, gebt es zu, ihr würdet Euch das auch fragen … besonders den Teil mit den blenden aussehenden Männern!). Dies inspirierte mich zu der Idee mit einer Prophezeiung, die diese Kerle zu einem Leben im Exil auf einer Insel verdammte. Ich schrieb die Prophezeiung in Versform und voilà, kannte ich auf einmal jeden einzelnen der acht Brüder, ihre jeweilige Persönlichkeit und in etwa, was in ihrer eigenen Geschichte passieren würde. Sie hatten Ziele, Identitäten und Persönlichkeiten. Das bedeutete, sieben weitere Frauen mit ihren eigenen Persönlichkeiten und Identitäten Zielen zusammenzukratzen. Ich hatte einige Probleme, die Identität der siebten zukünftigen Braut vollkommen zu verstehen, bis sie schließlich auftauchte, als ich mit Buch 6 fast fertig war … aber die ganze Reihe war mehr oder weniger von Anfang an in meinem Kopf, als ich mir die Original-"Was-wäre-wenn"-Frage ausdachte.


Und wie unterscheidet sich dazu das Schreiben einer Serie? Wie fängt man an eine Serie wie die "Söhne der Insel" an? Gibt es ein Gesamtkonzept für die ganze Serie oder vielleicht nur für die einzelnen Romane? Was muss ein Autor beachten und welche Fehler sollte man vermeiden?

Wenn man eine Serie wie die SoD-Bücher anfängt … wenn man anfängt, sie zu planen, muss man wirklich unbedingt einen Anfang, eine Mitte und ein Ende des umspannenden Story-Bogens haben, egal wie viele Bücher dies umfasst. Egal wie sehr wir eine bestimmte Buchserie lieben, wenn der Autor kein Endziel im Kopf hat, dann kann sich die Geschichte und die Charaktere und einfach alles hinziehen, bis es schließlich ausgelaugt ist, zu dünn, und dann sucht der Autor irgendetwas, egal was, worüber er schreiben kann … und das ist der Punkt, an dem die Geschichten einfach nur noch schal sind und die Leser das Interesse verlieren. Es gibt da einen Ausdruck in der Unterhaltungsindustrie: "jumping the Shark" (über den Hai springen); das bezieht sich auf die Fernsehserie "Happy Days", in der der Charakter Fonzie auf einem Motorrad über einen Tank voller Haie springt. Die meisten Fans dieser Serie sind sich darin einig, dass dies der Punkt war, an dem die Serie einfach zu blöd, zu weit hergeholt wurde, sich einfach nur noch an den letzten Strohhalm klammerte. Es hat sich zu lange hingezogen ohne ein bestimmtes Ziel / Ende in Sicht. Mein Rat ist also, wenn sich jemand eine Buchserie ausdenkt, sollte er bereits am Anfang einen Endpunkt im Kopf haben, um diesen bestimmten übergreifenden Handlungsbogen zu einem Abschluss zu bringen. Man kann immer noch ein wenig in diesem Universum mit anderen Geschichten herumspielen, aber man braucht für jede einen Anfangspunkt und ein Endziel. Prügel die Kuh nicht zu Tode, und schlag dann weiter auf sie ein in der Erwartung, dass sie noch Milch gibt. Das wird sie nicht. Geh und suche eine Ziege zum Melken oder trink Saft stattdessen (Ich persönlich empfehle nicht das Schlagen von Tieren, punktum. Sie sind schlechte Verlierer, genau wie Du und ich).

    Vita Jean Johnson    


Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen Elemente eines interessanten männlichen und weiblichen Charakters?

Boah, Junge, das ist eine schwierige Frage … Ganz allgemein … die Charaktere müssen glaubhaft sein. Sie müssen ihrer Natur angemessen reagieren. Sie müssen Ziele haben und kämpfen, um diese zu verwirklichen. Sie sollten nicht perfekt sein. Sie sollten gelegentlich versagen, manchmal das Falsche sagen und sollten nicht alles einfach und natürlich finden. Sie sollten menschlich genug sein – auch wenn sie, sagen wir, sprechende, zaubernde Drachen sind, so dass sich der Leser mit ihnen identifizieren kann und mit ihnen mitfühlen kann, wenn sie durch ihre Kämpfe gehen. Sie müssen auch wachsen und lernen. Veränderung ist Teil des Lebens. Und sie sollten auch etwas sein, dem wir nacheifern können, trotz unserer gemeinsamen Fehler. Wenn man zugeben kann, dass man bei etwas falsch lag, zeigt beispielsweise Charakterstärke.

Die Persönlichkeitsmacken sollten mit Vorsicht behandelt werden, aber ein oder zwei sollte es geben. Wir erinnern uns an Tiny Tim aus "A Christmas Carol", weil er trotz seiner verschiedenen gesundheitlichen Probleme immer optimistisch und lebhaft war. Er wollte anderen Leuten helfen, auch wenn er sich nicht selbst helfen konnte. Wir erinnern uns an Scrooge als unglaublich geizig, so geizig, dass das Ausmaß seiner Furcht, wenn er sein Heim betritt, dadurch gezeigt wird, wie er jede Gaslampe in jedem Zimmer anzündet, immer eine auf einmal, um zu zeigen, dass sein Haus leer ist. Er wirft sogar am Weihnachtstag seine Mieter raus, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, einfach weil er Leute in seinen Häusern haben will, die zahlen können und ihm so ein größeres Einkommen bescheren … das er nie ausgibt. Diese Macke und der Wendepunkt für den Wachstum des Charakters ist wirklich glänzend gemacht, wenn wir ihn später großzügig mit seinem Geld umgehen sehen.


Ich liebe Ihre Heldinnen! Und es scheint so, als würden Sie nicht davor scheuen sehr individuelle Heldinnen zu sein, die nicht immer so ganz Perfekt und so unglaubliche Schönheiten sind. Ist das richtig?

Das ist richtig. Ich war ein wenig eingeschränkt mit den männlichen Charakteren, die alle Brüder waren, so dass sie alle ein ähnliches Erscheinungsbild und einen ähnlichen Körperbau haben. Unterschiedliche Haarfarben, aber alle glattes Haar. Muskulöse Körper, auch wenn einige muskulöser sind als andere. Da die Damen meist nicht miteinander verwandt sind, konnte ich mehr mit ihren Typen spielen. Eine ist klein und füllig, aber hält sich mit verschiedenen Aktivitäten fit, eine andere ist groß und dünn und würde lieber auf Wandtafeln starren als spazierenzugehen. Eine ist kurvig, eine andere schmal. Eine hat langes helles Haar, eine andere flaumiges, lockiges Haar … und zwei fingen zwar als eineiige Zwillinge an, aber eine sehnt sich danach, anders zu sein und zwar so sehr, dass sie anders wurde, ohne es zu bemerken.

… Im Besonderen, da nie zwei Charaktere identisch sind, wollte ich zeigen, dass Frauen in allen Formen und Größen Liebe finden können. Es ist aber nicht nur die Frauen. Eine meiner kleinen Plot-Häschen-Ideen für eine Geschichte ist, über eine große Frau und einen kleinen Mann zu schreiben. Zu oft werden Helden als groß beschrieben. Kleine Männer verdienen auch Liebe, genau wie kleine Frauen. (Um es einmal klarzustellen, ich versuche mich so weit wie möglich aus meinen Charakteren herauszuhalten. Einige ihrer Macken teile ich, aber der einzige Charakter, der mir "am meisten" ähnelt, wäre wohl Serina, der zerstreute-Professor-Typ … aber nur in Bezug auf ihren Charakter. Nicht äußerlich. Ich bin nicht soooo groß und dünn. Nicht klein, aber auch nicht groß.)


Auf ihre Homepage führen sie die einzelnen Charaktere ihrer "Sons of Destiny"-Serie in recht genauer Beschreibung auf - was ich wirklich toll finden!
Wenn sie eine ihrer Romanfiguren treffen könnten, wen würden sie wählen?


Aus den Sons-of-Destiny-Büchern? Morganen. Ich würde ihn darum bitten, den perfekten Partner für mich zu finden. Zum Teufel noch mal, der würde das wahrscheinlich sogar machen! Aus meinen anderen Büchern? Wahrscheinlich Jack, ein Charakter aus einer meiner Science-Fiction Universen. Aber ich fange gerade erst an, die einleitenden Geschichten zu schreiben, die zu ihrer eigenen Geschichte führen, also kann es durchaus noch einige Jahre dauern, bevor irgendjemand etwas über sie herausfindet. Hahahahahaha.


Bitte vervollständigen Sie den Satz: "Ein Buch ohne "Happy End" ist ....."


Zwei Antworten:

1. Traurig … aber manchmal notwendig.

Damit das klar ist, ich ziehe auf jeden Fall Happy Ends vor. Wenn ich zum Vergnügen lese, möchte ich wissen, dass ich mich am Ende des Buchs gut fühle. Aber … manchmal braucht man einfach eine Geschichte, die ins Herz greift und es aus der Brust zieht und es einem zeigt, wie es in der Hand des Angreifers schlägt, … um einem zu zeigen, dass man ein Herz hat und dass es schlägt und dass es Schmerz empfindet. Manchmal muss man einfach mal richtig schön heulen. Und manchmal … manchmal können diese Geschichten einen dazu inspirieren, größere Dinge in seinem Leben zu machen, als man sonst für möglich gehalten hätte.

2. Unvollständig

Das ist meine gewöhnliche Antwort, da ich wirklich meist Happy Ends bevorzuge. Liebesromane haben fast unausweichlich ein Happy End, was bedeutet, dass wenn eine Geschichte noch keines hat und ich der Autor bin, ich daran noch feile. Tatsächlich habe ich den Grundsatz Liebesroman = Happy End. Eine dunklere Geschichte ist bis zu einem gewissen Grad in Ordnung, aber wenn es zu lächerlich wird, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass ich meinen Charakteren eins über den Kopf ziehe, die Teile lösche, wo die Geschichte angefangen hat, den Bach runterzugehen und alles umschreibe, so dass es besser ist. Wenn es reine Fantasy oder reine Science-Fiction ist … dann bevorzuge ich immer noch ein Happy End, aber es ist nicht automatisch Teil der Gleichung. Es ist kein Teil der Definition der beiden Genres, anders als beim Liebesroman. In dieser Hinsicht kann ich so viel mehr mit Nicht-Liebesgeschichten machen und ich könnte Antwort Nummer 1 zum Einsatz kommen, wenn ich mir eine Geschichte ausdenken kann, die dafür stark genug ist. Aber … nicht bei Liebesromanen. Liebesroman = Happy End. Das ist meine Formel und bei der bleibe ich.

Danke Euch allen, dass Ihr meine Bücher lest! Danke! (letzteres auf Deutsch)
Jean

Question and Answer

Please tell us a little bit about you.

I live in the Pacific Northwest, not too far from Seattle. I recently bought my own home, too, so I'm working hard to make payments on that. Which means writing lots more books. Let's see...I like cats, singing, reading, beautiful sunsets, green growing things, chocolate, and cheese...but not all at once. I am also an ueber-geek. I like everything from Star Wars to Star Trek, computer games to video games, manga to anime, medieval to steampunk. Not to mention, I love doing research, learning new things, and exploring anything that catches my interest. I like to refer to myself as a terminal student, and will probably still be learning something new on the day I die. (Hopefully, the two won't be connected in any way.)


How do you became an author and was writing you always wanted to do?

I discovered I loved writing when I was about 8 and rewrote the ending of a story I had just read. Since that was about 30 years ago, I guess that qualifies as close enough to "always." As for becoming an author, it wasn't easy. I went through a lot of rejection slips before stumbling onto the world of fanfic. So I wrote some fanfic just for fun and parody--not for profit--and some of it was read by a professional editor who liked that particular fandom as well. She offered me the chance to submit, and that's how I got published. Most authors still get in through the front door of submit, submit, submit, though. I'll admit I was lucky.


Please tell us what skills do you adore? And your most wonderful dream? And your greatest wish?

What skills do I adore? Being a word-smith and crafting the perfect phrase. The way cats can stretch like they really, really mean it. Singing. Helping out a friend in just the right way. My most wonderful dream? Currently living it! I mean, honestly, I get paid to do what I love doing most in the world,and I get to make thousands of people very happy, or at least entertained, while doing so. That's been my dream for a very, very long time. My greatest wish? That somebody knocks the peoples of the Middle East upside the head with a clue-by-four...though it would probably take a flaming, winged, 50-meter-tall angel demanding they shut up, get along, and play nice...and even then, they'd probably still argue. Ah, well. I'll still keep on wishing it, though.


Where do you get inspiration or ideas for writing your novels?

Dreams, listening to different kinds of music, and lots of what-if questions, among other things.


Please tell us something about your daily routine. When do you take time for wirting, everyday life or hobbies?


The funny thing I discovered about writing professionally...is that my time for leisure reading and other activities has been drastically reduced. Now I spend most of my time research reading. But after each deadline is met, I usually take a couple weeks to kick back with a good book. Sometimes it's even a new one. And yes, I will actually read, and even re-read, my own books. I wouldn't have let them get printed if I didn't think they were worth reading, after all. My hobbies, when I get around to them, include attending the SCA (www.sca.org, medieval society, yes they have groups in Germany), sewing medieval clothes and other costumes, painting, singing--I can actually do this one while I write--and other musical things, and read webcomics.

My daily routine varies, but mostly it involves waking up, turning on the computer, getting dressed, handling emails and having breakfast, then settling in to work. Sometimes that means staring at the screen, or scribbling on sticky notes...lots and lots of sticky notes...and sometimes that means rattling the keys for hours on end. When I've worked enough, I play computer games, like World of Warcraft, Dungeon Keeper, and so forth. And a lot of Spider Solitaire and Scrabble, logic-oriented games and the like. I'll do that when taking a mini-break from writing. It lets me relax the creative side of my brain and exercises the logic side. I like being mentally fit. I really should do more about being physically fit, too.

Vita Jean Johnson Vita Jean Johnson Vita Jean Johnson Vita Jean Johnson


You wirte a mix out of romance and fantasy. Why do you chose the genre and what do you like most about writing it? And what are the main ingredients of a romantic fantasy novel?


I grew up reading a wide variety of things, but my three favorites ended up being science-fiction, fantasy, and romance. The first two genres really appeal to my imagination. Lots of what-if questions and situations to explore. The latter...well, I am female and romance appeals to that side of my nature. I like combining romance with either science-fiction or fantasy because, while I enjoy a good contemporary romance every once in a while...I'm not so good at writing them. Too many what-ifs in my head, I guess... I also like happy endings, hence the romance genre.

As for the main ingredients of a fantasy romance? Well, romance has to be key to the story. Two people falling in love, and the struggles they go through while doing so. The fantasy aspect rests in the setting, the rest of the plot, and the characters themselves. Is it an Earth populated with humans and faeries? Is it some other world where dragons and wizards constantly fight? Is it some evil enchantress wanting to capture the handsome prince's affections with a sordid spell, and the beautiful, plucky young farmer's daughter sets out to rescue him from her? Hmm...I think a plot-bunny just bit...

Mind you, I'm a little bit opinionated when it comes to fantasy-romance. To me, the fantasy should be more a part of the story than just background setting. If the characters aren't having to deal with the fantastical elements as part and parcel of their struggles...why write it as a fantasy novel? Why not put it into a normal, contemporary setting? The same goes for science fiction romances, and western romances, and... If you're going to blend two genres, my opinion is, do your best to make them work together, and make them believable. I've read too many fantasy-romances and scifi-romances where the fantasy or science fiction elements were...sketchy at best? Not well done? Not believable? It's a disappointment to the reader. Naturally this applies to the romance side as well. That part should also be well-written and believable.


With what do you come up first for a new book? Basic idea or Figures or Plot….

It varies. Sometimes I'll get a snippet of a scenario from a dream, and ask questions about who that person is, why are they doing that, how did they get into that situation... Other times I'll ask myself random what-if questions, and jot down snippets of ideas on sticky notes. Lots and lots of sticky notes. At times, my desk looks like a demented, mutant daisy from them. And I keep a lot of story ideas in my head. Plus, they breed new ideas. In fact, I have known for a long time that the probability of my ever running out of story ideas before I die is highly unlikely. They may not always be good story ideas, but I have plenty of them!


You chose a very interesting idea for your "Sons of Destiny"-series. Can you tell us a little bit how you hit on this idea?

With DIE SÖHNE DER INSEL (aka THE SWORD) and the rest of that series, I posed a what-if question: What if a woman from our world wound up in a world full of magic, and met a bunch of hunky guys? (C'mon, admit it; you'd wonder, too...especially about the hunky guys!) From there, I got an idea for a prophecy cursing these guys to life in exile on an island. I wrote out the prophecy-verse, and voila, I suddenly knew every single one of the eight brothers, their personalitities, and something about what would happen in their own stories. They had purposes, identities, and personalities. Which meant scraping up seven more women with personalities and identities and goals of their own so they could have their destined wives. I had some trouble with fully grasping the identity of the seventh bride-to-be, until she showed up at the end of writing book 6...but the whole series was more or less strongly in mind from the very beginning, back when I first conceived the original what-if question.


How to start a series like "Sons of Destiny"? Is there a main concept for the whole series or maybe only for individual book? What must an author consider and what mistakes one should avoid?


Starting a series like the SoD books...when you start planning it, you really, really have to have a beginning, a middle, and an end to the overall story arc, however many books it encompasses. As much as we love certain series of books, if the author doesn't have an end-goal in mind...they can stretch out the story and the characters and everything until it's stretched too far, too thin, and they're searching for something, anything to write about...and that's when the stories get stale and the readers lose interest. There's a phrase in the entertainment industry, "jumping the shark," and it refers to the television series HAPPY DAYS, wherein the character Fonzie jumps his motorcycle over a tank with sharks in it. Most fans of the show agree that this was the point where the show simply became too silly, too stretched, too grasping-at-straws. It had gone on too long with no defined end in sight. So my advice is, if you imagine a book series, have an end-point in mind at the beginning, to bring that particular overall story-arc to a conclusion. You can still play around in that universe with other stories, but have a starting point and an end-goal for each one. Don't beat the cow until it dies, and then continue beating it, expecting it to give more milk. It won't. Move on and find a goat to milk, or drink juice or something. (...Personally, I don't advocate beating animals, period. They're sore losers, just like you and I.)

Vita Jean Johnson Vita Jean Johnson Vita Jean Johnson Vita Jean Johnson


What are in your opinion the essential elements of an interesting male and female character?


Hoo, boy, tough question... In general terms...the characters need to be believable. They need to react appropriately according to their natures. They need to have goals, and struggle to meet them. They shouldn't be perfect. They should fail on occasion, say the wrong thing from time to time, and shouldn't find everything easy and natural. They should be human enough--even if they're, oh, talking, spell-casting dragons, that the reader can identify with them, and sympathize with them as they go through their struggles. They also need to grow and learn. Change is part of life. And they should be something we aspire to be, too, in spite of our mutual flaws. Admitting you've been wrong about something shows strength of character, for example.

Personality quirks should be treated carefully, but one or two should exist. We remember Tiny Tim from A CHRISTMAS CAROL because he was always upbeat and chipper in spite of his various health problems. He wanted to help other people, even if he couldn't help himself. We remember Scrooge as being incredibly cheap, so cheap that the level of his fright upon entering his home is shown in how he lights each gas lamp in each room, one at a time, to prove his house is empty. He'll even evict tenants on Christmas Day without a second thought, just because he wants to put people who can pay into the homes he owns, earning him more income...which he never spends. This quirk and turning point for character growth really shines when we later see him being generous with his money.


I love you heroines! And it seems that you don’t be afraid to let your heroines be very individually characters, who not always be perfect and incredible beautiful. Is this right?

That's right. I was sort of constrained by the boys all being brothers, so they all had similar features and builds. Different hair colors, but it's all straight hair. Muscular bodies, though some are more so than others. Since the ladies weren't related to each other, for the most part, I could play more with body-types. One is short and plump but keeps herself fit with activity, another is tall and skinny and would rather stare at chalkboards than go for a walk. One is curvaceous, another is slender. One has long pale hair, another has fluffy curly hair...and one set started out as identical twins, but one of them longs to be different, strongly enough that she became different without realizing it.

...In particular, just as no two characters are cookie-cutter alike, I wanted to show that women of all shapes and sizes could find love. It's not just women, though. One of my plot-bunny ideas for a future story is to write one about a tall woman and a short man. All too often, heroes are described as tall. Short men deserve love, too, just like short women do. (For the record, I try to keep myself out of most of my characters. Some quirks I end up sharing, but the only character who is "most like" me would probably be Serina, the absentminded-professor type...but only in her focus. Not physically. I am sooo not tall and skinny. Not short, but not tall, either.)


On your interesting homepage your readers have the chance to learn more about each and every hero of the "Sons of Destiny"-series - that's really great! If you could meet one of your novel characters who would you choose?

From the Sons of Destiny books? Morganen. I'd ask him to search for the perfect mate for myself. Heck, he might even do it! From any of my other stories? ...Probably Jack, a character from one of my science-fiction universes. But I'm only just starting to write the preliminary stories leading up to her own tale right now, so it may very well be several years before anyone gets to find out about her. Muahahahah.


Please complete the sentence: "A book without a "Happy End" is …..”

Two answers:

1. Sad...but sometimes necessary.

Mind you, I much prefer Happy Endings. When I read for pleasure, I like knowing I'll feel good by the end of the book. But...sometimes you just need to have a story reach into your heart and tear it from your chest, and show it to you, still beating on your assailant's palm...to show that you do have a heart, that it does beat, and it does feel pain. Sometimes you just need a really good cry. And sometimes...sometimes those stories can inspire you to do greater things in your own life than you would otherwise have thought possible.

2. Unfinished.

This is the more common answer, since I really do prefer Happy Endings most of the time. Romances almost invariably have happy ends, so if it doesn't have one yet, and I'm the author, I'm probably still working on it. In fact, I have a policy of Romance = Happy Ending. Angst is fine up to a point, but if it gets to be ridiculous, I'm more likely to whap my characters upside the head, delete the parts where it started going downhill without any brakes, and rewrite everything so that it's better. If it's straight fantasy or straight science-fiction...I still prefer Happy Endings, but it isn't an automatic part of the equation. It isn't a part of the definition for either of those genres, unlike a romance story. In that regard, I can do so much more with non-romance stories, and I could have answer #1 crop up, if I can come up with a powerful enough story. But...not in romance. Romance = Happy Ending. That's my formula, and I'm sticking with it.


Thank you all for reading my books. Danke! ~Jean

Quellennachweis

Photo: Quelle Berkley © Jean Johnson

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