Vita Renate Pitz

Frage und Antwort

(Text: AS)

- Frau Pitz bitte stellen Sie sich unseren Besuchern doch bitte kurz vor?

Mein Name ist Renate Pitz. Ich bin Jahrgang 1967 und verheiratet mit Jörg Pitz. Wir haben zwei 2 Jungs (8 Jahre und 11 Jahre alt)und leben mit meinen Eltern zusammen auf unserem über 100 Jahre alten Bauernhof.

- Woher kam die Idee ein Buch über einen Jungbauern zu schreiben?

Ich bin sozusagen in bäuerliche Strukturen eingeboren worden und auch darin aufgewachsen. Von daher ist mir die Materie bestens vertraut.

- Das Leben auf dem Lande hat seinen Sonnenseiten, ist aber sehr anstrengend und arbeitsintensiv. Ist es Ihnen wichtig diesen Blickwinkel zu vermitteln?

Das ist mir sehr wichtig, denn in Kinderbüchern angefangen, geht?s schon los, dass das Landleben verklärt-idyllisch daherkommt und der Bauer vom freilaufenden Huhn bis zum Pony hinterm Haus alle möglichen Haustierarten herumlaufen hat - was so einfach nicht stimmt. Allerdings möchte ich mit meinen Romanen in erster Linie unterhalten und da darf der Spaß nicht zu kurz kommen, der Spaß am Überzeichnen der Realität.

- Ganz besonders sympathisch fand ich die Figur des Lehrlings und Kuhverstehers Frederik. Da ich im Besonderen und Liebesromanleser im Allgemeinen Fans von Serien sind, meine Frage: Würde Frederik sich nicht ebenfalls wunderbar als Hauptfigur in einer Geschichte machen?

Warum nicht - aber ich habe in dieser Richtung nichts geplant.

- Die Eltern Kuhn, des Hauptprotagonisten Karsten, kam mir wie aus dem wirklichen Leben geschnitten vor. Wo haben Sie sich Inspiration für Ihre Figuren, aus 'Die Partykuh', geholt?

Aus dem "richtigen" Leben auf dem Land, aus dem Alltag also.

- Heimliche Haupt'figuren', oder besser Haupt'tiere', des Buches waren aber für mich Britney, Kylie und Elsa. Aber wie kommen 'Stars und Sternchen' in den Kuhstall und was macht eine 'Elsa' unter all' den Prominenten?

Die Kuh Elsa musste da einfach rein. Ohne die ging es nicht. Es gab da in den Achtzigern mal einen Sketch mit Dieter Hallervorden im Fernsehen, der handelte von der "Kuh Elsa". Den habe ich anscheinend ziemlich verinnerlicht ... Außerdem ist die "Elsa" im Buch ja in einem reifen, gesetzten Kuhalter. Da kann sie auch nicht Britney oder Kylie heißen.

- Ich liebe Ihren Humor und habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Scheinbar von leichter Hand geschrieben, heißt es doch immer ganz besonders, dass in humorigen Szenen viel Arbeit drin steckt. Wie schreibt sich Humoriges nach ihrer Meinung?

Das kommt ganz von selbst. Ich liebe witzige, spritzige Dialoge und habe eher Probleme mit langen, epischen Erzählabschnitten.

- Ich hatte zwar schon von dem Jungbäuerinnen Kalender gehört, aber es war mir bisher nicht bekannt, dass auch ein Jungbauernkalender veröffentlich wird. Natürlich habe ich gleich begeistert, im Internet, nach dem Jungbauernkalender geforscht. Sie haben diese Idee in ihrem Buch aufgegriffen; Was begeistert Sie an dieser Aktion?

Ich fand die Idee klasse, zeigt sie doch, dass Jungbäuerinnen/Jungbauern viel mehr zu bieten haben als Hektar und Traktoren. Das sind die "jungen Wilden" und die trauen sich was - toll!

- Was können die Leser an kommenden Veröffentlichungen erwarten und an was arbeiten Sie zurzeit?

Voraussichtlich im Herbst erscheint ein weiterer Landroman von mir. Zusätzlich zur Liebesgeschichte sind noch Krimi- und Science-Fiction-Elemente mit drin. Es geht wieder um einen Jungbauern, der sich nicht nur mit seinem Singledasein herumschlägt, sondern auch noch mit "Ackerleichen" auf seinen Feldern und "Killertomaten" im Garten.

- Welches Buch lesen Sie selbst zurzeit mit Begeisterung?

Das Buch "Resturlaub" von Tommy Jaud fand ich genial - Gegenwartsliteratur zum Ablachen - köstlich.


Ich möchte mich herzlich bei Renate Pitz für das interview bedanken.

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