Vita Roxanne St.Claire
Aufgewachsen in Pittsburg, als Jüngste unter 5 Geschwistern, wurde Roxanne St.Claire von klein auf „Rocki“ genannt.
Mit 12 las Rocki Margaret Mitchells „Vom Winde verweht“ und verliebte sich in Geschichten und Wörter. Und als ihre Eltern ihr im selben Jahr eine Schreibmaschine zum Geburtstag schenkten, verließen Rockis Finger nie wieder die Tastatur und sie schrieb zum eigenen Vergnügen eine Geschichte nach der anderen.
Von ihrem Englischlehrer bekam sie 2 wichtige Dinge mit auf den Weg: 1.) Verben sind der Schlüssel zum Leben und 2.) ein Autor sollte sich einen echten Job suchen.
Als sie ihrem Abschluss an der UCLA in Kommunikation gemacht hatte, versuchte sie sich in der Schauspielerei und beim Fernsehen. Dass das keine wirkliche Lösung für Punkt 2.) war musst sie dann auf die harte Tour lernen.
Da sie zwar großen Spaß am Arbeiten mit der Kamera hatte, aber auf den Rummel Drumherum nicht besonders scharf war, zog sie nach Boston um und kletterte die Karriereleiter in einer Publicrelations-Firma empor.
Auch nach ihrer Hochzeit und Mutterschaft arbeitete sie weiterhin im Bereich Publicrelations, doch mittlerweile war die Familie nach Miami gezogen. Und während der ganzen Zeit schrieb sie weiterhin „just for fun“ ihre Geschichten nieder.
Eines Nachts, Roxanne hatte gerade begeistert „Bleib nicht zum Frühstück“ von Susan Elizabeth Phillips fertig gelesen, beschloss sie ebenfalls Leser glücklich machen zu wollen, so glücklich wie sie selber nach ihrer Lektüre von SEPs Buch war.
Mit ihrem ersten Manuskript konnte sie zwar nur das Interesse eines Agenten wecken, bekam jedoch von ihm den Rat ein Weiteres zu schreiben. Diese wurde von Simon & Schuster’s Pocket Books gekauft und 2003 unter dem Titel „Tropical Getaway“ veröffentlicht.
Seitdem hat die Autorin mehr als 30 weitere Bücher geschrieben, viele Auszeichnungen und Preise verliehen bekommen und kann heute behaupten: Schreiben ist mein echter Job!
Ach und übrigens: Ja, Verben sind der Schlüssel zum Leben. Und Rockis liebste sind: Lieben. Arbeiten. Spielen.
Frage und Antwort
Was hat in Ihnen den Wunsch geweckt, Geschichten zu erzählen und aufzuschreiben?
Wie viele andere Leser auch, lese ich schon mein Leben lang. Als ich noch sehr jung war, schenkten mir meine Eltern eine Schreibmaschine, und so begann ich damit Geschichten für meine Freunde zu schreiben. Egal was ich schrieb, sie wollte immer gleich ein nächstes Kapitel und so hat mich der Floh gebissen. Ich machte zwar zunächst Karriere im Marketing und in der Werbung, doch nachdem mein zweites Kind geboren war, beschloss ich es zu versuchen und meinen Traum, ein Autor zu werden, umzusetzen. Ich wählte das Genre Liebesroman, da ich Happy Ends einfach liebe!
Was ist das Schönste am Schreiben? Was das Schlimmste?
Das Beste daran, ist ein Buch zu beenden! Ich liebe den Tag, wenn ich das Wörtchen „Ende“ schreiben kann und all die harte Arbeit getan ist. Das Schlimmste daran ist der Tag, an dem ich ein neues Buch beginne und „Kapitel Eins“ darüber setze. Ich weiß dann, dass ich eine regelrechte Berg und Talfahrt mit vielen Herausforderungen, Frustration und schlaflosen Nächten vor mir habe. Ein Roman zu schreiben ist nicht leicht, aber ihn zu beenden, ist toll.
Sie schreiben Liebesromane. Warum habe Sie sich für diese Genre entschieden?
Weil es genau das ist, was ich seit „The Flame and the Flower“, lese, und damit bereits begann als ich noch ein Teenager war. (Anmerkung Happy End Bücher: Damit ist Kathleen E. Woodiwiss Historical „Wohin der Sturm uns trägt“ gemeint)
Ich tendierte immer zu Büchern, in denen ein romantisches Verhältnis ein Schlüsselelement der Geschichte ist, selbst wenn das Buch ein Geheimnis oder die Wiedergabe eines historisches Ereignisses beinhaltet. Es war also völlig selbstverständlich für mich, Liebesromane zu schreiben, da sie auch schon zuvor meine Lieblingslektüre darstellte.
Haben Sie ein Lieblings-Liebesroman? Ein Buch das Sie nicht aus der Hand legen konnten?
Es gibt ein paar Keeper bei mir- Bücher, die etwas Besonderes für mich sind, so dass ich sie niemals weggeben könnte. Ich liebe alles von Linda Howard, besonders Mr. Perfect und „All The Queens Men“ (Anmerkung Happy End Bücher: bei uns als Gefährliche Begegnung erschienen) Ebenfalls mag ich sehr gerne Romane von Kresley Cole, Sandra Brown und Jennifer Crusie. Sehr unterschiedlich schreibende Autoren, aber alle spektakuläre Geschichtenerzähler.
Was ist die wichtigste Zutat eines Romantic Suspense?
Ich mag ein Buch, in dem Romantik und Spannung so stark miteinander verwoben sind, dass man das eine nicht ohne das andere haben kann. Es ist keine Liebesgeschichte wenn sich währenddessen zur gleichen Zeit ein Mord abspielt- ein echter Romantic Suspense, ist für mich, wenn bei gleich beiden Hauptcharakteren Leben und Herzen in Gefahr sind und sie sich beide brauchen, um überleben zu können, selbst wenn sie nicht unbedingt zusammenbleiben oder sich ineinander verlieben wollen. Eine gute Romantic Suspense Story benötigt eine starke emotionale Komponente, einen echt beängstigenden Schuft, nie endende Action und Abenteuer.
Wie bereiten Sie ein neues Romanprojekt vor (Recherche, Interviews, usw. … )? Und was ist dabei die aufwendigste Vorarbeit?
Bevor ich anfange zu schreiben, erledige ich üblicherweise eine Menge Recherche den Handlungsort und den Hintergrund/ Metier der Hauptcharaktere betreffend. Manchmal besichtige ich sogar einen Handlungsort aber normalerweise reicht mir die Essenz dessen, was ich aus Büchern, Internet und Interviews bekomme. Dann arbeite ich eine Art Handlungsplanung aus- nicht richtig ein vollständiger Plot, aber ein kleine Notiz die wächst und sich entwickelt, auch was die Charaktere angeht. Dann stürze ich mich hinein und beginne zu schreiben. Manchmal läuft es wunderbar, aber sehr oftmals muss ich das erste Drittel eines Buches mehrmals schreiben, bis ich damit zufrieden bin.
Sie haben interessante Hintergründe für Ihre "Bulletcatcher"- und "Guardian Angelinos" -Serie gewählt. Können Sie uns ein wenig darüber erzählen, wie Sie auf die Idee dazu kamen?
Ich dachte gar nicht daran eine Serie zu konzipieren, als ich ALEX schrieb, das erste Buch aus der „Bullet Catcher“ Reihe. Doch währenddessen, während ich mich in das Leben eines Sicherheitsspezialisten vertiefte, begegnete mir der Ausdruck „Bullet Catcher“ (Kugelfänger) für einen Leibwächter. Dadurch bekam ich die Idee zu einer Serie geliefert- lediglich basierend auf dem Ausdruck „Bullet Catcher“. Ich ließ in den ersten Büchern wenige Männer auftreten (Max, Dan) und auch eine sehr starke Frau (Lucy), die auch Hauptprotagonisten in ihren eigenen Büchern sein könnten und war sehr glücklich dass den Lesern die Geschichten gefielen und sie mehr davon wollten. Mittlerweile sind es nun acht Romane und zwei Kurzgeschichten geworden, die die Serie umfasst. Als ich zu einem neuen Verlag wechselte, wollte ich die Sicherheitsspezialisten weiterhin als Hintergrund für die Stories, aber dann entschied ich mich doch eine neue Familie an Akteuren zu schaffen. Die Angelinos und die Rossis sind sehr unterschiedliche Cousins von „Bullet Catcher“ Johnny Christiano und dieser bunte, leidenschaftliche und witzige italienische Clan formte diese Serie, welche bislang drei Bücher umfasst.
Was sind für Sie die wesentlichen Elemente für einen interessanten männlichen und weiblichen Charakter?
Eine interessante Frage! Ich denke, ich versuche jeden Charakter mehrdimensional und echt wirken zu lassen. Natürlich musst Du auch komplexe Hintergrundstories und glaubwürdige Motivationen schaffen, aber sie sollten außerdem einige Merkmale besitzen, auf die sich die Leser beziehen können.
Und die Figuren müssen Fehler haben! Ich mag meine Helden sehr „alphamäßig“ und die Frauen frech und temperamentvoll. Aber jeder Charakter ist unterschiedlich, wie jede existierende Person auch und mein Job ist es, sie realistisch aber auch faszinierend darzustellen.
Ich liebe Ihre Buchcharaktere; ganz besonders Onkel Nino (“Guradian Angelinos” Zach and Vivi Angelino, Großonkel und Senior des Rossi Clans). Was hat Sie zu dieser Figur inspiriert?
Danke schön! Onkel Nino, der Patriarch der Guardian Angelinos, ist auch einer meiner Lieblingscharaktere. Allerdings ist er viel älter als mein Ehemann, seine Liebe zu der italienischen Küche und seine Persönlichkeit haben mich jedoch beim Entwickeln der Figur inspiriert. Nichts ist so schlimm, als dass es nicht durch eine gute Schüssel Pasta aus der Welt geschafft werden könnte!
Können Sie uns etwas über zukünftige Projekte erzählen?
Zurzeit nehme ich eine kleine Pause vom Schreiben von Romantic Suspense und schreibe eine gemeinschaftsbasierende Liebesromane-Serie mit dem Titel „Barfoot Bay“. Der Handlungsort, eine Insel vor der Golfküste von Florida, ist fiktiv- die vierteilige Reihe erzählt über das Leben und die Liebe von vier Frauen, die zusammenhalten müssen, nachdem ein Hurricane die Insel zu großen Teilen zerstört. Das erste Buch, „Barefoot In The Sand“, wird im Frühling 2012 veröffentlicht. Außerdem habe ich gerade meine ersten „Young Adult“ Roman beendet, der den Titel „Livin the Dream“ trägt und dann im Sommer 2012 erscheinen wird.
Wenn sie eine ihrer Romanfiguren treffen könnten, wen würden Sie wählen?
Ich denke ich würde sehr gerne Johnny Christiano, den Helden, den auch deutsche Leser bald kennenlernen werden, treffen. Er ist so sexy, so leidenschaftlich und so talentiert in der Küche! (Ist doch klar, dass ich einen Mann liebe, der kochen kann!)
Er ist definitiv einer meiner Favoriten bei den „Bullet Catchern“, mit einer dunklen Vergangenheit und einem guten Herzen. Ich mag die Art wie Johnny in diesem Buch mit Sage umgeht, die Art wie er Humor und Essen einsetzt, um zu bekommen was er will, und wie loyal und echt er ist. Und ja, er ist selbstverständlich absolut heiß und sexy!
Wenn ich Ihre fiktiven Buchcharaktere fragen könnte, was sie von der Arbeit ihrer Autorin halten würden, was würde sie sagen?
Sie würden sich darüber beschweren, dass ich immer wieder zurückrudere und sie nie weit genug gehen lasse. Eine meiner Herausforderungen als Autor besteht darin, alles laufen zu lassen und meinen Charakteren die Kontrolle zu überlassen, doch ich bin stets zu besorgt, was sie dann wohl anstellen. Ich glaube aber auch, dass sie glücklich darüber sein sollten, wie ihre Geschichte endet und zufrieden damit, einen Cameo-Auftritt in einem anderen Buch haben zu dürfen.
Und zum Schluss noch unser Happy End Frage: Bitte vervollständigen Sie den Satz: “Ein Buch ohne “Happy End” ist .....”
Eine sehr große Enttäuschung!
Liebe Roxanne St.Claire vielen Dank für das Interview.
Question and Answer
What has inspired you to tell stories and write them down?
Like many writers, I’ve been a lifelong reader. At a very young age, my parents gave me a typewriter, and I started writing stories for my friends to read. Whatever I wrote, they always wanted the next chapter, so the “bug bit” very early for me. I had another career in marketing and advertising first, but after my second child was born, I decided I had to try and follow my dream of becoming a writer. I chose romance because I love a happy ending!
What's the best part of writing? And what’s the worst?
The best part is finishing a book! I love the day when I type “The End” and all of the hard work is done. The worst part, then, is the day I start a new one and write “Chapter One.” I know I’m in for a tough ride with a lot of challenges, frustrations, and sleepless nights. Writing a novel isn’t easy, but finishing one is great fun.
You are writing romances. Why do you chose the romance genre?
That’s what I’ve always read, since THE FLAME AND THE FLOWER when I was a teenager. I’ve always gravitated toward books where a romantic relationship is a key element of the story, even if the book is a mystery or a retelling of history. It was completely natural for me to write romance because that is my favorite kind of book to read.
Do you have a favorite romance? A book you can never put down?
I have a few on my “keeper shelf” – books that had something so special that I simply could never give them away. I love almost anything by Linda Howard, especially MR. PERFECT and ALL THE QUEEN’S MEN. I also love Kresley Cole, Sandra Brown, and Jennifer Cruise. Very different writers, but all spectacular storytellers.
What are the main ingredients of a romantic suspense novel?
I like a book where the romance and suspense are so closely tied together that you can’t have one without the other. It’s not a love story with a murder mystery happening at the same time – a true romantic suspense, for me, is one where both the lives and hearts of the main characters are in jeopardy and they need each other to stay alive, even if they don’t want to be together and fall in love. A good romantic suspense novel needs a strong emotional component, a truly scary villain, and non-stop action and adventure.
How do you prepare for a new book project (research, interviews, etc ...)? And what is the most elaborate preliminary work?
Before I start writing, I usually do a lot of research on the setting and the background/profession of the main characters. Sometimes I visit the location, but usually I can get enough flavor from books, internet, and interviews. Then I write a “story plan” – not really a plot, but a short document that will grow and evolve as the story and characters develop. Then I just dive in and start to write. Sometimes the beginning flies, but very often I have to write the first 1/3 of a book many times until I get it right.
You chose a interesting background for your "Bullet Catcher"- and "Guradian Angelinos" - series. Can you tell us how you hit on this idea?
I didn’t plan to write a series when I wrote ALEX, the first book in the Bullet Catchers series. But during the research phase I mention above, digging into the life of a security specialist, I came across the term “bullet catcher” as a slang for bodyguard. Almost instantly, I had the idea for the series, just from the words bullet catcher. I seeded the first books with a few guys (Max, Dan) and one very strong woman (Lucy) who could be main characters of other books, and was fortunate that readers liked the stories and wanted more. In all, there are eight novels and two novellas in the series. When I changed to a new publisher, I wanted to keep the “security specialists” as the backdrop for the books, but decided to spin off a new family of characters. The Angelinos and the Rossis are distant cousins of Bullet Catcher Johnny Christiano, and this colorful, passionate, and fun Italian clan forms the series, which is currently three books long.
What you say are the essential elements of an interesting male and female character?
Interesting question! I think I just try to make every character multi-dimensional and real. Of course, you want them to have complex backstories and believable motivation, but they should also have some traits that readers can relate to. And they must have flaws! I do like the male characters to be on the “alpha” side and the females to be bold and feisty. But every character is different, just like every person, and my job is to keep them realistic but still fascinating.
I love your fictional book characters; especially Uncle Nino. I am a great “Uncle Nino”-Fan. What inspired you for this character?
Thank you! Uncle Nino, the patriarch of the Guardian Angelinos, is one of my favorite characters, too. Although he’s much older than my husband, his love of Italian cooking and his personality is definitely inspired by the man I married. Nothing is so bad that it can’t be solved with a good bowl of pasta!
Could you tell us something about your current projects?
Right now, I’m taking a break from romantic suspense and writing a contemporary, community-based romance series called Barefoot Bay. Set on a fictional island off the Gulf coast of Florida, this quartet of books features the lives and loves of four woman who put their hearts and homes back together after a hurricane destroys much of the island. The first book, BAREFOOT IN THE SAND, will be out in the spring of 2012. I also just finished my first young adult novel, called LIVIN’ THE DREAM, which will be released next summer.
If you could meet one of your novel characters who would you choose?
I think I’d like to meet Johnny Christiano, the hero German readers will meet next. He’s just so sexy, so passionate, and so talented in the kitchen! (Clearly, I love a man who can cook!) He’s definitely one of my favorite Bullet Catchers, with a dark past and good heart. I loved the way Johnny handled Sage in his book, the way he uses humor and food to get what he wants, and how loyal and true he is. And, yep, he’s completely hot and sexy!
If I could asked your fictional book characters “Did Roxanne St.Claire a good writing job?” what would they say?
They would complain that I’m always pulling back and not letting them go far enough! One of my challenges as a writer is to really “let go” and give my characters control, but I’m usually too worried about what that will do to the plot. I also think they’d be happy with how their stories ended, and grateful for a chance to have a cameo in another book!
Finally our traditional “Happy End”-questions. Please complete the sentence: "A book without a "Happy End" is …..”
A huge disappointment!
Dear Roxanne St.Claire Thank you very much for the interview.
Quellennachweis
Quelle: Homepage der Autorin
Bild: [Photography credit: Stanley Studios]