Vita Eileen Wilks

Eileen Wilks

(Text: AS)

Es gibt so viele fantastische Romance Autorinnen, die sich auf das paranormale Genre spezialisiert haben, die ich Euch an dieser Stelle gerne vorstellen würde, so dass mir die Auswahl immer wieder ein wenig schwer fällt. Nachdem ich aber gerade „Verlockende Gefahr “ aus der World Shadow, bzw. „World of the Lupi“ Serie, von Eileen Wilks gelesen habe und von diesem Buch sehr begeistert bin, liegt die Entscheidung nahe, Euch heute die Autorin und ihre Serie vorzustellen.

Eileen Wilks wurde in Texas geboren und lebt dort heute auch wieder, nachdem sie in Kanada, Venezuela und einigen weiteren Städten in verschiedenen US Bundesstaaten gelebt hat. Zum Schreiben von Liebesromanen kam sie auf erst auf Umwegen. Science Fiction war ihr eigentliches Metier, allerdings tendierten ihre bis dahin unveröffentlichten Werke immer zu einem romantischen Sub Plot und sie beschloss dem Genre Romance eine Chance zu geben.

Eileen Wilks erster Liebesroman wurde 1996 mit dem Titel „The Loner and the Lady / So blond, so schön - und so gefährlich“ in der Silhouette Desire Serie veröffentlicht. Die Geschichte brachte der Debüt Autorin auf Anhieb eine Nominierung für den Romantic Times: Best First Short Contemporary ein.

Seither hat sie 32 Bücher in über 12 Sprachen veröffentlicht und zahlreiche weitere Preise verliehen bekommen. Während sie zunächst weiterhin für die Silhouette Desire Reihe Catagory Romances schrieb, die zum Teil als deutsche Ausgaben in der Baccara Reihe des Cora Verlages erschienen, verlagerte sich das im Jahr 2004 zugunsten der Bücher aus der „World of Lupi“ Serie. Aktuell sind bereits fünf Bücher und 3 Novellen die zur Serie um Rule und Lily gehören, erschienen.

Ich möchte mich herzlich bei Eileen Wilks bedanken, dass sie die nötige Zeit dazu gefunden hat, unsere Fragen zu beantworten. Viele zusätzliche Einzelheiten rund um die Serie und zu den anderen Büchern der Autorin könnt Ihr auf ihrer Homepage finden.

Eure Anke

Homepage der Autorin Eileen Wilks

Fragen und Antwort

Vielen Lesern gefällt Ihr feiner Humor, den Sie in Ihre Bücher einstreuen. Was aber bringt Sie zum Lachen?

Danke schön! Das Leben an sich ist doch schon lustig, oder nicht? E ist voll von Menschen und wir sind lustig. Wir ärgern uns, nehmen und zu wichtig und dann rutschen wir auf der bildlichen Bananenschale aus. Ich denke bei Humor an einen kleinen Weckruf; das Universum sticht mir in die Rippen.

Was hat in Ihnen den Wunsch geweckt, Geschichten zu erzählen und aufzuschreiben?

Ich habe mit dem Schreiben von Fan Fiction angefangen, aber das war bevor die Menschen den Begriff „Fan Fiction“ geprägt haben. Eine Freundin und ich schrieben kleine Szenen und teilten sie miteinander. Sie machte ihren Abschluss in Sozialarbeit. Ich blieb beim Schreiben. Einmal angefangen, konnte ich nicht wieder aufhören – und binnen kurzem wollte ich mit meinen eigenen Worten spielen, nicht mehr mit denen eines anderen.

Was ist das Schönste am Schreiben? Was das Schlimmste?

Es gibt Dutzende von Arten wie ich diese Fragen beantworten könnte, da es darum geht an welchem Teil eines Buches ich gerade bin. Die Antwort für heute lautet: Das Beste am Schreiben eines Buches ist es, es zu beenden. Und das Schlimmste am Schreiben ist ein Buch zu beenden. Ich fühle mich immer zum Jubeln, wenn ich es zu Ende gebracht habe – dann ein paar Tage später bin ich leer und traurig. Beides aus dem selben Grunde: Weil die Geschichte fertig ist.

Was ist das Faszinierende an Wölfen und/oder Werwölfen?

Einer der Gründe, die ich anführe, ist die sehr lange Beziehung der Menschheit mit Hunden – wenigstens 15.000 Jahre, wahrscheinlich viel länger. Zitat aus dem Artikel des Love Letters:

Wölfe sind sicherlich keine Hunde. Sie sind enge Cousins – aber Hunde sind zahm. Wir verstehen Hunde, oder wir glauben es, so wie wir glauben, dass wir uns selbst kennen, unser gezähmtes Selbst. Wölfe repräsentieren die wilde Seite, den versteckten Aspekt, der Hunde …. und von uns.

(Mehr zu dieser Frage findet Ihr im der aktuellen Juli 2009 Ausgabe des Love Letter Magazins)

Sie haben eine faszinierende und auch exotische anmutenden Welt in ihrer Lupi Serie geschaffen. Woher kommen ihre Ideen dazu?

Ich möchte die dunkle Materie für meine Ideen verantwortlich machen. Oder einen ursprünglichen übersinnlichen Sumpf aus dem von Zeit zu Zeit Ideen heraussickern … mit anderen Worten, es ist ein Mysterium. Ich denke schon seit vielen Jahren über Ideen meiner „World of Lupi“ Serie nach, aber ich weiß nicht mehr; was anfänglich die Ideen gezündet hat.

Lily, Rule und Cullen sind wunderbare und aufregende Charaktere. Was würde Sie sagen, sind die wichtigsten Elemente eines interessanten männlichen oder weiblichen Charakters?

Für mich sind die interessantesten Charaktere – männlich oder weiblich – Stark; flexibel einerseits, stur andererseits; und neugierig auf die Welt. Neugier wirkt anziehend auf mich. Fähig zu sein; über sich selbst lachen zu können hilft auch, ebenso wie Leidenschaftlichkeit für etwas. Bei Lily ist das Gesetz – die bösen Jungs daran zu hindern, anderen weh zu tun. Bei Rule sind es sein Clan und seine Leute. Bei Cullen ist es das Studium der Magie.

In ihrem Buch Verlockende Gefahr geht unter den Figuren das Gerücht herum es seien Banshees (Todesfeen) in Texas gesehen worden. An dieser Stelle musste ich Schmunzeln, denn Texas bringe ich so gar nicht in Verbindung mit Banshees. Haben wir vielleicht einen heimlichen Verdacht es könnte dort welche geben?

Lacht. Genau deswegen habe ich Texas gewählt – Texas scheint der letze Platz zu sein, an dem eine sich selbst respektierende Banshee sich zeigen würde. Ich liebe es zu sehen, dass meine nicht übereinstimmende Arbeit den Lesern in Deutschland ebenfalls auffällt.

Können Sie uns etwas über zukünftige Projekte erzählen?

Ich bin gerade in der generierend Phase meines Schreibens und Tagträume über die Möglichkeiten für das nächste „World of Lupi“ Buch. Ich denke dieser Teil wird Rule mehr in den Fokus rücken, als das was ich gerade beendet habe (Blood Magic), was eher Lilys Geschichte war. Ich kann wenig über das nächste Buch sagen – weil alles noch sehr schlammig ist. (Siehe meinen Hinweis über den „ursprünglichen übersinnlichen Sumpf“ *ggg*)

Auf ihrer Homepage geben so auch den Musikgeschmack ihrer Figuren an. Welche Musik hören sie gerne?

Ich höre viel Instrumentalmusik, wenn ich schreibe - alles von Klassik über Cusco (Cusco = Welten-Musik, ähnlich wie New Age) bis zu Gruppen von denen bisher niemand außer mir gehört hat. Ich mag gerne Weltmusik. Mein Liebling ist ein Set von 3 DVDs voll mit Trommelmusik aus der ganzen Welt. Eine andere Gruppe ist Mila, die gibt es noch nicht einmal bei Amazon aber ich liebe ihre DVDs (Wenn Ihr ernsthaft danach googeln wollt, dann sucht nach „Mila Vocal Ensemble“). Oh, und genauso liebe ich „Medival Babes“ und „Yo-Yo Ma“ (Yo-Yo Ma ist ein chinesisch-amerikanischer vielfach preisgekrönter Cellist)

Wenn ich einen Charakter schreibe, dessen Musikgeschmack sich von meinem unterscheidet, dann höre ich dessen Musik. Mit Ausnahme der Oper. Entschuldigung an alle die die Oper lieben und diese Zeilen lesen, aber nicht einmal für Rule – der die Oper liebt – kann ich dabei lange zuhören.

Viele Autoren sind begeisterte Leser, stimmt diese Aussage auch bei Ihnen? Und welches Buch ist im Moment Ihr Lieblingsbuch?

Lesen hält mich geistig gesund. Ich kann einfach nicht verstehen, wie Menschen sich nicht unter dem Mantel eines Buches entspannen können.

Ich werde noch nicht einmal versuchen mein Lieblingsbuch zu benennen, aber ich will erwähnen, dass ich gerade Tanya Huffs neuestes Buch „The Enchantment Emporium“ fertig gelesen habe.

Mit vielen ihrer Charaktere, mit deren typischem Humor, würde ich gerne einmal etwas Zeit verbringen, viele Plots haben Wendungen und Überraschungen – und die „Aunties“. Oh diese „Aunties“ .. ein Begriff der in Huff’s neu entwickelter Welt wahrlich Großbuchstaben verdient. Ich kann es nur empfehlen.

Liebe Eileen Wilks vielen Dank für das Interview

Question and Answer

Al lot of readers, me to, like your very fine humor you intersperse in your books. So what make you to laugh?

Thank you! Life just is funny, isn't it? It's full of people, and we're funny. We get worked up, take ourselves too seriously, then slip on metaphorical banana peels. I think of humor as a little wake-up call, the universe goosing me in the ribs.

What has inspired you to tell stories and write them down?

I started by writing fan fiction, though this was before people had coined the term "fan fiction." A friend and I wrote little scenes and shared them with each other. She went on to get a master's degree in Social Work. I just kept writing. Once I started, I couldn't stop--and soon wanted to play in my own worlds, not someone else's.

What's the best part of writing? And what’s the worst?

There are a dozen ways I might answer this, depending in part on where I am in a book. I'll give today's answer: the best thing about writing is finishing a book. And the worst thing about writing is finishing a book. I always feel exultant when I finish--then in a couple days, I'm empty and sad. Both for the same reason: because the story's done.

What is so fascinating about wolves oder werewolves?

One of the reasons I cite is humanity's long, long relationship with dogs--at least 15,000 years, and possibly much longer. From the article: "Wolves aren't dogs, of course. They're close cousins--but dogs are tame. We know dogs, or think we do, just as we think we know our own, domesitcated selves. Wolves represent the wild side, the hidden aspect, of dogs . . . and us."

(Mehr zu dieser Frage findet ihr im der aktuellen Juli 2009 Ausgabe des Love Letter Magazins)

You created a very fascinating and in a way also exotic world in your Lupi series. Where come your ideas from?

I like to blame Dark Matter for my ideas. Or Dark Energy. Or some primordial psychic swamp that ideas ooze out of from time to time . . . in other words, it's a mystery. I've been thinking about some of the ideas expressed in my world of the lupi for years, but I don't know what initially sparked off those thoughts.

Lily, Rule and Cullen are wonderful and exciting characters. What are in your opinion the essential elements of an interesting male and female character?

To me, the most interesting characters--male or female--are strong; flexible in some ways, stubborn in others; and curious about the world. Curiosity is just so appealing to me. Being able to laugh at themselves helps, too, and they should be passionate about something. With Lily, it's the law--stopping the bad guys from hurting others. With Rule, it's his clan and his people. With Cullen, it's the study of magic.

In your book Tempting Danger/Verlockende Gefahr it goes a rumoured around that someone maybe seen banshees in Texas. On the passage I had to smile to myself. I mean Texas? Texas seem so un-banshee-like. Did you ever have a sneaking suspicion of banshees in Texas? ;-)

Lol. I used Texas because you're right--Texas seems like the last place a self-respecting banshee would show up. I love learning that the incongruity works for readers in Germany, too.

Could you tell us something about your current projects?

I'm in the generating phase of writing right now, day-dreaming about possibilities for the next "world of the lupi" book. I expect this one will focus more on Rule than the one I just finished (BLOOD MAGIC), which was mostly Lily's story to tell. I can't say much about the next book yet because--well, everything is pretty oozy still. (See my reference to the primordial psychic swamp. <g>)

On your homepage you talk about your book characters taste in music. What is your tase in music?

I listen to a lot of instrumental music when I'm writing--anything from classical to Cusco to groups no one seems to have heard of except me. I like a lot of world music. One of my favorites is a set of 3 DVDs that's all drumming, from all over the world. Another is a group called Mila that isn't even on Amazon--but I love their DVD. (To Google them, in you're curious, search for "Mila Vocal Ensemble.) Oh, and I also love the Medieval Babes and Yo-Yo Ma.

When I'm writing a character whose musical tastes are different than mine, I listen to their music. Except for opera. Apologies to any opera lovers who read this, but not even for Rule--who loves opera--can I listen to it for long.

Most writers are avid readers, is this true for you? And which book is your favorite at the moment?

Reading keeps me sane. I often wonder how people who can't relax into a book cope.

I won't even try to name a favorite book, but will mention that I just finished Tanya Huff's newest book: THE ENCHANTMENT EMPORIUM. Plenty of her trademark humor, characters I want to spend time with, lots of plot twists and surprises--and Aunties. Oh, those Aunties . . . a term which in Huff's newly created world really does require capitalization. I highly recommend it.

Dear Eileen Wilks thank you very much for the interview.

Quellennachweis

Photo: © Eileen Wilks

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Bibliographien

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