Die Nacht des Satyrs (Ka)
| Elizabeth Amber | Kaufen |
|
Originaltitel: Raine Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426506967 Erscheinungsdatum: Mai 2010 Genre: Paranormal |
Amazon.de |
Teil einer Serie
Lords of Satyr

Klappentext
Raine will sich nach seiner katastrophalen Ehe nie wieder einer Frau anvertrauen. Denn welche Frau könnte schon einen Mann lieben, der sich einmal im Monat in einen unersättlichen Satyr verwandelt? Doch Jordan ist keine gewöhnliche Frau – und sie hütet selbst ein pikantes Geheimnis …
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
Raine ist der mittlere, der drei Satyr-Brüder ( die sich einmal im Monat in sexbesessene Satyre, also mystische Naturgeister verwandeln ) die dazu auserkoren sind, die Grenzen zwischen dem Hier und der Anderwelt zu schützen. Sie leben auf dem Satyr-Gut in der Toskana des 19. Jahrhundert. Da Nicolas, der Älteste, bereits sein Glück mit Jane gefunden hat, liegt es nun an Raine, nach einer Frau zu suchen. Denn allen drei Brüdern wurde von König Feydon auferlegt, eine seiner drei Töchter - die er mit menschlichen Frauen zeugte - zu ehelichen um das Gleichgewicht zwischen der Hier und der Anderwelt zu halten.
Rain begibt sich also nach Venedig, und wird tatsächlich fündig. Bei einer obskuren Zurschaustellung eines nackten, "medizinischen" Wunders, erblickt er zum ersten Mal Jordan. Sie ist ein Hermaphrodit, hat also sowohl eine männliche, als auch weibliche Geschlechtsprägung: Sprich neben Vagina und Brüsten einen kleinen Penis. Rain fühlt sich - trotz ihrer Anomalie - von ihr sofort angezogen. Für Rain ist Jordan von Anfang an eine Frau.
Zeit ihres Lebens wurde Jordan dazu gezwungen, sich auf diese Art und Weise der Öffentlichkeit zu präsentieren - immer mit einer Maske über dem Gesicht, um unerkannt zu bleiben - zu groß wäre der Skandal. Denn nur der Arzt kennt seit Jordans Geburt das Geheimnis, dass Jordan nicht unbedingt ein Mann ist, sondern auch eine Frau sein könnte. Mit diesem Wissen macht er Jordans Mutter erpressbar, die viel zu viel Angst davor hat, das die Wahrheit herauskommen könnte. Denn wäre Jordan tatsächlich eine Tochter und kein Sohn, könnte sie auch nicht den Titel halten. Für den widerlichen Arzt ist Jordan eine überaus lukrative Einnahmequelle.
An sich ist die Idee, die hinter "Die Nacht des Satyrs" steckt, eine sehr gelungene. Doch irgendwie hat dieser Geschichte der richtige "drive" gefehlt. Jordan wirkt etwas holperig, sehr unsicher, wenn es um die Gefühle von Rain zu ihr geht. Und dann noch dieser von der Syphilis erkrankte Geistliche, der scharf auf Rain ist und auch vor Vergewaltigungen nicht zurückschreckt. Abschreckend! Ich fand auch negativ, dass plötzlich die Gestaltung der Titelseite eine ganz andere war. Die ursprüngliche Gestaltung war "nebulöser", meines Erachtens für das Thema Satyr weitaus besser geeignet.
"Die Nacht des Satyrs" bekommt von mir 3 Punkte, weil ich die Idee mit der Hermaphroditen Jordan gut fand und die Autorin es versteht, erotischen Szenen zu schreiben.
Bewertung
|
|