Emma (Bacherl)


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Originaltitel: Emma
Verlag: Reclam
ISBN: 9783150200087
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Genre: Historischer Liebesroman / Regency

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Klappentext

Emma Woodhouse. Anfang Zwanzig, führt den Haushalt ihres gesundheitlich angeschlagenen Vaters. Etwas zu selbstbewußt und altklug hat sie im Leben anderer immer ein passendes Rezept parat. So entwickelt sie auch den Ehrgeiz, die naive 17 jährige Harriet mit einem standesgemäßen Mann zu verheiraten. Taktlos und ungeschickt verletzt Emma dabei die Privatsphäre anderer, und sorgt für Missverständnisse und Kummer, der schließlich auch sie selbst trifft. Doch da sie im Grunde ihres Herzens gütig und wohlwollend ist, erkennte sie schon bald ihren Fehler. Glücklicherweise hat sie genug Humor, um über ihre eigenes Verhalten zu lachen. nicht zuletzt daher lösen sich die Verwirrungen, und alles findet ein gutes Ende.

Quelle: Reclam

Meine Einschätzung

Bei diesem Roman handelt es sich um eines der spritzigsten und amüsantesten Werke der Autorin. Wir sprechen über einen Jane Austen, d. h. den Mittelpunkt der Geschichte bildet in typischer Weise ein weiblicher Charakter, nämlich die junge Emma Woodhouse, deren größte Leidenschaft die Kuppelei ist.
Emma besticht direkt durch ihre unschuldige Naivität, ihr komisches Wesen und selbst ihre kleinen jugendlichen Zickigkeiten machen sie in ihrer Jugend nur umso sympathischer.

Da sie selbst finanziell gut versorgt ist, verschwendet sie keine Zeit darauf eine „gute Partie“ zu finden und ist in erster Linie damit beschäftigt andere verheiraten zu wollen – natürlich nach ihren eigenen Vorstellungen. Da an ihrem Egoismus allerdings keine Böswilligkeit zu erkennen ist, verzeiht man Emma alle ihre Fehler – sie selbst macht sich schlussendlich ohnehin die größten Vorwürfe. Nachdem sich Emmas Bemühungen für ihrer Freundin Harriet alles andere als positiv erweisen, eine weitere alte Bekannte durch ihr kindisches Verhalten gekränkt wird und dann auch noch ihr ältester Freund John Knightley zu recht tief enttäuscht von ihr ist, beginnt Emma von ihrer Klugheit Gebrauch zu machen und das ganze Geschehen in einem anderen Licht zu sehen. Als sie dann noch erkennt, dass Mr. Knightley ihr schon lange mehr bedeutet als ein Freund und sie ihn für sich verloren glaubt, will man sie eigentlich nur noch drücken und trösten.

Es ist immer wieder erstaunlich wie Jane Austen es schafft ihren Charakteren so viel Leben einzuhauchen und im Kopf des Lesers ein richtiges bildhaftes Geschehen zu erzeugen.

Die Geschichte an sich ist wieder recht unspektakulär. Eine Landidylle, das ruhige Leben des Landadels im 19.Jh. - keine besonders spannenden Ereignisse.
Einzig eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte, der typische Klatsch und Tratsch und einige Verwicklungen in Sachen Liebe bestimmen das Geschehen dieses Romans.

Jane Austen haucht ihrer Emma allerdings so viel Facettenreichtum ein und bietet uns wunderschöne und auch humorvolle Wortgefechte, dass der Roman nicht aus der Hand zu legen ist, bevor Emma ihren Knightley bekommt – natürlich auch dies nicht ganz ohne Missverständnisse.

Nach Stolz und Vorurteil mein Lieblingsbuch der Autorin, da ich die humorvollen Werke bevorzuge. Wer kein Problem mit etwas ruhigerem Lesestoff hat und sich gerne einfach nur bezaubern lassen möchte, hat hier eine echte Leseempfehlung von mir.

Bewertung

Emma (Bacherl)      

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