Mein zauberhafter Garten (Anke)


Sarah Addison Allen Kaufen
Originaltitel: Garden Spells
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-46801-0
Erscheinungsdatum: April 2010
Genre: Contemporary

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Klappentext

Claire Waverley besitzt einen im wahrsten Sinn des Wortes florierenden Partyservice. Das Geheimnis ihres Erfolgs ist die Verwendung von essbaren Blumen, die eine magische Wirkung haben. Auch in der Liebe haben ihre Gerichte so manches Wunder bewirkt. Eines Tages gerät Claires Leben allerdings ziemlich durcheinander, denn ihre quirlige Schwester Sydney steht vor der Tür, um vor ihrem brutalen Mann Zuflucht zu suchen. Als dieser dann auch noch unverhofft bei ihnen auftaucht, aktivieren die Schwestern gemeinsam all ihre zauberhaften Kräfte …

Quelle: Goldmann

Meine Einschätzung

Hier ist einmal ein Titel der hält was er verspricht, denn "Ein zauberhafter Garten" ist ein wahrlich zauberhaftes Buch!

Vielleicht kann man Claire Waverley als Hauptprotagonistin der Geschichte bezeichnen, doch das Buch erzählt mit derselben Betonung eine ganze Anzahl weiterer Geschichten über Liebe, Eifersucht und vielen anderen Zutaten des Lebens.
Alle diese Geschichten verknüpfen sich im Lauf der Geschichte zu einem komplexen aber logischen Muster, wobei sowohl aktuelle, als auch vergangene Begegnungen eine Rolle spielen.

Aber mehr noch erzählt das Buch vom "nach Hause" kommen und der Suche und Sehnsucht nach Identität und Familie. Und es erzählt von den Mythen und Legende die jede Familie besitzt und vom Vater auf den Sohn und von Mutter auf die Tochter weitergegeben werden. Manche davon sind so augenscheinlich, dass jeder Nachbar und Dorfbewohner darum weiß, andere sind eher unauffällig und zeigen sich nur für diejenigen, die genau beobachten.
Im Buch sind es z.B. die Clark Frauen, die es vortrefflich verstehen, ihre Männer mit Sex an sich zu binden, die Lester Männer die nur Frauen heiraten, die älter sind als sie selbst und die weiblichen Waverleys haben alle eine besondere Gabe.

Claire Weaverly kann mit ihren selbstzubereiteten Gerichten bestimmte Gefühle bei den Gästen heraufbeschwören, ihre kleine Schwester Sydney hat das Gespür für die richtige Frisur eines Menschen, Sydneys Tochter Bay weiß intuitiv wo die Dinge ihren Platz haben. Cousine Evanelle wird von einem inneren Zwang dazu getrieben, bestimmten Menschen bestimmte Dinge zu geben; die sie, so kann man sich sicher sein, eines Tages gut gebrauchen werden können.

Sarah Addison Allen schreibt nicht gradlinig und fließend, sondern erzählt die Geschichte stets geschickt "um Ecken herum". Auf diese Art und Weise wird man als Leser sehr viel mehr gefordert, muss Zusammenhänge selbst erkennen und nicht geschriebenes zwischen den Zeilen lesen. Dieser Erzählstil ist ebenso bezaubernd, wie faszinierend und die Autorin beherrscht ihn perfekt. Ebenso perfekt versteht sie unterschwellige Stimmungen zu schaffen, die einem beim Lesen eine wohlige Gänsehaut bescheren, und eine dichte knisternde Atmosphäre zu beschreiben.

Aber obwohl die Geschichte ihre Ansprüche an den Leser stellt und mit seiner Tiefe überrascht, so ist "Ein zauberhafter Garten" doch leicht locker und höchst amüsant zu lesen. Das Buch entführt den Leser direkt nach Bascom, North Carolina, auf die Wiese unter dem Apfelbaum der Waverleys. Dort verweilt man bezaubert, bis alles zu einem guten Ende kommt und die Dinge endlich ihren richtigen Platz haben und dann erst lässt es den Leser ganz langsam wieder los.

Bewertung

Mein zauberhafter Garten (Anke)      

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