Miss Austen Regrets (Nicole)


Jane Austen Kaufen
Originaltitel: Miss Austen Regrets
Verlag: Hergestellt für die BBC
AISN: B001GSZABO
Erscheinungsdatum: Januar 2009
Genre: Film / Portrait

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Klappentext

Die erfolgreiche Schriftstellerin Jane Austen ist mittlerweile fast 40 Jahre alt und lebt allein. Ihre Nichte Fanny bittet sie um ihren Rat, sie soll ihr bei der Suche nach einem Ehemann helfen, und da Jane ja durch ihre Bücher zu einer Fachfrau geworden ist, ist sie auch die geeignete Person dafür. Doch bei der Suche wird Jane bewusst, dass auch sie noch nicht den Richtigen gefunden hat...

Quelle: KSM GmbH

Meine Einschätzung

Während der schon letztes Jahr für das Kino entstandene Film „Geliebte Jane“ mit Anne Hathaway und James McAvoy die Mädchenjahre und die erste große Liebe der bis heute noch über alle Maßen beliebten Autorin Jane Austen beleuchtet, befasst sich „Miss Austens Regrets“ mit den letzten Lebensjahren der Autorin und ihrem (eventuellen) Nachsinnen darüber, ob sie nicht doch lieber hätte heiraten sollen, als sie einst die Gelegenheit dazu hatte und dafür ihr liebstes Hobby und ihre innere Berufung, das Schreiben, zu opfern.

Ausschlaggebend für eine innere Überprüfung ihrer Entscheidung unverheiratet zu bleiben ist der Entschluss ihrer Nichte Fanny einen jungen, sehr ehrenhaften, aber ziemlich langweiligen Mann zu heiraten. Fanny bittet sie diesbezüglich um Rat.
Nach der Begutachtung des jungen Mannes versucht Jane ihre Nichte behutsam darauf aufmerksam zu machen, dass eine (vorübergehende) Verliebtheit und tiefempfundene Liebe zwei vollkommen verschiedene Dinge sind und eine kleine Verliebtheit nicht immer eine ausreichende Basis für eine langwährende, glückliche Ehe bieten kann.
So nimmt Jane Fanny unter ihre Fittiche und versucht sie auch mit anderen Männern bekannt zu machen. Dabei trifft sie auch wieder auf einen sehr reichen, ehemaligen Verehrer, der ihr einst einen Heiratsantrag machte den Jane zwar kurzfristig annahm, ihn später jedoch wieder ablehnte.
Ein Ereignis das Janes Mutter zutiefst traf, denn im Gegensatz zu Jane vertrat sie stets die Auffassung, das Lebens und Eheglück nur Bestand habe, wenn auch eine gewisse, finanzielle Unabhängigkeit vorhanden wäre.

Als Janes Bruder Henry in London erkrankt, sucht sie in der Stadt nach einem Arzt. So macht sie die Bekanntschaft von Dr. Haden, einem glühenden Bewunderer ihrer schriftstellerischen Werke, der zudem auch noch äußerst attraktiv und intelligent ist. Selbst Jane kommt in Versuchung und spürt leichte Anwandlungen von Eifersucht, als sie spürt, dass Dr. Haden scheinbar mehr Interesse an der jüngeren Fanny zeigt. Aber nicht nur ihre Überlegungen hinsichtlich ihres Verzichtes auf eine Ehe beschäftigen die Autorin, sondern auch der Vertrieb ihres neusten Werkes „Emma“. Da ihre Familie nach dem finanziellen Bankrott ihres Bruders mehr denn je Geld benötigt und sie spürt, dass eine Krankheit sie langsam aber sicher auslaugt und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, möchte sie ihren Roman so teuer wie möglich verkaufen, damit Mutter, Schwester und Bruder gut versorgt sind.
Doch anstatt dankbar zu sein, macht ihre Mutter Jane nach wie vor Vorhaltungen. Auch Fanny ist nicht gut auf Jane zu sprechen, als sie erfährt, dass ihr einstiger Verehrer, eine andere heiratet und gibt Jane die Schuld daran. Trotzdem beschließt Jane, Fanny sozusagen auf dem Sterbebett noch einen letzten guten Rat zum Thema Ehe zu geben...

Wie auch andere BBC Verfilmungen brilliert auch diese durch wunderschöne Landschaftsaufnahmen, stilgenaue Kostüme, intelligente Dialoge der Darsteller und ein gutes Händchen des Regisseurs hinsichtlich der Schauspieler selbst. Olivia Williams nimmt man die Rolle einer gereifteren, aber immer noch ehrgeizigen, aber oft unschlüssigen Jane Austen zu jeder Zeit ab. Besonders kommen ihre schauspielerischen Fähigkeiten zur Geltung als sie in der Rolle der Jane Austen spürt, dass ihre Tage auf Erden gezählt sind. Der Zuschauer kann durch ihr Schauspiel genau mitfühlen, wie innerlich zerrissen, verzweifelt und frustriert sie ist; ihre spätere Resignation weil sie durch die Krankheit geschwächt nicht mehr in der Lage ist zu schreiben, beinahe am eigenen Leibe spüren.
Man leidet und fühlt mit- bis zum Schluss.
Dies ist ein leiser, ruhiger und feinfühliger Film über die beliebte Autorin, die viel zu früh verstarb, ihre unerfüllte Suche nach dem einzigen, wahren Gefährten der wahren, großen Liebe, die sie jedoch nie fand wiederspiegelt und der vielleicht ein wenig realistischer die wahre Jane Austen darstellt, als es in dem Film „Geliebte Jane“ der Fall war.

Bewertung

Miss Austen Regrets (Nicole)      

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