Dann gute Nacht, Marie! (Lenya)


Susanne Becker Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Diana
ISBN: 978-3453354715
Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Genre: Contemporary

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Klappentext

Worauf du Gift nehmen kannst!

Wenn man mit fünfunddreißig immer noch auf den Traumprinzen wartet und beruflich nicht auf der Karriereleiter, sondern auf dem Abstellgleis gelandet ist, dann ist Selbstmord eine echte Alternative. Findet zumindest Marie und beginnt, ihr Ableben akribisch zu planen — wenigstens ihr Tod soll einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Da muss das Tagebuch zensiert, müssen peinliche Bücher und DVDs entsorgt werden, und ganz nebenbei ist auch noch die Frage zu klären: Wie bringt man sich am eindrucksvollsten um? Nur mit einem hat Marie nicht gerechnet: Je mehr man sich mit dem Leben beschäftigt — desto lebenswerter wird es …

Quelle: Diana

Meine Einschätzung

Marie ist fünfunddreißig und unglücklich mit ihrem Leben. Das einzige, was jemals gut gelaufen ist, ist ihr Job, der ihr Spaß macht. Doch selbst da schafft sie es nicht, sich gegen ihren Chef durchzusetzen und ihre tollen Ideen einzubringen. In Sachen Liebe hat sich schon ewig nichts mehr getan und es sieht auch so aus, als würde diese Durststrecke nicht mehr enden.

Wozu also noch weiter leben? Daher beschließt Marie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch die Nachwelt soll nicht erfahren, wie langweilig ihr Leben war. Daher muss Vorarbeit geleistet werden! Marie beginnt damit Liebesbriefe zu schreiben, ihren Computer auszumisten und ihre Wohnung in einen Zustand zu bringen, der die Attribute „klug und begehrt“ aussagen soll . Im Laufe dieser Arbeit findet Marie einen ganz neuen Zugang zu ihrem Leben…

Die Idee hinter diesem Buch ist einzigartig und fantastisch. Jemand beschließt ganz rational, sein Leben zu beenden und es vorher noch aufzuhübschen, damit man nach dem Tod möglichst gut von ihr spricht.

Leider hapert es etwas an der Umsetzung in diesem Buch. Die Geschichte wird aus Maries Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Leider bleibt sie auch der einzige Charakter des Romans, der tatsächlich Formen erhält. Seiten um Seiten liest man darüber, wie sie ihr Fotoalbum und ihr Bücherregal aussortiert, ihren Computer entrümpelt und gedanklich in der Vergangenheit schwelgt. Der Leser wartet eigentlich die ganze Zeit nur auf eins: Dass endlich mal tatsächlich etwas in der Handlung passiert.
Ebenso wartet man darauf vergeblich und fühlt sich daher schnell mit der Geschichte gelangweilt. Das Ende des Buches erscheint dann auch etwas konstruiert und es fehlt die nötige Ernsthaftigkeit für das Thema an sich: Dass sich jemand entschlossen hat, Selbstmord zu begehen. Diese ernste Sache wird locker flockig in eine zu leichte Komödie verpackt und könnte daher den einen oder anderen Leser vor den Kopf stoßen.

Fazit: Gute Idee, die schlecht umgesetzt wurde. Dieser Roman ist absolut leichte Lektüre ohne besonderen Tiefgang.

Bewertung

Dann gute Nacht, Marie! (Lenya)      

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