Die Reise nach Karlsbad (Kerstin)
| Ruth Berger | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: Rowohlt ISBN: 3-499-23304-5 Erscheinungsdatum: März 2003 Genre: Historischer Liebesroman |
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Klappentext
Im Jahre 1824 kämpfen die Griechen erbittert gegen die türkische Herrschaft. Und im böhmischen Karlsbad trinken die vornehmen Familien ein Glas Heilwasser nach dem anderen. Bei Familie von Denkewitz hat der Aufenthalt im Kurort noch einen anderen Grund: Die älteste Tochter soll endlich standesgemäß unter die Haube gebracht werden. Als Baron Baringsdorf um ihre Hand anhält, willigt sie ein, doch dann verliebt sie sich in seinen Freund, Lord Clarendon.
Quelle: Rowohlt
Meine Einschätzung
Die junge Bettina aus Berlin verbringt mit ihren Eltern die Sommerfrische in Karlsbad. Dort lernt sie mehrere attraktive Männer kennen und verlobt sie sich dann auch ziemlich rasch mit einem von ihnen, obwohl sie eigentlich mehr für den englischen Lord Clarendon empfindet. Doch dieser hat viele undurchsichtige Geheimnissen und eine ebenso undurchsichtige Vergangenheit, so dass die Liebenden zunächst einige Hürden überwinden müssen.
Dieses Buch ist mir durch Zufall in einer Buchhandlung im Dorf meiner Großeltern in die Hände gefallen. Mir ging tatsächlich der Lesestoff aus (normalerweise habe ich immer vorgesorgt) und ohne große Erwartungen ging ich in die einzige Buchhandlung im Ort (und die ist normalerweise sehr schlecht sortiert) und fand dieses Juwel.
Ich war ganz begeistert, dass die Geschichte in Karlsbad spielt, wo ich schon des Öfteren war und dessen Ambiente sich hervorragend für einen historischen Liebesroman eignet. Ein herrlicher Ort mit Geschichte, schade, dass es nicht mehr Bücher gibt, die dort spielen!
Ich fand dieses Buch sehr gelungen. Die Autorin wird auf dem Klappentext mit Jane Austen verglichen, aber auch wenn das Thema auf den ersten Blick sehr Austen-like ist, ist es weder Ausführung noch Stil. Denn die Helden hier haben einige Geheimnisse und Probleme, die in der wohlbehüteten Welt der Jane Austen nicht vorkommen. Einiges kam mir eher unglaubwürdig vor.
Negativ ist, dass sich die Geschichte in der Mitte sehr zieht und dass zwei Geschichten, die überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben dort sehr viel Platz einnehmen (ca. 50 Seiten erzählen zwei Nebendarsteller, der eine eine Sage, der andere seine Lebensgeschichte in Asien). Wenn man darüber hinweg sieht, hat man ein wunderbares Buch mit einer wunderbaren Geschichte, die in einer nicht alltäglichen Umgebung spielt.
Bewertung
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