Frau Ella (Tina)


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Originaltitel: ----
Verlag: List
ISBN: 9783471350232
Erscheinungsdatum: Juli 2009
Genre: Contemporary

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Klappentext

Frau Ella, rüstige 87, soll am Auge operiert werden. Völlig unnötig, findet sie. In der Klinik begegnet ihr der junge Sascha, der sie aus den Klauen der Ärzte befreit und erst einmal bei sich einquartiert. Nur für ein paar Tage, glaubt Sascha. Doch da kennt er Frau Ella schlecht.

Der dreißigjährige Sascha ist wenig begeistert, als er nach einer Augen-OP kurzfristig sein Krankenzimmer mit einer schnarchenden Oma teilen muss: Frau Ella. Als die aber gegen ihren Willen operiert werden soll, bringt Sascha sie bei Nacht und Nebel in seine Wohnung. Saschas Freunde Klaus und Ute sind von dessen neuer Mitbewohnerin begeistert: Total schräg, so eine WG! Tatsächlich wird der lethargische Sascha die lebendige, aber einsame Frau Ella so schnell nicht wieder los. Klaus und Sascha nehmen sich der alten Dame an, kleiden sie neu ein, führen sie zum Essen aus und machen Ausflüge in die Sommerfrische. Alles läuft bestens – bis Saschas Freundin Lina braungebrannt aus Spanien zurückkehrt. Ein humorvoller und warmherziger Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft.

Quelle: Ullstein

Meine Einschätzung

Dem Klappentext gibt es nur sehr wenig zuzufügen:
Frau Ella ist genau das was Sascha gefehlt hat - sie bringt Schwung in sein Leben und Sascha wiederrum ist genau das, nach dem sich Frau Ella, seit dem Tod ihres Mannes Stanislaw gesehnt hat und er zeigt ihr dass auch ein Leben jenseits der 80 noch lebenswert ist.

So lernt Frau Ella Latte Macchiato kennen und asiatische Essen, aber auch wie man musikalische Eier (Eier kochen nach Länge eines Songs) kocht. ;-)
Sascha lernt das Melissengeist einem durchaus bei der Entscheidungsfindung helfen kann. ;-)
Allerdings bleibt abzuwarten, ob das am Ende auch immer die richtigen Entscheidungen sind?

Das Buch „Frau Ella“ macht sehr einfühlsam klar das junge und auch ältere Menschen sehr gut miteinander Leben und Wohnen können und man immer voneinander lernen kann, egal wie groß der Altersunterschied ist.

Florian Beckerhoff erzählt vom Leben beider Generationen, so kommt Frau Ella genauso zu Wort, wie Sascha. Und dieser direkte Vergleich macht einem nachdenklich.

Beim Lesen merkt man dem Buch das Gefühl an mit dem es geschrieben wurde. Die Figuren sind sehr lebhaft beschrieben und gerne würde ich Frau Ella einmal persönlich kennen lernen, denn sie ist mir als ganz besondere Figur an Herz gewachsen.

Obwohl der positive Eindruck des Buches überwiegt, so gab es doch auch Kritikpunkte, wie die Figur des Klaus, einem Freund von Sascha. Der fällt durch seine polternde und laute Art negativ auf, die, zumindest für meinen Geschmack fehl am Platz war. Ganz zu schweigen von seine Eskapaden, die er sich mit Frau Ella erlaubt hat – für mich ein „No go!“

Mit ihrem Verhalten fehl am Platz waren meiner Meinung nach auch Ute und Lina, die mir mit ihren Pin up-Quälitäten und ihren „Saaschii“ ein wenig den Nerv geraubt haben.

Das abrupte und sehr plötzliche Ende hat mich ebenfalls irritiert; denn ich hätte schon sehr gerne gewusst wie es mit Frau Ella weiter gegangen ist. ;-)

Fazit: Ein amüsantes Buch für jede Generation, allerdings mit kleinen „Hängern“.

Bewertung

Frau Ella (Tina)      

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