Voyeur (Nicole)
| Simon Beckett | Kaufen |
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Originaltitel: Fine Lines Verlag: Rowohlt ISBN: 978-3499249174 Erscheinungsdatum: April 2010 Genre: Thriller |
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Klappentext
Du gehörst mir.
Für den Londoner Galeristen Donald Ramsey ist Leidenschaft ein Fremdwort. Die Schönheit von Frauen bewundert er nur in Kunstwerken. Sein plötzliches Interesse an Anna, der neuen Assistentin, ist daher ungewohnt für ihn. So ungewohnt, dass Donald jemanden anheuert, um die junge Frau verführen zu lassen: Zeppo ist für diesen Job wie geschaffen attraktiv, charmant und vollkommen skrupellos. Eine perfekte Intrige nimmt ihren Lauf. Doch Menschen sind keine Gemälde. Und ihr Preis hat nichts mit Geld zu tun ...
Quelle: Rowohlt
Meine Einschätzung
Donald Ramsay ist ein leidenschaftlicher Kunstsammler und Händler, der in London eine angesagte Galerie betreibt. Sex ist ihm persönlich zu gewöhnlich, er lässt sich lieber von ansprechenden erotischen Gemälden o.ä. inspirieren. Doch eines Tages als er nach Geschäftsschluss nochmals sein Geschäft betritt, da er etwas vergessen hat, beobachtet er heimlich seine Mitarbeiterin Anna, die sich für ein Rendezvous mit ihrem Verlobten Marty umzieht und zurechtmacht und sogleich ist er wie gebannt von ihrer Schönheit.
Auch in den nächsten Tagen lässt ihn diese Obsession nach Anna nicht mehr los.
Als er dann eines Tages die Bekanntschaft des eher durchschnittlich aussehenden Marty macht, ist er entsetzt, dass seine schöne Anna sich einem Mann hingibt, der optisch nicht viel zu bieten hat. Donald beschließt selbstgerecht einzugreifen, um die beiden auseinander zu bringen und engagiert dafür seinen attraktiven Bekannten Zeppo, der bekannt ist für sein ausschweifendes Liebesleben. Doch weder Anna noch Marty scheinen Gefallen an Zeppo zu finden. Zudem läuft Donald die Zeit davon, da Anna und Marty zusammen in die USA gehen wollen. Da entschließt er sich zu einem grausamen Plan...
"Voyeur" ist der erste veröffentlichte Roman des Erfolgsautors Simon Beckett und auch wenn man selbst hier schon sein großes Schreibtalent spüren kann, ist der Roman doch leider nichts Besonderes.
Man kann "Voyeur" in keine "Schublade" stecken. Es ist weder ein spannender Thriller, noch ein erotischer Roman. Genauso wenig vermittelt er subtil genug Abgründe der menschlichen Seele.
Zwar ist die Geschichte dank des herausragenden Schreibstils des Autors durchaus interessant und lässt sich gut lesen, dennoch fehlte mir für eine bessere Bewertung einfach mehr Biss.
Die Hauptfigur des Romans, Donald Ramsay ist aalglatt und im Grunde zu schemenhaft beschrieben. Was ihn wirklich antreibt und warum er jegliche Skrupel vermissen lässt, ist eine Frage, auf die der Autor in seinem Buch keine Antwort parat hat.
Ein wenig Spannung kommt auf, nachdem der Mord geschehen ist und die Polizei damit beginnt ihre Ermittlungen aufzunehmen, doch löst sich dieser angesprochene Spannungsbogen zu schnell wieder in "Wohlgefallen" auf.
Das Ende des Romans ist recht vorhersehbar, wenn man die Reaktionen von Donald auf gewisse Geschehnisse beachtet und keine Überraschung. Am Ende fragt man sich jedoch als Leser, was der Autor mit diesem Roman bezwecken wollte.
Bewertung
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