Blood & Chocolate - Die Nacht der Werwölfe (Anke)


Buchvorlage: Annette Curtis Klause Kaufen
Originaltitel: Blood and Chocolate
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
ASIN: B000XRML8O
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Genre: Paranormaler Young Adult

Amazon.de

Klappentext

Als junges Mädchen musste sie hilflos mit ansehen, wie ihre Eltern kaltblütig ermordet wurden, getötet wegen eines Geheimnisses, das auch sie in ihrem Blut trägt. Vivian und ihre Familie sind die letzten ihrer Art - Werwölfe. Keiner ahnt, dass sich das Rudel in Vollmondnächten nach strengen Ritualen trifft und gelockt von menschlichem Blut auf die Jagd geht... Zur jungen Frau herangewachsen, arbeitet Vivian tagsüber in einem Schokoladengeschäft in Bukarest. Eines nachts trifft sie auf den jungen Amerikaner Aiden, der in Bukarest für seinen neuen Comic der Mythologie der Werwölfe nachforscht. Er ahnt nicht, dass die Werwölfe kein Mythos sind und verliebt sich in die geheimnisvolle Frau. Aber Vivian, die ständig mit der Angst leben muss, entdeckt zu werden, kann sich ihm nicht anvertrauen. Noch schlimmer: Vivian ist ihrem Anführer Gabriel versprochen. Sie muss sich entscheiden: Werwolf oder Mensch? Blut oder Schokolade?

Quelle: Kinowelt Home Entertainment

Meine Einschätzung

Ich kenne das Buch von Annette Curtis Klause nicht, aber wenn ich so Kerstin Rezi durchlese, hier vor allem die Inhaltsangabe, dann haben sich die Filmemacher ganz schön an dem Stoff vergriffen und ihn so weit gedehnt und verzerrt bis fast nichts mehr davon übrig blieb.
Und ich kann nur vermuten, dass begeisterte Leser des Buches wahrscheinlich sehr enttäuscht von der Verfilmung sein werden und schon allein deswegen würde ich ihnen davon abraten den Film anzuschauen.

Besonders hat mir das stimmungsvolle Setting und die düster Grundstimmung gefallen, die im Film wirklich gut rübergebracht wurde. Sie erinnerte dabei ein wenig an „Underworld“; Ich möchte aber betonen, dass „Blood and Chocolate“ auf keinen Fall dessen Qualität vorzuweisen hatte.

„Blood and Chocolate“ gewinnt aber wieder viel an Boden mit der ganz wunderbaren Filmmusik, die eine entscheidend positive Rolle auf meinen Gesamteindruck machte.
Auf Tricks und Animationen achte ich nie so genau, aber da sie mir nicht negativ aufgefallen sind oder womöglich albern auf mich wirkten, haben ich auch in dieser Hinsicht nichts zu meckern.

Auch gegen die Auswahl der Schauspieler an sich kann ich eigentlich nichts sagen.
Und doch fand ich dass so ziemlich alle (außer Olivier Martinéz, der den Rudelführer gespielt hat) Schauspieler zu „jungendlich“ waren und eher an herumtollende spielwütige Hunde als an (Wer-)Wölfe erinnerten.

Auch Hugh Dancy, als Adien, kam eigentlich nicht wie der harte Bursche rüber, der seinem Army-gestählten Vater Paroli bieten kann und sich dann gar auf die Jagd nach einem Rudel Werwölfen macht.

Schmunzeln musste ich auch darüber, dass man für die „gute“ Werwölfin einen „süßen“ Job einer Chocolaterie gewählt hat und für die „bösen“ Wölfe eine „böse“ Absinthbrennerei. Wie gesagt ich kenn das Buch nicht und ohne Hintergrund Informationen, die es ja vielleicht im Buch geben mag, erschien mir diese Auswahl doch schon ein wenig albern und recht klischeehaft.

Was mich dann aber wirklich irritiert hat waren die vielen offenen Fragen die sich im Lauf des Films aufgetan haben. Der Zuschauer bekommt nur immer wieder ein paar dramatische Stichworte, wie z.B. „Prophezeiung“ serviert und wird dann damit praktisch in der Luft hängen gelassen.
Selbst das Ende schien mir irgendwie …. seltsam irritierend. Obwohl ich hierbei gar nicht so genau sagen kann, welches ich mir lieber gewünscht hätte.

Am Ende war ich trotz kurzweiliger Unterhaltung im Grunde nicht zufrieden von dem was ich geboten bekommen habe. Ich bin mir sicher, dass man aus dem Stoff hätte mehr machen können, vor allem wenn man sich eher an den Inhalt es Buches orientiert hätte.

Fazit: Anschauen, unterhalten lassen und vergessen.

Bewertung

Blood & Chocolate - Die Nacht der Werwölfe (Anke)      

zum Seitenanfang     zur zuletzt besuchten Seite