Das Auge der Athene (Schatten)


Cameron Cruise Kaufen
Originaltitel: The Collector
Verlag: Mira
ISBN: 978-3899414349
Erscheinungsdatum: März 08
Genre: Romantic Suspense

Amazon.de
Bol.de
Libri.de

Klappentext

Die prominente Wahrsagerin Mimi Tran liegt in einer Lache aus Blut, makabere Fingermalereien zieren die Wände ihres Hauses... Detective Seven Buchard fragt sich, ob die Frau ihren Tod hat kommen sehen. Was zunächst wie eine gewöhnliche Morduntersuchung beginnt, wird bald zur nervenaufreibenden Jagd nach einem Serienmörder. Was weiß die von Visionen heimgesuchte Künstlerin Gia Moon über die zukünftigen Opfer, und welche Verbindung hat sie zu dem Irren, für den die Vervollständigung seiner bizarren Kunstsammlung zur Obsession geworden ist? Seven findet sich in einem Spiel aus Gier und Mord wieder; mit einer Zeugin, der er nicht vollkommen vertrauen kann, einem Mörder, der jeden zum Schweigen bringt, der sich ihm in den Weg stellt, und einem Umfeld, in dem nichts so ist, wie es scheint...

Quelle: Mira

Meine Einschätzung

Als jemand der mit Serien wie Matlock, Mord ist ihr Hobby und ähnliches aufgewachsen ist und danach ein Faible für Ladythriller a la Linda Howard, J. D. Robb oder Suzanne Brockmann entwickelte, entdeckt man schnell ein bestimmtes Schema.

Am Anfang findet ein Mord statt, danach lernt man die beiden Hauptcharaktere kennen, die sich entweder nicht ausstehen können, oder gleich aneinander interessiert sind, dann kommt einer der beiden in Gefahr (meist natürlich die Frau) und der andere will ihn beschützen, der Täter bekommt eine der Hauptpersonen in seine Gewalt und sie stirbt fast, aber kurz vorher wird der Killer durch die zweite Hauptperson gerettet und man hat ein wunderbares Happy End bei dem sich die Hauptcharaktere ewige Liebe schwören.

Doch in diesem Debütwerk wirft die Autorin einmal alles fix über den Haufen!

Seven, sowie seine Partnerin Erika, werden zu einem abstrusen Mord gerufen, der mehr an einen Ritualmord der Inkas erinnert, als alles andere. Verwirrt durch mysteriöse Spuren des Täters, welche anscheinend eine irrsinnige Symbolik aufzeigen sollen, scheint bald der Täter klar überführt zu sein, als eine seltsame Frau namens „Gia Moon“ auftaucht; die Insiderinfos über den Mord hat. Doch während Seven sich von Anfang an zu der Frau hingezogen fühlt, bleibt Erika eher skeptisch.
Gleichzeitig erlebt der Leser wie sehr Fanatismus einen Menschen antreiben kann. Wie weit jemand gehen würde, um Unsterblichkeit zu erlangen, auch wenn diese nur durch alte Artefakte möglich wäre und nicht auszudenkende Konsequenzen dadurch entstehen würden

Diese Konsequenzen finden immer wieder im Buch Erwähnung . Es werden Fragen behandelt wie „Ab wann ist man bereit für sein Ziel jede Konsequenz zu akzeptieren?“ „ Wie groß darf das Opfer sein?“


Das Buch präsentiert dem Leser schon am Anfang des Buches den Täter, sodass der Leser nicht mehr rätseln muss. Er erlebt Einblicke in die Gedankenwelt des Mörders, Seven, Gia, Erika und noch anderen Personen und man denkt zunächst, man könne nun ahnen wie der Fall enden mag.

Dadurch entstanden manchmal leichte Phasen wobei ich mich gelangweilt habe, vor allem weil es meiner Meinung zu oft einen POV-Wechsel gab. Dies sollte dem Leser die Charaktere zwar näher bringen, aber eigentlich blieben mir die Personen so etwas fremd und wirkten unsympathisch.

Sowohl Gia als auch Seven sind arg „tortured“ gestrickt, ebenso wie Erika und ja, eigentlich jede weitere Person im Buch, was dem Roman einen leicht düsteren Touch verleiht.

Kurz vor Ende des Buches sah es also so aus: Ich kam mit den Charakteren nicht zurecht, da sie mir zu „tortured“ waren, und den Plot fand ich zu vorhersehbar. Zudem mag ich keine Krimis, wo man schon vorher weiß, wer der Mörder ist. Ich rate lieber selbst und will nicht schon von Anfang an die Lösung in petto haben.
Insgesamt sah es für das Buch also punktetechnisch nicht gut aus.

Tja, und dann... dann las ich das Ende und war einfach überwältigt und mehr als überrascht. Denn ohne viel zu spoilern, kann ich sagen, das die Autorin wirklich jede Menge Überraschungen bereit hält. Sowohl auf ihr Buch bezogen, als auch bezüglich eines typischen Liebesromanendes.

Das Ende hat wirklich einiges herausgerissen und gleichzeitig ließ es nur noch einen Gedanken zu "Hoffentlich schreibt die Autorin ein zweites Buch über Seven und Gia !!!"

Bisher ist davon nichts bekannt, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Zu guter Letzt noch eine Anmerkung für die Romantiker unter Euch.
Der Romanceanteil ist in diesem Buch eher mäßig bzw. spielt eine untergeordnete Rolle. Auch kommen keine Sexszenen vor. Das Buch ist mehr wie eine Studie über verschiedene Charaktere und in welche Richtung die eigenen Lebenssituationen sie treiben können.

Außerdem behandelt das Buch unter anderem Themen, wie etwa Thesen bezüglich der Schläfenepilepsie und Religion im Allgemeinen.
Solche Wissenschaften und vor allem verschiedene Mythologien spielen in diesem Buch nämlich eine große Rolle.

Aber lange Rede, kurze Sinn. Das Buch hatte durch den Aufbau und meiner persönlichen Vorlieben schon von Anfang an einen schlechten Stand bei mir, doch das Ende riss noch sehr viel heraus.
Ich denke Leute mit einem anderen Thrillergeschmack als ich, werden von diesem Buch begeistert sein, denn eines lässt sich nicht abstreiten: Die Autorin kann schreiben.

Bewertung

Das Auge der Athene (Schatten)      

zum Seitenanfang     zur zuletzt besuchten Seite