Schatten über Broughton House (Nicole)


Candace Camp
Originaltitel: An unexpected Pleasure
Verlag: Cora
Band: Historical Special
Erscheinungsdatum: September 07
Genre: historischer Liebesroman


Teil einer Serie
Moreland Familie

Klappentext

Geheimnisvolle Träume und dunkle Vorahnungen führen die junge Amerikanerin Megan über den Ozean nach London ins Broughton House, die prächtige Stadtresidenz des Marquess of Raine. Die schönsten Frauen liegen diesem aufregenden Mann zu Füßen, und auch Megan kann seiner Ausstrahlung kaum widerstehen. Doch der mächtige Aristokrat ist ihr größter Feind. Trotzdem weckt der sündhaft gut aussehende Lord mit den smaragdgrünen Augen ganz andere Gefühle in ihr als Hass und Rache. Hat sie sich in den Mann verliebt, den sie für den Mörder ihres Bruders hält?

Quelle: Cora

Meine Einschätzung

Zehn Jahre, nachdem der Bruder von Megan Mulcahey bei einer Expedition am Amazonas getötet wurde, hat ihre Schwester Deidre einen beängstigenden Traum. Sie sieht den verstorbenen Bruder verzweifelt um etwas bitten. Worum es ihm genau geht, kann sie leider nicht beantworten. Also machen sich Megan, ihr Vater und ihre Schwester kurzerhand auf nach England, um den vermeintlichen Mörder des Bruders zu überführen und anzuprangern.
Um Informationen zu beschaffen, gibt sich Megan als Hauslehrerin aus und nimmt eine Stellung im Haus des vermeintlichen Mörders an.

Theo Moreland, Lord Raine, staunt nicht schlecht, als er Megan das erste Mal gegenüber steht, denn Megan ist die Frau, die ihm vor zehn Jahren im Traum erschien und ihm so einen Grund gab, seine schwere Krankheit zu überstehen, die ihn im Dschungel des Amazonas ereilte.
Obwohl Theos Familie von Megan mehr als begeistert ist, und sie auch bestens mit den gefürchteten Zwillingen die immer zu Späßen aufgelegt sind, zurecht kommt, wird Theos Vertrauen zu ihr auf eine harte Probe gestellt, als er sich zweimal dabei erwischt, wie sie die privaten Räume seines Vaters und sein eigenes Schlafzimmer durchsucht. Nach ihrer Entdeckung kommt es zu einem leidenschaftlichen Kuss zwischen Theo und Megan, doch danach flieht sie sehr schnell aus seinen Armen und macht ihm später unmissverständlich klar, dass eine Liebelei zwischen ihm und ihr niemals sein kann.

Megan fühlt sich schuldig- wie kann sie sich bloß zum Mörder ihres Bruders hingezogen fühlen? Entschlossen stürzt sie sich wieder in ihre Nachforschungen, die jedoch alles andere als ungefährlich sind und überraschende Dinge offenbaren....

Dies ist nun der neueste Band über die sympathische und in den Augen des „tons“, leicht exzentrische Familie Moreland.
Im Gegensatz zu dem sehr ernsten, spannenden und etwas düsteren Vorgängerroman, besticht dieser Teil durch einen leichteren aber durchaus interessanten Grundton. Theo Moreland ist ein überaus liebenswerter, erfrischend unkomplizierter Hauptprotagonist. Megan dagegen ist eine typische, sehr selbstbewusste und unerschrockene Amerikanerin, die es gewohnt ist, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Von der ersten gemeinsamen Begegnung an, sprühen die Funken zwischen dem Paar und es hat mir sehr viel Lesespaß bereitet, zu lesen, wie sich beide langsam kennen lernen und sich ineinander verlieben. Für gute Unterhaltung sorgen außerdem wie immer die Haupt und Nebenprotagonisten aus den Vorgängerbänden, die ich allesamt liebgewonnen habe. Candace Camps Schreibstil ist gewohnt solide und mitreißend, jedoch habe ich einige Dinge an diesem Buch zu bemängeln.
Zunächst einmal empfand ich Megans schnelle und plötzliche Zuneigung Theo gegenüber doch ein wenig zu unglaubwürdig. Man verliebt sich nicht Hals über Kopf in den vermeintlichen Mörder des eigenen Bruders. Die Erklärung, dass Megan tief in ihrem Innern immer wusste, dass Theo zu solch einer Tat niemals fähig gewesen wäre, war mir persönlich etwas zu lahm. Der Hauptgrund bei diesem Buch für meinen Punktabzug jedoch war für mich die ziemlich phantastisch anmutende und völlig abstruse Auflösung des eigentlichen Kriminalfalls.

Fazit: Wie immer sorgt Candace Camp für gute Unterhaltung, einige Handlungen bestimmter Nebenprotagonisten und das seltsam unrealistische Ende des Buches sind jedoch nicht nachzuvollziehen und mindern das Lesevergnügen um einiges.

Bewertung

Schatten über Broughton House (Nicole)      

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