Die Wolfssängerin (Wildfee)


Kerstin Dirks Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3-940235-27-5
Erscheinungsdatum: August 2008
Genre: Paranormal / Werwölfe

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Teil einer Serie
Lykandras Krieger

Klappentext

Remierre de Sagrais streift seit Jahrzehnten als einsamer Jäger durch Europa und hat sein Dasein allein dem Kampf gegen die Mächte des Bösen verschrieben. Sein eigenes Leben hat er einem strengen Kodex unterworfen und stellt es weit hinter seine Pflicht, die Menschheit vor Vampiren – seinen dunklen Brüdern – zu schützen, zurück. Ein normales Privatleben oder gar Liebesbeziehungen sind für ihn schon lange indiskutabel.
Joli Balbuks Leben hingegen wechselt nach einem plötzlichen Lebenszeichen von ihrem verschollen geglaubten Vater von eintönig zu aufregend. Dieser besteht auf ein baldiges Treffen, und schon bald gerät Jolis Weltbild völlig aus den Fugen. Ein Strudel aufregender Ereignisse führt sie direkt in eine Welt, die sie bisher nicht einmal im Traum für möglich gehalten hätte, in die dunkle Welt von Remierre de Sagrais. Sie kann sich seiner faszinierenden Aura nicht entziehen und muss bald erkennen, dass auch sie ein Teil dieser dunklen Welt ist.

Quelle: Sieben Verlag

Meine Einschätzung

Der Klappentext klingt ganz hervorragend und lässt das Herz jedes Werwolffans höher schlagen.
Der Prolog des Romans ist dann auch angenehm spritzig und ungewöhnlich, der Roman selbst ist bis zum Mittellteil alles andere als langweilig, der Stil ist flüssig, die Grundidee ist interessant und die Liebesszenen sind ebenso ansprechend. Zudem ist Remierre einfach eine Sahneschnitte, schlichtweg zum Anbeißen ;-)

Dennoch gibt es einige Punkte die letztendlich zur Abwertung führen:
Ich persönlich kann bei Liebes- und Fantasyromanen nur selten etwas mit deutschen Handlungsorten anfangen, da sie oft zu hölzern und bieder wirken. In diesem Fall ist der Handlungsort Berlin gerade noch international genug und stimmig, um interessant zu sein, das später im Roman vorkommende Sanatorium ist jedoch ein absolutes No Go, das bei mir persönlich überhaupt nicht ankommt.

Leider ist auch der Funke bei der Charakterisierung von Jolie bei mir nicht übergesprungen. Sie ist schlichtweg zu nichtssagend und zu normal, das kleine Quentchen Skurrilität oder Einzigartigkeit fehlt hier.
Bei Remierres Charakter fand ich es unlogisch, das er noch nie etwas vom Medium Internet gehört hat, zudem fehlte mir hier einfach der normale Alltag: Wie bestreitet er seinen Lebensunterhalt, wie ist sein Tagesablauf? Zu diesem eigentlich charismatischen Charakter hätte ich gerne mehr erfahren.

Insgesamt entwickelt sich die ganze Story für meinen Geschmack zu rasant, zu schnell akzeptiert beispielsweise Jolie das Vorhandensein von Werwölfen und Vampiren. Ebenso schnell entwickelt sich die Liebesgeschichte, zu schnell ist da von Liebe die Rede.

Das letzte Drittel des Buches hätte fast dazu geführt, das ich das Buch abgebrochen hätte. Ein Sanatorium als Handlungsort, dazu eine Versammlung von 12 Vampiren bei Vollmond und ein geheimnisvolles Ritual sind doch zu viel der Klischees und erinnern eher an einen mittelmäßigen Horrorfilm.

Fazit: Um richtig gut zu sein, ist der Roman zu kurz, darunter leiden die Charakterisierungen und die Storyline an sich. Idee, Mythologie der Werwölfe/Vampire und die Liebesszenen sind jedoch gut.

Bewertung

Die Wolfssängerin (Wildfee)      

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