Glanz und Asche (Tina)
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Originaltitel: Tipperary Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426500088 Erscheinungsdatum: Juni 2011 Genre: Geschichten rund um Irland |
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Klappentext
Irland um 1900: Der Wanderheiler Charles O’Brien verliebt sich in die kühle April Burke, die um ihr Erbe, das prächtige Schloss Tipperary, kämpft. O’Brien steht der schönen Frau trotz ihrer Ablehnung zur Seite. Doch nach einem knapp überlebten Mordanschlag scheint das Schicksal andere Pläne mit dem jungen Mann vorzuhaben …
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
In "Glanz und Asche" erzählt der Autor Frank Delaney Geschichten rund um Charles O'Brien und seiner Familie. Z.B. darüber, was er als Kind erlebt hat, wie die gewaltsame Vertreibung der Menschen vonstatten ging- nur weil ein Großgrundbesitzer die Flächen als Weide nutzen wollte oder davon wie er mit seinem Vater über Riesen und Feenkreise nachgedacht hat oder von der Liebe zu Irland und dem Wandel der Zeit. Aber auch Geschichten über das Erwachsenwerden und der ersten großen Liebe werden geschildert.
Die Geschichten sind in der Ich-Form geschrieben, aber auch in der Erzählperspektive nach dem Tod von Charles O´Brien.
So ist "Glanz und Asche" kein Roman im üblichen Sinne, es ist eher ein Feuerwerk an Sagen und Geschichten rund um Irland und seine Bewohner. Da das aber so auf den ersten Blick nicht erkennbar war, war ich beim Lesen nach den ersten Seiten ein wenig verwirrt, weil ich mir das Buch als Familien-Saga-Roman vorgestellt hatte.
"Glanz und Asche" ist eine Einladung Irland einmal von einer anderen Seite kennenzulernen. Das Buch liest sich sehr flüssig, nur an einigen wenigen Stellen, wenn der Autor seinen Hang zum Detail zu sehr auslebt, dann hakt es im Lesefluss etwas. Besonders die Geschichten um das Schloss "Tipperary Castle" sind sehr fesselnd geschrieben. Aber auch die Beschreibungen der aufgezählten Sehenswürdigkeiten, denen man im Laufe der Geschichten begegnet, sind sehr schön geschrieben.
Das Buch hat aber auch eine andere Seite, die die politische Problematik Irlands und seinen Kampf um die Unabhängigkeit in den Vordergrund stellt. Diese Seite des Buches dürfte nicht jeden Leser interessieren, doch alle diejenigen, die gerne historische Geschichten mit politischem Flair mögen, werden bestimmt davon begeistert sein.
An dieser Stelle möchte ich noch gerne auf ein anderes Buch der "Irland-Trilogie" von Frank Delaney hinweisen: "Schwert und Harfe". Dieser 1. Teil hat etwas mehr den Romancharakter und ist sehr empfehlenswert.
Wobei ich allerdings die interessante Leseerfahrung von "Glanz und Asche" ebenfalls nicht missen möchte. Für Irland-Fans und begeisterte Leser des Autoren Frank Delaney eine Empfehlung.
Übrigens dieses Buch ist auch als HC unter dem Titel "Tipperary" erschienen.
Bewertung
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