Blut und Silber (Tina)
| Sabine Ebert | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426662885 Erscheinungsdatum: November 2009 Genre: historischer Liebesroman |
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Klappentext
Deutschland 1296: König Adolf von Nassau setzt eine gewaltige Streitmacht gegen das sächsische Freiberg in Bewegung, um die reiche Silberstadt in die Knie zu zwingen. Unter den Bürgern entbrennt ein heftiger Streit: Dürfen sie sich ihrem König widersetzen? In den Reihen der Freiberger, die die belagerte Stadt heldenhaft verteidigen, kämpfen auch Änne, eine Nachfahrin der Hebamme Marthe, und die Gauklerin Sibylla. Entsetzt müssen sie miterleben, wie Freiberg blutig erobert wird - durch Verrat!
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
In „Blut und Silber“ gibt ein Wiedersehen mit Christanstadt, das heute Freiberg heißt. Somit kann man es als indirekte Fortsetzung der Hebammen-Trilogie (Marthe und Christian) sehen, wobei „Blut und Silber“ gut 100 Jahre später spielt. Eine der Hauptrollen hat Änne inne. Sie ist eine Nachfahrin von Marthe und schließt somit den Kreis.
Aber Änne ist nur eine der Charaktere und sie nimmt eigentlich den kleinesten Raum ein. Sehr viel mehr wird von Ulrich von Maltitz, Kommandant der Burg und Ritter vom Marktgraf Friedrich von Wettin, erzählt. Ulrich liebt die Freundin und Seelenverwandte von Änne Sibylla. Aber kommen die zwei auch zusammen, oder was hält das Schicksal für sie bereit?
Markus, Hauptmann der Truppen ist auch eine sehr starke Figur in der Geschichte. Er liebt Änne, aber dürfen sie sich lieben und sicher sein das das Schicksal es gut mit ihnen meint?
Ich mag historische Romane und bin auch eigentlich nicht so zimperlich, wenn hier und da Details aus dem eher rauen (zumindest aus der Sicht von uns heutigen Menschen) Leben des Mittelalters beschrieben wird.
„Blut und Silber“ mutete mir jedoch als recht blutiger Reigen an, dessen beschriebene Gräueltaten mich immer wieder haben das Buch aus der Hand legen und phasenweise sogar nur quer zu lesen lassen, weil ich zuviel Blut, Tod und Gewalt einfach nicht mehr ertragen habe.
Sabine Ebert muss man einfach lassen, das sie wirklich sorgfältig recherchiert hat und Daten und Fakten noch einmal in einem Nachwort erklärt. So kann man als Leser nicht nur erkennen, dass nicht alles Fiktion ist sondern auf wahren Tatsachen beruht und leicht anhand der Auflistung der Figuren erkennen, wie diese zusammenhängen und zueinander stehen.
„Blut und Silber“ ist in drei Teile geteilt, wobei der erste sehr grausam über den Krieg und die Belagerung von Freistadt berichtet. Dabei sollte man sich auf einiges gefasst machen, denn es ist sehr detailgetreu erzählt. Aber auch in den anderen Teilen kommt es wieder zu Gräueltaten.
Wirklich schade das, das Blut vergießen so eine wichtige Rolle eingenommen hat und das dabei die beiden Frauen Änne und ihre Freundin Sibylla kaum zu Wort kamen. Ich hätte mir mehr „Frauenpower“ gewünscht und weniger Gewalt.
Besonders schön ist die tolle Aufmachung des Buches. Ein wirklicher Blickfang in jedem Buchregal.
Bewertung
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