Haus meiner Träume (Nicole)


Harriet Evans Kaufen
Originaltitel: Going home
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3-426-63296-3
Erscheinungsdatum: November 2006
Genre: Contemporary

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Klappentext

Wer wünscht sich nicht einen Ort auf der Welt, an dem man sich wirklich glücklich und geborgen fühlt? Für Lizzy ist dieser Ort Keeper House, das Landhaus ihrer Familie, das so viele Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit birgt. Doch als sie dieses Mal aus London dorthin zurückkehrt, ist alles ganz anders: Das Haus muss verkauft werden!

Für Lizzy bricht eine Welt zusammen, in der sie sich noch bis vor kurzem sicher und beschützt gefühlt hat. Zu allem Überfluss taucht auch noch David wieder auf, jener Mann, der die Liebe ihres Lebens war und der ihr auf so grausame Weise das Herz gebrochen hat...

Quelle: Droemer Knaur

Meine Einschätzung

Lizzy beschließt wie jedes Jahr, Weihnachten mit ihrer Familie zu feiern. Doch obwohl es zunächst den Anschein hat, als ob sich das diesjährige Weihnachtsfest in keinster Weise von den vorangegangenen unterscheiden wird, ändert sich diese fatale Einschätzung von Lizzy schnell. Zunächst einmal beginnt alles relativ harmlos. Lizzys Onkel erscheint plötzlich und unerwartet mit einer frischgebackenen Ehefrau im Schlepptau, die Lizzy zu fortgeschrittener Stunde, beim Schnüffeln in den Papieren ihres Vaters erwischt. Außerdem outet sich ihr Cousin als Homosexueller. In den nächsten Tagen geschehen aber noch einige weitere Dinge, die Lizzy ziemlich an die Substanz gehen. Zum einen trifft sie ihren Ex-Freund David wieder, der sich anscheinend wieder mit ihr aussöhnen möchte. Doch Lizzy weigert sich, ihm zuzuhören, da er sie nach seinem Umzug nach New York mit einer Freundin betrog. Zum anderen erfährt sie, dass ihr Onkel Geldsorgen hat und ihre Eltern aus diesem Grunde gezwungen werden, ihr Haus, Lizzies Elternhaus, zu verkaufen. Anstatt sich jedoch zusammenzusetzen, um die familiären Probleme zu klären, besticht Lizzys Familie eher durch ihre Fähigkeit alles zu verdrängen und eine gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Doch nur das Zusammenhalten der Familie und das Besprechen der finanziellen Sorgen würde ihre Probleme vielleicht noch in letzter Minute lösen...

In diesem Buch geht es um eine ziemlich verrückte Familie, die sich zwar über alles liebt, doch ihre Probleme unter dem Mantel des Schweigens hüllt, was irgendwann fatale Folgen hat und unter anderem damit endet, dass Lizzys Elternhaus verkauft werden soll. Zwar wird immer betont, wie sich die einzelnen Protagonisten nahe stehen, doch wenn man dann mehr über sie erfährt, zum Beispiel über den Onkel von Lizzy, fragt man sich, wie viele Scheuklappen die Familie über die Jahre hinweg getragen haben muss, um deren einzelne Schwächen nicht zu bemerken. Natürlich ist das auf eine Art ein liebeswerter Zug, den man ja auch gut nachvollziehen kann, bis zu einem gewissen Grad, doch dass bestimmte Dinge noch nicht einmal besprochen werden konnten, kann man nicht verstehen. Jeder hat in diesem Haus Geheimnisse, von denen die anderen nichts wissen. Das hinterlässt beim Lesen einen bitteren Nachgeschmack.

Die Nebenhandlung beschreibt Lizzys Liebesleben, das, nachdem sie von ihrem Ex-Freund betrogen wurde, nun ziemlich düster aussieht. Obwohl sie David damals über alles liebte, brachte sie es nicht einmal fertig, ein letztes Mal mit ihm persönlich über seinen Seitensprung zu sprechen und machte einfach am Telefon mit ihm Schluss. Es reichte ihr die Aussage eines Freundes, dass ihr Ex fremdgegangen ist.

Natürlich war es eine schmerzliche Angelegenheit für die Hauptprotagonistin, doch auch hier wird wieder einmal deutlich, dass ihr, wie auch dem Rest der Familie die Fähigkeit fehlt, über ihre Probleme und Gefühle sprechen zu können. Alles wird schnell abgehakt, und unter den Teppich gekehrt.

Was mich sehr an diesem Buch gestört hat, war, dass die Autorin zu ausführlich und teilweise über viele Seiten, sämtliche Geschehnisse der Familie, die in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart passierten, aufführt. Da es auch oft nur kleine Nebensächlichkeiten waren, wirkte das für den Leser schnell ermüdend und langweilig. Außerdem fand ich die Heldin des Buches, Lizzy nicht so wirklich interessant. Natürlich hatte sie zunächst mein vollstes Mitleid, als der Seitensprung ihres Ex-Freundes erwähnt wurde, doch je mehr man darüber erfuhr, konnte man über die dann sehr naiv wirkende Heldin , irgendwann nur noch genervt den Kopf schütteln. Auch der Held, David, war für mich ein kompletter Idiot, denn er musste doch eigentlich schon bemerkt haben, wie viel er Lizzy bedeutete.

Einzig der gute Schreibstil und die teilweise ziemlich chaotische Familie die trotz allem sympathisch wirkte, lassen mich davon absehen, dem Buch eine schlechtere Bewertung zu geben.

Bewertung

Haus meiner Träume (Nicole)      

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