Vampire: Von damals bis(s) heute (Ka)
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Originaltitel: ---- Verlag: Ubooks ISBN: 978-3866081499 Erscheinungsdatum: November 2010 Genre: Phänomen "Vampir" |
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Klappentext
Wo liegt der Ursprung des Glaubens an und was ist überhaupt ein Vampir? Dieses Buch erläutert die verschiedenen Formen der Vampire, die geschichtlich dokumentierten Fälle, die literarische Form des Vampirs und natürlich beschäftigen wir uns mit dem populären Bild des Vampirs in Büchern, Film und Fernsehen.
Wer schon immer etwas mehr wissen wollte, als andere, dem sei dieses Buch über das Phänomen der Vampire ans Herz gelegt.
Quelle: Ubooks
Meine Einschätzung
Zum Einstimmen in die Rezension, hier ein kleines Zitat aus "Vampire - Von damals bis(s) heute" von Nicolaus Equiamicus: "... Keine Aufklärung, kein Propagieren des Materialismus, kein Atheismus hat es geschafft, den Zauberglauben aus den Köpfen der Menschen zu beseitigen ..." Zitat Ende.
Gegliedert in 4 Hauptteile und den dazugehörigen Kapiteln und Aufsätzen gewährt uns Nicolaus Equiamicus zuerst einen Einblick in die Geschichte des Vampirismus. Hier werden die "Urformen" aufgegriffen, wie z. B. Empusen, die Strigen, oder auch der Nachtmahr. Dem folgen die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Untoten, die z. B. wären: Wiedergänger, Nachzehrer und der furchteinflößende Vampir und deren Verbreitung in diversen Ländern (Westpreußen, Russland, Siebenbürgen, Österreich-Ungarn usw.).
Der zweite Teil beschäftigt sich mit den wissenschaftlichen Erklärungsversuchen. Ausgehend vom 17. Jahrhundert, chronologisch fortlaufend bis ins Jetzt. Teilweise blieb mir die Spucke weg, alleine, wenn ich an Kapitel 5 des zweiten Teiles denke: "Feucht und unschön. Der natürliche Verwesungsprozess". Herr Equiamicus schildert diesen Prozess in "leuchtenden Farben", der für manchen Schauer, der einem beim Lesen über den Rücken läuft, sorgt. Das Schöne - oder auch Schlimme an den einzelnen Aufsätzen ist, dass die fundierte und bildhafte Art wie der Autor schreibt, und die von ihm aufgearbeiteten Themen dadurch so realistisch (was sie auch sind, wie Nicolaus Equiamicus in Quellenhinweisen belegt) wirken.
Im dritten Teil des Buches widmet sich der Autor der Darstellung des Vampirs in Märchen, Sage, Dichtung und Literatur bis hin zu Film und Serie. Egal ob nun eine Vampirgeschichte aus Kreta, Bram Stokers "Dracula", vom Blutsauger zum Nackenbeißer in der Twilight-Saga, oder die Erfolgsgeschichte der schreibenden Rechtswissenschaftlerin J.R. Ward (Black Dagger-Reihe), alle bekommen hier ein Ohr. Nicolaus Equiamicus bringt den Boom auf Vampir-Liebesromane auf einen Nenner: "Es ist die Mischung aus Erotik und Schauerliteratur, die Vampire vor allem für Frauen interessant machen. ...". Ich schließe mich hier nicht aus *grins*.
Den krönenden Abschluss liefert der vierte Buchteil: "Die Gier nach Blut - der so genannte "lebende Vampir", Serienmord und Blutfetischismus". Bekanntester Vertreter dieser Gattung war wohl Vlad III der den Beinamen Țepeș (der Pfähler) und Drăculea (Sohn des Drachen) trägt. Dicht gefolgt von Elisabeth Bathory, die so genannte ungarische "Blutgräfin", deren Lust auf Blut angeblich immens gewesen sein muss, gesetzt dem Fall, sie war wirklich so blutrünstig. Oder vielleicht war sie doch nur eine Schachfigur ihrer Zeit und ist einem politischen Komplott zum Opfer gefallen. Das Ende der "lebenden Vampire" macht die "Vampirin von Odessa", die man eher als Schwarzmagierin bezeichnen muss.
Summa summarum ist es dem Autor gelungen, alle geschichtlichen, mythologischen und fiktiven Legenden, Märchen bzw. Tatsachen zu einem ausdrucksstarken Vampir-Sammelwerk zusammen zu fügen. Und gemäß dem Zitat am Anfang der Rezension, ist der "Zauberglaube" tatsächlich nicht aus den Köpfen wegzudenken. Teilweise hatte ich einen Kloß im Hals, der sich nur schwer löste - vor allem im Anbetracht der tatsächlichen "Vampir-Täter" und deren Taten. Von meiner Seite aus, der geneigten Leserin, bekommt "Vampire - Von damals bis(s) heute", dieses informative, sehr gut recherchierte, vom Schreibstil teils "historisch" anmutende, reich bebilderte Werk, 5 Lesepunkte.
Bewertung
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