Wiedersehen in Havenswalk (Tina)
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Originaltitel: The Prodigal Sister Verlag: Wunderlich ISBN: 978-3805250009 Erscheinungsdatum: März 2011 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Jeden Tag schreibt die kleine Cathy einen Brief an Mama und Papa im Himmel, in dem sie ihnen von ihren täglichen Sorgen und Nöten berichtet. Gemeinsam mit ihren drei Schwestern versucht sie sich in Dublin durchzuschlagen. Doch der Verlust ihrer Eltern wird Cathy immer belasten. In ihrer Verzweiflung und Trauer begeht sie einen verhängnisvollen Fehler und bricht den Kontakt zu ihren Schwestern ab… Fünfzehn Jahre später wagt sie den Schritt und lädt ihre Schwestern zu ihrer Hochzeit nach Neuseeland ein, wo sie eine neue Heimat gefunden hat. Wird es ein Fest der Versöhnung?
Quelle: Rowohlt
Meine Einschätzung
Die vier Schwestern, von denen "Wiedersehen in Havenswalk" erzählt, sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch jede von ihnen hat ihr Päckchen zu tragen und das ist nicht immer leicht. Ergänzend zum Klappentext möchte ich gerne die Schwestern und ihre Eigenarten hier kurz vorstellen:
Rebecca ist die älteste Schwester von Cathy. Sie ist Leiterin eines Gnadenhofes und hat ein Herz für gequälte Tiere, ihnen schenkt sie ihre Liebe und Aufmerksamkeit. Rebecca genannt Becks, leidet sehr unter den Fortgang von Cathy, aber sie ist auch wütend und verbittert. Schafft Conor es ihr Herz zu erobern?
Julie ist verheiratet mit Paul Chambers, Inhaber einer Software Firma und beide haben zusammen drei Söhne: Jonathan, Philip und Aidan. Julie liebt Musik und hat in der Band "Maximum Volume" gesungen. Sie ist eine quirlige Person, die in der Familie aufgeht und Connor sofort ins Herz schließt...
Lauren ist mit Steve Moran verheiratet. Er ist viel älter als sie und nennt sie immer nur Prinzessin und behandelt Lauren wie eine Puppe, die nach seinem Willen funktionieren soll. Nur wenn Lauren sich selbst verletzt, kann sie sich fühlen. Wird sie es schaffen sich von Steve zu lösen?
Das Cover des Buches ist ein wundervoller Blickfang und der Klappentext macht neugierig auf mehr - und verspricht nicht zu viel, denn man wird nicht enttäuscht.
Laura Elliot schreibt flüssig und absolut mitreißend. Insbesondere die Briefe, die Cathy an ihre verstorbenen Eltern schreibt, lassen den Leser teilhaben an dem Leben und Geschehnissen der vier Schwestern und machen es dem Leser leicht hinter die Fassaden und Gefühle der Figuren zu blicken. Aber auch Rebecca schreibt ein Tagebuch, das dem Leser hilft die Hintergründe noch besser zu verstehen.
Die Autorin erzählt von Familie, mit all der Vielfalt von Gefühlen, die im Zusammenleben miteinander entstehen können, wo Neid, Sehnsucht aber auch Liebe und Eifersucht sich gekonnt die Waage halten.
Die Liebe ist eher eine Randerscheinung, da das Vergeben und Verzeihen an erster Stelle steht. Aber auch die Liebe zur Familie und zu Neuseeland, sowie der Charme der Maoris, sind Themen des Buches und lassen einen nicht so schnell wieder los.
"Wiedersehen in Havenswalk" ist ein Buch das mich sehr berührt hat. Die Gefühle können hier und da schon mal Achterbahn fahren. Und auch wenn ich manchmal nicht mehr daran geglaubt habe dass die Geschichte je gut ausgeht kann, denn Wut und der Hass lasten schwer auf den Figuren, hofft man doch stets auf ein Happy End.
Ein Familienroman den ich persönlich nicht so schnell vergessen werde. Empfehlenswert!
Bewertung
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