Blutsvermächtnis (Ka)
| Kathy Felsing | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: Sieben Verlag ISBN: 978-3941547315 Erscheinungsdatum: April 2011 Genre: Paranormal |
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Klappentext
Man nennt Menschen wie sie Dream Shaper, doch Nevaeh Morrision, eine Paläopathologin aus Los Angeles verdrängt ihre paranormale Gabe. Sie begegnet dem ältesten denkenden Wesen der Welt: Elasippos, eine geheimnisumwobene Persönlichkeit von ganz besonderem Blut. Dem seit Jahrhunderten zurückgezogen lebenden Elia drohen seine unbedacht gelegten Spuren der Vergangenheit zum Verhängnis zu werden. Sie lassen Nevaeh in das Fadenkreuz eines blutrünstigen Vampirs auf der Suche nach dem Blutsvermächtnis rücken. Ein persönlicher Feind hat zudem eine Rechnung mit ihr zu begleichen und zusätzlich steht die erste Begegnung von Nevaeh und Elia unter keinem guten Stern: Sie sieht in ihm den Entführer ihres Vaters.
Quelle: Sieben Verlag
Meine Einschätzung
Nevaeh Morrison ist ein Dream Shaper. Mit dieser Gabe ist es ihr möglich mit Hilfe ihrer Träume die Zukunft zu prägen. Sie ist überzeugt davon, dadurch den Tod von zwei Menschen herbeigeführt zu haben. Aus diesem Grund unterdrückt sie Zeit ihres Lebens massiv ihre "Gabe" - sie nennt es "ihren Fluch". Nevaeh ist Paläopathologin und momentan mit Ihrem Vater - Joshua Morrison, einem Archäologen - in der Atacamawüste in Chile. Nevaeh glaubt, das ihr Vater dort ein altes Grab finden möchte.
Joshua Morrison sucht jedoch mehr: Das Gen der Unsterblichkeit. Beauftragt von einem anonymen Geldgeber, erhofft er das Gen unter den Felsmassiven der Acatamawüste zu finden. Für ihn stellt das Gen den Schlüssel aller Probleme dar, die seine Tochter mit der Gabe hat. Doch es stellt sich ihm jemand in den Weg.
Dieser jemand ist Eliasippos ( alias Elia Spops ), ein Halbgott, der seit über vierzehntausend Jahren unter den Menschen weilt. Elia hütet ein Geheimnis, tief unten im Felsmassiv und setzt alles daran, dieses auch in Zukunft verborgen zu halten. Was er dadurch jedoch auslöst, ist absolut nicht in seinem Sinn. Elia hat Nevaeh bis dato nur aus der Ferne gesehen, als er am Forschungscamp vorbei joggte. Doch seltsamerweise hat er sich zu diesem Zeitpunkt schon von ihr angezogen gefühlt. Eine Kette von Ereignissen wird losgetreten, als Elias gewalttätiger Handlanger Colonel Varela zu einem "Rundumschlag" ausholt und somit eine eindeutige Grenze überschreitet.
Puh! Eines kann ich vorweg sagen: Hinsetzen. Rauchen einstellen - solltet ihr rauchen. Anschnallen! Denn es wird spannend, spannender, am spannendsten. Vorweg muss ich jedoch gestehen, dass mir anfangs der Einstieg in die Geschichte etwas schwerer gefallen ist. Der Grund dafür, war die Tatsache, dass die Autorin Kathy Felsing die Geschichte aus verschiedenen Erzählpositionen heraus erzählt hat. Das mutete teils etwas holprig an. Doch dann nimmt die Geschichte an Fahrt zu. Sozusagen ein Speedway zum Leseglück.
Sehr positiv anzumerken ist, dass die Autorin Begriffe, die evtl. nicht verstanden werden, mit erklärenden Fußnoten gekennzeichnet hat. Was den Roman noch so lesenswert macht, ist die Tatsache, dass Kathy Felsing mit einigen Überraschungen aufwartet, die man so nicht ganz erwartet. Übrigens lässt die Autorin das Heldenpaar erst ab Seite 109 so richtig aufeinander los. Sprich: Nicht nur kurze Blickkontakte, sondern ein Aufeinanderprallen von zwei Persönlichkeiten, bei dem von Anfang an die erotischen Funken sprühen.
Da Elia ein Held ist, der immer noch irgendwie in der Vergangenheit lebt, legt er sehr viel Wert auf "höfisches" Verhalten. Was ich persönlich schön fand, vor allem wenn sich Nevaeh plötzlich in einem Kleid aus der Zeit Ludwig des XVI wieder findet. Der Sprachstil der Autorin ist mitunter fast schon als lyrisch zu bezeichnen, hier ein Beispiel: "Keine Frucht der Welt konnte süßer schmecken, keine Chilischote schärfer, keine Limette saurer, kein Kraut bitterer und keine Ozeanträne salziger. Die Berührung seines Mundes jagte die Ahnung jeder äquivalenten Empfindung zu diesen Geschmacksnoten durch ihr Gehirn, geprägt mit dem Wissen um die exakte Sekunde im Jetzt und im Morgen, zu der sie das jeweilige Aroma in seiner reinsten Form zu kosten bekommen konnte. ..." Na, hat man da noch Worte?
Mir fehlen sie jedenfalls, die Worte meine ich. Sehr gerne vergebe ich 4.75 Punkte an Kathy Felsings "Blutvermächtnis". Wäre der holprige Einstieg nicht gewesen, würden jetzt runde 5 Punkte als Bewertung stehen. Doch bildet Euch selbst eine Meinung.
Bewertung
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