Jane beißt zurück (Anke)


Michael Thomas Ford Kaufen
Originaltitel: Jane Bites Back
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453525894
Erscheinungsdatum: März 2010
Genre: Paranormal

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Klappentext

Jane Austen starb 1817 im Alter von 41 Jahren. Was keiner weiß: Ihr Tod war nur vorgetäuscht, denn sie ist ein Vampir. Heute lebt sie unerkannt in den USA, und ihr Vampirdasein hat sie gründlich satt. Ihre eigenen romantischen Gefühle sind stets von vornherein zum Scheitern verurteilt – bis plötzlich Lord Byron wieder auftaucht, mit dem sie damals eine stürmische Affäre hatte. Und der sie zum Vampir gemacht hat. Auf einmal findet sich Jane inmitten einer ihrer eigenen Romanzen wieder …

Auf unnachahmliche Weise verwebt Michael Thomas Ford die Geschichte der berühmtesten Schriftstellerin aller Zeiten mit einem modernen Mythos.

Quelle: Heyne

Meine Einschätzung

Die Geschichte läuft sehr langsam an und hat es mir zunächst nicht leicht gemacht daran zu bleiben und weiter zu lesen. Alles erschien mir, wie soll ich es ausdrücken .... zu beschaulich, zu unauffällig, zu farblos. Und das bezog sich sowohl auf die Story als auch auf die Figuren.
Mit den im Verlauf des Buches eintretenden Ereignissen wird die Geschichte ein wenig lebendiger; wozu auch überraschende Wendungen beitragen. Letztendlich hat mich dann aber doch meine Neugierde auf Kommendes dazu getrieben weiter zu lesen.

Am Ende des Buches war ich hin und her gerissen zwischen der Bewertung "unterhaltsame Lektüre" und "konnte mich nicht fesseln".
Wichtigster Punkt dabei war, dass ich mir Jane Austen durchaus so vorstellen könnte, wie sie im Buch beschrieben wird - jedoch nicht als eine Jane Austen, die seit fast 200 Jahren ein vampirisches Dasein auf der Erde lebt.
Und so kam mir die Jane Austen aus "Jane beißt zurück" zu distinguiert und zu unscheinbar vor und damit ganz das Gegenteil von dem was mir vorschwebte. Denn ich stelle mir eine so intelligente, neugierige und wortgewandte Schriftstellerin als wesentlich lebendiger und abenteuerlicher vor, vor allem nach dem sie die Konventionen ihres menschlichen Lebens und die gesellschaftlichen Einschränkungen, die sie stets in ihren Büchern anmahnt, abstreifen konnte.

Desweiteren beherrscht der Autor Michael Thomas Ford einen flüssigen angenehm zu lesenden Schreibstil, dem, und das ist die Schattenseite, allerdings ein wenig der Esprit und damit das gewisse Etwas fehlt, um gänzlich zu überzeugen. Ebenso gespalten in meiner Meinung bin ich auch was die Grundidee betrifft. Diese mag zwar nicht neu sein, ist aber doch sehr reizvoll; wird aber meiner Meinung nach in ihrem Potenzial nicht voll ausgeschöpft.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass der Leser der mit der Hauptfigur Jane, seine wahre Freude an dem Buch haben wird und bestimmt so einige amüsante Seiten entdecken kann, vor allem wenn "Jane" sich über die Austen-Manie mokiert oder sich über die ihr verlorengegangenen Tantiemen ärgert, die der Aufschwung an Austen-Verkäufen bedeutet.

Letztendlich habe ich mich für eine gute 3,5er Bewertung entschieden. Ein Buch das man nicht unbedingt lesen muss, in dem man aber durchaus etwas für sich entdecken kann.

Bewertung

Jane beißt zurück (Anke)      

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