Ein unmoralisches Sonderangebot (Anke)


Kerstin Gier Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404162550 / 5. Auflage
Erscheinungsdatum: April 2008
Genre: Contemporary

Amazon.de
Bol.de
Libri.de

Klappentext

Sehr ärgerlich: Seine Söhne haben die dreißig schon überschritten, aber haben immer noch nichts im Leben erreicht - findet Fritz. Verwitwet, tyrannisch und außerordentlich geizig, ist er eine Plage für die Schwiegertöchter. Und dann scheint der alte Herr völlig verrückt geworden: Einer Wette wegen plant er einen Partnertausch für seine Söhne. Die verträumte Olivia zieht mal zu Oliver ins schicke Stadtapartment, die ehrgeizige Evelyn zu Stephan in die alte Gärtnerei. Damit alle bei diesem absurden Spiel mitmachen, winkt Fritz mit Geld. Mit viel Geld...

Quelle: Bastei Lübbe

Meine Einschätzung

Es fängt im Prolog schon recht amüsant an, indem 4 Männer höheren Alters eine Wette abschließen, in der es um ihre Kinder im erwachsenen Alter und nicht unerheblich viel Geld geht. Da darf der Leser natürlich gleich anfangen zu rätseln und zu spekulieren.

Schon in den ersten Kapiteln bekommt man zu spüren, wie Fritz, der Schwiegervater, eingestellt ist. Mürrisch, knauserig und mit nichts zufrieden, was seine Kinder machen.
Auch bekommt man schnell einen Eindruck, wie es im Leben der Söhne aussieht. Kein Geld, keine Kinder in Aussicht, keine Hoffnung auf Wohlstand (beide sitzen auf einem großen Berg Schulden), obwohl beide Söhne studiert haben und sich eigentlich ein schönes Leben hätten machen können. Fritz, der mehr als genug Geld angesammelt hatte während seiner langen beruflichen Laufbahn, will ihnen nichts geben. Wie gesagt, er ist knauserig und sieht es nicht ein weshalb er seine Kinder für ihr Verhalten auch noch belohnen soll.

Immer, wenn es wieder Sonntag ist, und alle gemeinsam bei Fritz zum Frühstück sitzen, beschreibt Olivia in Gedanken die Erlebnisse der Familie als eine Art Seifenoper "Die Gaertners - Eine Familie zum Staunen", "- eine Familie reif für die Anstalt" oder "- eine Familie zum Abgewöhnen". Und dazu das Tagesgeschehen. Zum Schmunzeln komisch!

Die Söhne und dessen Frauen gehen auf das von Fritz gemachte "Angebot" ein und tauschen für eine lange Zeit die Partner. Es kommt, wie es kommen muss. Gefühle kommen ans Tageslicht, die teilweise sehr verständlich sind und es ändert sich doch so manches.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive einer der zwei Schwiegertöchter von Fritz erzählt. Olivia ist die Inhaberin einer Gärtnerei und mehr als knapp bei Kasse. Gerade so kann sie sich mit dem Gewächshaus über Wasser halten, dank der Bank...

Der Humor, den ich schon von der Mütter-Mafia-Reihe kenne, ist auch hier überdeutlich zu spüren. Ein Schmunzler nach dem anderen, und immer wieder ein Lacher zwischendurch. Einfach klasse!
Auch erfährt man im Laufe der Geschichte immer mehr von der Familie Gaertner und man kann sich in Olivia gut hineinversetzen.

Bewertung

Ein unmoralisches Sonderangebot (Anke)      

zum Seitenanfang     zur zuletzt besuchten Seite