Gezeiten der Hoffnung (Tina)
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Originaltitel: Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426502259 Erscheinungsdatum: April 2011 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Shelley ist 14 und so richtig verliebt, in Kieran, den sie aus dem Internet kennt. Und obwohl sie dem ersten Treffen entgegenfiebert, ist sie trauriger denn je. Denn sie hat Angst vor Kierans Reaktion, wenn er erfährt, dass sie zeit ihres Lebens im Rollstuhl sitzen wird…
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
Folgende Figuren möchte ich ergänzend zum Klappentext noch kurz vorstellen:
Rachel, die Mutter von Shelley, hat nicht nur Angst ihre Tochter zu verlieren, sie hat auch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen und der Anerkennung bei ihrem Ex-Mann, der sich immer dann einmischt wenn es ihm gerade in den Kram passt. Und dann ist da auch noch Liliana, Rachel Schwester, die es gewohnt ist, das sie immer im Mittelpunkt steht und in deren Schatten Rachel steht.
Surinda, ist Shelley Busenfreundin und sie mischt sich gerne mal ein, wenn es um Kieran geht.
Und dann ist da auch noch Miriam, eine Freundin und Schlüsselfigur, denn sie ist an aktiver Multipler Sklerose gestorben - die Krankheit die auch Shelly hat.
"Gezeiten der Hoffnung" öffnet sich beim Lesen, wie die Büchse der Pandora. Es treffen schöne Momente auf traurige Passagen, es geht um den Tod und um die Todesangst, um Wut und Hilflosigkeit angesichts einer zerstörerischen Krankheit und um die erste Liebe.
Die Geschichte wird immer im Wechsel mal von Rachel und mal von Shellan erzählt. Der Leser erhält auf diese Art und Weise einen sehr guten Einblick in Denk- und Handlungsweisen der Figuren und kann so ihre Entscheidungen und Gefühle sehr intensiv nachvollziehen.
Die Autorin Giselle Green veranlasst den Leser über Sterbehilfe und Selbstbestimmung über den eigenen Körper nachzudenken. Sie schreibt darüber wie die Familie unter den Belastungen der Krankheit leidet und letztlich auseinanderbricht. Wie Freunde sich abwenden und gehen. Und über die Hoffnung, die Liebe in uns keimen lässt.
Mich persönlich hat diese tiefgehende Geschichte sehr berührt, deren Mischung aus angst- und hoffnungsvollen Momenten es zu einem besonders fesselnden Lese-Erlebnis macht. "Gezeiten der Hoffnung" ist ein Buch, bei dem man viele Taschentücher braucht wird und sehr viel Ruhe, um diese schwierige Thema auf sich wirken zu lassen. Und ja, es lohnt sich!
Bewertung
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