Ich werd' verrückt (Anke)
| Niamh Greene | Kaufen |
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Originaltitel: The Secret Diary of a Demented Housewife Verlag: Goldmann ISBN: 978-3-442-46991-8 Erscheinungsdatum: März 2010 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Eigentlich war das Haushaltsbuch ja für Rezepte und Einkaufslisten gedacht. Aber Susie spuken viel wichtigere Dinge im Kopf herum, die sie sich von der Seele schreiben muss: Zum Beispiel, wie man es schafft, bei Verstand zu bleiben, mit einer vierjährigen Diva, die denkt sie wäre Judy Garland, einem risikofreudigen Kleinkind, und einem fordernden Ehemann, der einmal in der Woche eine selbstzubereitete Mahlzeit erwartet. Als wäre das nicht genug, ist da noch dieser attraktive alleinerziehende Vater in der Spielgruppe, der zweifellos ein Auge auf sie geworfen hat …
Quelle: Goldmann
Meine Einschätzung
Die im Tagebuchstil geschriebene Geschichte hat durchaus ihre Momente und ist gut für den ein oder anderen Schmunzler. Aber letztendlich ist es mit Humor so eine Sache. Dort wo der eine laut heraus lachen kann, weil die Beschreibung der Neurosen der Hauptprotagonistin genau seinen Lach-Nerv treffen, ist der andere völlig genervt von einer unsympathischen Figur, die sich für nichts anderes interessiert als sich selbst und ihr rückgradloses, egoistisches Verhalten über viele Seiten hinweg zelebriert.
Beim Lesen schwankte ich zwischen beiden Meinungen stets hin und her.
Auf der einen Seite war da meine Abneigung gegen Susie, die Hausfrau und Mutter, die im Grunde besser daran wäre endlich mit Jammern und Selbstmitleid aufzuhören, sich einen Job zu suchen und Haushalt und Familie in die Hände einer fähigen Haushälterin zu legen. Andererseits waren dann da aber auch wieder die Szenen, wo ich beim Lesen einfach nicht anders konnte als zu schmunzeln.
Für meine Bewertung ausschlaggebend ist wohl am Ende die Tatsache, dass im Buch einfach nichts passiert. Probleme, die eigentlich keine sind oder zumindest schnell aus dem Weg geräumt werden könnten, zerfallen zum Ende hin einfach in Wohlgefallen und "Friede, Freude, Eierkuchen". Zudem werden sämtliche Haus- und Frauen-Klischees bemüht, die bekannt, gängig und bereits in aller Intensivität ausgelutscht sind und die man sich hätte schlicht sparen können.
"Ich werd verrückt" kann durchaus den Nerv des Lesers treffen, ist leicht, locker geschrieben und flott zu lesen. Mir persönlich sind aber einfach zu viele Negativpunkte aufgefallen, allen voran der schwache Plot und die unsympathische Hauptprotagonistin, als dass ich das Buch mit mehr als 2,5 Punkte bewerten könnte.
Bewertung
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