Im Bann der Engel (Ka)
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Originaltitel: ---- Verlag: Elysion Books ISBN: 978-3942602082 Erscheinungsdatum: März 2011 Genre: Paranormal / Steampunk |
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Klappentext
Ein Steampunkroman: Um Engel zu erschaffen bricht eine ambitionierte Weltverbesserin alle Gesetze. Doch Engel spielen nach anderen Regeln. *** Die laszive Madame Hazard leitet eine geheime Forschungseinrichtung in der Stadt Cravesbury. Aus ihrem anfänglichen Wunsch, Mörder in reine Wesen zu verwandeln, wird Fanatismus, als sie feststellen muss, dass die Bewohner der Stadt ihr nicht wohlgesonnen sind. Sie befiehlt ihren Wissenschaftlern, Todesengel zu erschaffen. Womit sie nicht rechnet ist, dass Elena Winterstone, ihre fähigste Kraft, sich in eines der tödlichen Wesen verliebt und es dazu bringt, gegen Madame Hazard aufzubegehren.
Quelle: Elysion
Meine Einschätzung
Elena Winterstone arbeitet als okkulte Wissenschaftlerin in den unterirdischen und geheimen Laboratorien der lasziven Madame Hazard. Dank ihrer mentalen Fähigkeiten ist es Elena und ihren Kollegen möglich, Probanden - meist zum Tode verurteile Straftäter - ins Leben zurück zu holen, nämlich als Engel mit mechanischen Flügeln. Doch die Sterblichkeitsrate der vom Tode "Auferstandenen" ist hoch. Allem Anschein nach, liegt es daran, dass sich die Verurteilten eben mit selbigem abgefunden haben - dem Tod. Elenas Unbehagen ob der katastrophalen Ereignisse rund um die "Entstehung" der Engel wird immer größer. Madame erscheint ihr nicht länger als Gönnerin, sondern vielmehr als ein Mensch, der Gott - besser gesagt Teufel - spielen möchte.
Unterdessen macht sich Madame Hazard auf, freiwillige Männer für die Experimente zu gewinnen. Es melden sich fünf an der Zahl. Kraftstrotzend, groß, gutaussehend und ohne Gewissen - allesamt die Besten aus der Zunft der Auftragskiller. Madame Hazard möchte sie zu eigenem Nutzen in Todesengel wandeln, um so Cravesbury, die Stadt, in der sie lebt, unter Kontrolle zu bringen.
Bei einem der Auftragskiller handelt es sich um Richard Sinclair, der einzige, der die vorgesehene Wandlung aus kritischen Augen betrachtet. Die Macht, die Madame Hazard ausübt; ist so gut wie nicht zu brechen und aus Richard wird der Todesengel Amenatos. Doch etwas passiert, mit dem Madame nie gerechnet hat: Amenatos und Elena verlieben sich ineinander. Als Madame Hazard dann auch noch alles daran setzt, Waisenkinder in Engel zu verwandeln, geht die Stadt Cravesbury einer Katastrophe mit gewaltigen Ausmaßen entgegen.
Erinnert man sich an die düstere Stimmung im unterirdischen Jetzt von "12 Monkeys" oder an die Tristes von "Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" vielleicht auch an die technisch-dampfenden Errungenschaften aus "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen", dann ist der Erklärung, wie die Stimmung in "Bann der Engel" zu beschreiben ist, Genüge getan.
Christiane Gref ist es gelungen, mir als Leser, diese dampfende, teilmechanische, futuristisch anmutende, viktorianische Welt gekonnt näher zu bringen. Wer sich also dem Steampunk zugeordnetem erotischen Roman nähert, dem sollte von vornherein klar sein, dass hier nicht eitel Sonnenschein herrscht und kein Friede-Freude-Eierkuchen gebacken wird. Auch die Erotik ist manchmal fernab vom Blümchensex. Stilvoll, jedoch ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, setzt die Autorin die erotischen Momente in Szene, die sich der Erzählung anpassen und nie aufgesetzt wirken. Doch keine Angst, hier steht definitiv die Geschichte im Vordergrund, auch wenn mit Sex nicht gespart wird.
Von mir gibt es für dieses Lesevergnügen 4,5 Punkte. Leider musste ich einen halben Punkt abziehen, da ich gerne mehr über Madame Hazards Fähigkeiten erfahren hätte, und grundsätzlich die okkulten und mentalen Fähigkeiten etwas mehr hätten ausgeleuchtet werden können. Doch da, nach dem Cliffhanger zu schließen, noch mehr von den "Todesengeln" zu erwarten ist, hoffe ich dann Antworten zu finden.
Bewertung
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