In Wahrheit wird viel mehr gelogen (Dine)
| Kerstin Gier | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: Bastei Lübbe ISBN: 978-3785760147 Erscheinungsdatum: September 2009 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Die Erbmasse verringert sich mit der Masse der Erben … Gerade, als Carolin anfängt sich zu fragen, ob es wirklich eine so gute Idee war, Professor Karl Schütz, den charismatischen Vater ihres eher spießigen Studienfreunds Leo zu heiraten, stirbt Karl − und hinterlässt ihr ein überraschend großes Vermögen. Karls Kinder und seine Exfrau erheben allerdings ebenfalls Anspruch auf das Erbe und sind bereit, mit allen Tricks und Kniffen darum zu kämpfen. Leo, inzwischen Anwalt und verlobt mit der hübschen Tochter seines Chefs, nimmt Carolin offenbar immer noch sehr übel, dass sie ihn vor fünf Jahren wegen seines Vaters verlassen hat. Um Carolin das Erbe streitig zu machen, fährt er schwere Geschütze auf. Aber Carolin weiß sich durchaus zu wehren...
Quelle: Bastei Lübbe
Meine Einschätzung
Carolin ist gerade Witwe geworden und soll plötzlich eine große Erbschaft machen. Doch damit will sie sich nicht beschäftigen und greift in ihrer Trauer nach jedem Strohhalm. Dazu gehören z.B. Weinflaschen und eine Therapeutin, die, laut Carolin selbst, nichts von ihrer Arbeit versteht. Weshalb sie trotzdem regelmäßig hingeht, blieb mir schleierhaft. Da Carolin die jüngere Schwester von Mimi aus der "Mütter-Mafia" ist, werden dem Leser, der diese Trilogie kennt, in diesem Buch einige bekannte Gesichter begegnen. Was auch den Ausschlag gab, weshalb ich mir dieses Werk zulegte.
Aber Anfangs kam ich mit der Protagonistin und dem Buch einfach nicht klar. Mir fehlte von Anfang an der Witz, den ich aus anderen Gier-Büchern gut kennen lernen durfte. Von den 265 Seiten wurden fast 200 Seiten nur von Carolins verstorbenen Mann und seiner Familie erzählt, was für Dummköpfe doch alle wären usw. Durch diese lange Phase ohne Heiterkeit hatte ich gar keinen Drang, das Buch zuende zu lesen. Es fesselte mich einfach nicht. Zudem kam mir der Roman wie eine Rohfassung vor, die nicht überarbeitet oder ausgearbeitet war.
Zum Schluss wurde es dann doch noch etwas nett, auch wenn plötzlich zu viel auf einmal geschah. So kam das Ende zu schnell und zu abrupt, was ich persönlich überhaupt nicht mag. Ein paar Schmunzler und ein bis zwei Lacher gab es dennoch, was für den Schreibstil der Autorin, meiner Meinung nach zu wenig ist. Ich bin wahrscheinlich durch die Mütter-Mafia verwöhnt, wo ich bald auf jeder zweiten Seite gebrüllt habe vor Lachen.
Dazu kommt noch, dass man die wenigen Seiten durch Großdruck und ein größeres Buchformat aufpeppen wollte, was die Story leider nicht retten konnte. Auch wenn jedes Kapitel mit einem Zitat anfing, das manchmal auch von Carolin kommentiert wurde.
Das Zitat von "Bild" unter dem Klappentext "Witzig. Bissig." kann ich leider überhaupt nicht bestätigen. Was den Humor angeht, sind in diesem Buch definitiv zu wenig von diesen angesprochenen Zutaten zu finden! Die Charaktere waren allesamt ziemlich flach und wurden gar nicht anschaulich beschrieben. Auch wenn ich mich durch die Ichform von Carolin mitten im Geschehen fühlte, konnte mich dieser Roman leider nicht fesseln.
Fazit: Ein kurzweiliges Werk was man zwischendurch lesen kann. Weiterempfehlen werde ich es aber nicht, denn dafür gibt es definitiv bessere Gier-Bücher, allen voraus die "Mütter-Mafia-Trilogie".
Bewertung
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