Septemberblüten (Tina)
| Karen Gillece | Kaufen |
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Originaltitel: Longshore Drift Verlag: Diana ISBN: 978-3453352940 Erscheinungsdatum: Dezember 08 Genre: Contemporary |
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Auch unter dem Titel „Meer der Hoffnung“ erschienen.

Klappentext
Nach jahrelangen Reisen durch Südamerika kehrt Lara in ihre Heimat Irland zurück. Voller Trauer um ihren verlorenen Sohn will sie hier ihr Leben neu ordnen. Und tatsächlich: Kaum hört sie das Kreischen der Möwen, atmet den rauchigen Geruch brennenden Torfs ein und bewundert die malerischen Dörfer in allen Regenbogenfarben, beginnt der Zauber der Grünen Insel zu wirken...
Quelle: Diana
Meine Einschätzung
Lara kehrt nach 16 Jahren zurück nach Irland um dort ihr Leben wieder zu ordnen. Sie trauert immer noch um ihren kleinen Sohn Ignacio, liebevoll Nacio genannt, der in Südamerika verschwand. Dort trifft sie auch wieder auf ihren Teenagerschwarm Christian „Christy“.
Christy ist mit Laras Cousine Sorcha verheiratet, hat mit ihr 2 Kinder und arbeitet als Lehrer. Sorcha träumt, genau wie Christy, von anderen Welten und von Veränderungen, die sie sich nicht trauen zu machen. Aber sie träumen dennoch nicht miteinander, sondern aneinander vorbei und verstehen und akzeptieren die Eigenheiten und Wünsche des anderen nicht.
Mit Lara dagegen hat Christy aber scheinbar viel gemeinsam. Denn auch er wäre gerne wie Lara durch die Welt gereist und hätte Abenteuer erlebt. Und die beiden verbringen viel Zeit und reden über das hier und jetzt aber auch über die vergangene Zeit. Und tief vergrabene Erinnerungen und Träume scheinen wieder zu erwachen.
Um eines vorweg zu nehmen, ich hatte wirklich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Vor allem die Sprünge zwischen der Zeit die Lara in Südamerika verbracht hat und dem „Hier und Jetzt“ des Buches in Irland; waren schwer zu verfolgen und haben mich mehr als einmal aus dem Lesekonzept gebracht.
Gefallen hat mir der recht eingängige Schreibstil der Autorin. Und die Art und Weise, wie sie sehr bildhaft Situationen und Geschehnisse beschreibt. „Septemberblüten“ ist aber dennoch keine leichte Unterhaltungsliteratur, die man mal eben so nebenbei lesen kann.
Sowohl die Figur der Lara, als die von Christy, vergisst man nicht so schnell. Sie sind interessant beschrieben und sie und ihr Schicksal gingen mir als Leser durchaus nah. Beschäftigt hat mich auch die zentrale Frage des Buches: Was wäre wenn…? Was hätte sich, wenn ich etwas anders in meinem Leben gemacht hätte, für mich verändert? Habe ich etwas verpasst?
Und dennoch, obwohl mich der Inhalt berührt hat und die Figuren spannend beschrieben waren, habe ich das Buch ab Seite 200 nur noch quer gelesen, weil ich wissen wollte wie es ausgeht. Der Grund für meinen Abbruch war letztendlich der ständige Wechsel zwischen dem Hier, in Irland und dem Damals, in Südamerika, dem ich nach einer Weile einfach nicht mehr folgen konnte.
Trotz interessanter Ansätze bin ich leider nicht so wirklich warm mit dem Buch geworden.
Bewertung
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