Verwirrspiel der Herzen (Schatten)
| Julie Garwood | Kaufen |
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Originaltitel: One pink Rose, One white Rose, One red Rose Verlag: Bastei Lübbe ISBN: 978-3404181902 Erscheinungsdatum: 1998 Genre: Historischer Liebesroman / Anthologie |
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Teil einer Serie
Claybornes' Brides (Rose Hill)

Klappentext
Rose Clayborne wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihre Söhne endlich heiraten und eigene Familien gründen. Doch die jungen Claybornes halten nicht viel von den Freuden der Ehe...
Quelle: Bastei Lübbe
Meine Einschätzung
Dieses Buch enthält die 3 kurzen englischen Romane in dem Travis, Douglas und Adam Clayborne ihre weiblichen Gegenstücke finden.
Travis wurde von Mama Rose gebeten, die leicht verrückt erscheinende Emily Finnegan aus Boston nach Montana zu begleiten, wo sie ihren Bräutigam kennen lernen soll und ihn dann auch direkt heiraten will. So manches Mal würde Travis sie und ihre verrückten Einfälle gern einfach allein lassen, aber süß ist sie ja doch irgendwie…
Travis ist ein typischer Garwood-Held. Gutaussehend, ruhig und durch nichts zu erschüttern. Aus diesem Grund war klar, dass ich mich schnell mit ihm anfreundete.
Anders sah es mit Emily aus. Zwar wurde sie stark verletzt durch das Verhalten ihres alten Verlobten und ihrer Schwester, die miteinander durchgebrannt sind, aber selbst dies ließ mich nicht ihr verrücktes Verhalten verzeihen. Ok, manche Szenen wie z.B. ihr Kennenlernen mit Travis, wo sie ihn beinahe verprügelt, ist ganz witzig, aber die sonstige Zeit hab ich mich nur gefragt was Travis an ihr findet. Erst am Ende, als sie versucht Travis zu beschützen, wurde sie mir sympathisch, da sie endlich mal vernünftig reagierte.
Das Highlight in dieser Geschichte war der U.S. Marshall Ryan, der wirkliches Heldenpotenzial zeigt, jedoch leider nur kurz auftaucht.
Insgesamt ist die Story ganz nett, aber so richtig gut an ihr ist nur Travis. Zwar ist es sehr seltsam, schon nach zwei Tagen von Liebe zu reden… aber ok, es ist halt ein Liebesroman.
Darum gebe ich nur 4 von 5 Punkte!
Als nächstes kommt Douglas Geschichte.
In dieser will er eigentlich nur schnell das neue Pferd abholen, das er gekauft hat. Doch als er dort ankommt, wird er mit erhobenem Gewehr erwartet. Doch schnell erkennt er, dass nicht er in Gefahr schwebt, sondern die junge verwitwete Frau, die ihn bedroht. Isabel Grant ist nicht nämlich hochschwanger und ihr kleiner Junge will anscheinend nicht länger warten, obwohl es eigentlich noch gar nicht so weit sein dürfte.
So wird Douglas als Hebamme eingespannt und erfährt danach, dass Isabel von ihrem Nachbarn bedroht wird. Dieser hat die gesamte Stadt unter Kontrolle und will nun auch die wunderschöne Isabel besitzen, doch diese weigert sich konstant.
Kann Douglas sie wirklich beschützen?
Hach, war das eine schöne Geschichte. Beide Helden sind total nach meinem Geschmack. Douglas ist zwar ein Alphaheld und nimmt das Geschehen in seine Hand, doch trotzdem akzeptiert er Isabels Meinung und versucht alles um sie und ihren Sohn, den er bald als den seinen ansieht, zu beschützen.
Auch Isabel, die, wenngleich sie viele Niederlagen erleiden musste durch ihren nichtsnutzigen Ehemann, nie aufgibt und selbst im hochschwangeren Zustand noch ihren Mann steht, ist eine Heldin die den Leserrespekt einfordert und bekommt.
Und wie man sich denken kann, sind die beiden zusammen einfach perfekt.
Der Schreibstil in dieser Kurzgeschichte ist dabei gewohnt gut von Garwood, sodass ich eigentlich keinen negativen Punkt an dem 3. Teil der Rosen-Reihe finde.
Darum ohne Frage 5 von 5 Punkte!
In der letzten Geschichte muss nun auch Adam, der einzige richtige Sohn von Mama Rose, die Frau fürs Leben finden.
Durch seine Vergangenheit als Sklave hat er auch die harten Seiten des Lebens kennen gelernt und will nun endlich als freier Mensch auch eben diese Freiheit genießen. Darum gefällt es ihm gar nicht, das seine Mutter eine Verlobung mit einer anderen ehemaligen Sklavin namens Genevieve arrangiert. Genauso scheint auch diese Vorbehalte zu haben, doch es ist ein völlig anderer Grund als Adam vermutet. Kann Adam die Wahrheit herausfinden und sie retten?
Ich gebe es ja zu. Ich mag Garwoods leicht dominante Helden, die alles tun um ihre Heldin zu beschützen, darum war es für mich keine Überraschung, dass ich mich auch für Adam begeistern konnte.
Doch ihre Heldinnnen… Auch hier konnte ich nur den Kopf schütteln. Sie ist so eine typische TSTL-Heldin (To Stupid To Live-Heldin, eine Heldin die zu dumm zum Leben ist). Da wird sie EXTRA von Adam gewarnt bei ihm zu bleiben, weil er groß und stark ist und gut schießen kann und was macht sie?! JA, genau. Sie läuft weg, weil sie sich ja viel besser verteidigen kann und Adam nur verletzt werden könnte.
Auch wenn der Schreibstil wieder gut war ; die Geschichte war dagegen so manches Mal einfach unrealistisch. Allein die Szene, wo Genevieve durch den Gesang von Kirchengospelsongs einen ganzen Saloon voller harter Männer zum Heulen bringt, ist einfach seltsam.
Für mich ist dies eindeutig die schlechteste Geschichte in diesem Buch, weswegen es nur 3 von 5 Punkten gibt!
Fazit
Insgesamt ist dies aber wirklich ein gutes Buch. Es ist zwar kein Roman, der ewig im Gedächtnis bleibt, doch ist es eindeutig eine Steigerung zu Band 1 der Reihe.
Dabei will ich allgemein noch mal loben, dass ich es toll finde, wie die Autorin die englischen Originaltitel mit den verschiedenfarbigen Rosen in die jeweilige Geschichte eingebunden hat. Das war wirklich schön und hat sehr gut in die Serie und zu den einzelnen Charakteren gepasst.
Gesamtbewertung
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