Der Schwur des Wikingers (Nicole)


Sandra Hill Kaufen
Originaltitel: The Very Virile Viking
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404187430
Erscheinungsdatum: August 2009
Genre: Historischer Liebesroman

Amazon.de
Bol.de
Libri.de

Teil einer Serie
Wikinger II

Klappentext

Magnus Ericsson liebt die Frauen ein wenig zu sehr, und seine Lenden sind äußerst fruchtbar. Jetzt hat er eine Horde Kinder am Hals, und all seine Ex-Frauen haben sich aus dem Staub gemacht. Magnus ist mit den Nerven am Ende und schwört Enthaltsamkeit. Mitsamt seinem Nachwuchs begibt er sich auf eine große Fahrt, wo ihm hoffentlich keine Frauen begegnen werden. Doch dann durchquert sein Schiff einen seltsamen Nebel, und er landet in dem mysteriösen Land "Holly Wood", wo ihn alle für einen Schauspieler halten und überhaupt alle verrückt zu sein scheinen. Dort trifft er die schöne Winzerin Angela und Magnus' guter Vorsatz gerät gewaltig ins Wanken.

Quelle: Bastei Lübbe

Meine Einschätzung

An dem Tag, als Magnus seine jüngste Tochter anvertraut wird, weil die Mutter des Kindes, eine Schankmagd aus Schweden, gestorben ist, weiß er nach einem Blick auf seine zahlreiche Kinderschar dass er sein Liebesleben unbedingt einschränken muss. ;-)

Er begibt sich mit neun seiner Kinder auf eine Reise in ferne Welten, um zum einen auf etwas unkeuschere Gedanken zu kommen und zum anderen seine zwei angeblich auf See verschollenen Brüder Jorund und Geirolf zu suchen. Magnus Schiff wird längere Zeit von einem anhänglichen Wal eskortiert und nachdem sie durch eine Nebelwand hindurchfahren, entdecken sie plötzlich Land. Was sie nicht ahnen, ist jedoch dass sie sich nun in der Zukunft befinden- im Hollywood der Gegenwart.

Magnus wird kurz nach ihrer Ankunft von einem Filmboss bedrängt, der einen Film über Wikinger plant und ihn als Hauptdarsteller will. Dieser Mann spricht eine seltsame Sprache und verwirrt den armen Magnus mehr als alles andere. Ein Glück, das sich die Winzerin Angela ebenfalls zu diesem Zeitpunkt am selben Ort befindet, weil sie das Weingut ihrer Großmutter als Location für einen Film vorschlagen möchte.

Der Filmboss halst ihr kurzerhand seinen neuen "Darsteller" und seine Familie auf, doch Angela die zwar im ersten Moment entsetzt ist, lernt auch schnell die positiven Seiten des gutaussehenden Wikingers kennen. Doch als beide sich näher kommen, erzählt ihr Magnus von seinem Keuschheitsgelöbnis...

Ich gebe es ja zu, so ganz objektiv kann ich bei Romanen der Autorin nicht sein, ich mag ihre völlig überzogenen und unglaubwürdigen witzigen Romane sehr, auch wenn sie zum Teil einfach haarsträubend sind. ;-)

Ihre Wikinger sind alle "Männer wie Bäume", überaus potent und sehr von sich eingenommen. Aber im Gegensatz zu Magnus Brüdern mochte ich diesen Wikinger hier eigentlich am liebsten, da an vielen Stellen des Romans immer wieder seine Gutmütigkeit und Liebe zu seinen Kindern durchblitzt. Auch den Menschen gegenüber die er mag ist er unglaublich loyal eingestellt- ebenfalls eine Eigenschaft, die mich sehr für ihn einnahm. Angela ist eine starke Frau, die schon eine Trennung hinter sich hat und sich darum bemüht, das Weingut ihrer Großmutter halten zu können. Doch das ist gar nicht so einfach, denn es gibt jemanden, der ihnen ständig Steine in den Weg legt.

Die Rahmenhandlung ist ehrlich gesagt ziemlich dünn und wichtige Dinge zwischen den Protagonisten werden kurz und schmerzlos abgehandelt. Hier sehe ich eine eindeutige Schwäche des Romans für Leser, die lieber tiefgründigere Liebesromane mögen.

Das gilt eigentlich für die komplette Zeitreise-Wikinger-Reihe II, in der Wikinger in die Gegenwart geraten. Die Wikinger leben sich immer sehr schnell ein, stolpern zwar über das ein oder andere unbekannte Wort, gehen damit jedoch sehr locker um und versuchen die ganze Zeit die Heldin des Buches ins Bett zu bekommen.

Die Liebeszenen sind dafür sehr sexy geschrieben und lassen "Frau" den Mund schon mal beim Lesen trocken werden. ;-)
Seltsam fand ich es, dass weder Angela sich richtig Gedanken darüber macht, wieso Magnus so eigenartig angezogen ist,1000 Jahre alte Goldmünzen besitzt und zudem völlig andere Ausdrücke benutzt wie sie, noch Magnus, der zwar erstaunt ist von den vielen technischen Errungenschaften des Landes aber erst fast am Ende des Buches auf die Idee kommt, er könnte durch die Zeit gereist sein. Das hätte die Autorin doch ein wenig glaubwürdiger gestalten können.

Trotzdem gibt es einige sehr witzige Szenen in dem Buch und die Dialoge zwischen Angela und Magnus sind zudem ganz amüsant, wenn mir auch ein wenig "Tiefe" darin fehlt.

Fans der Autorin werden auch dieses Buch lieben und so hoch bewerten wie ich, alle anderen werden es vielleicht eher ein wenig mittelmäßig finden.

Bewertung

Der Schwur des Wikingers (Nicole)      

zum Seitenanfang     zur zuletzt besuchten Seite