Die Königin der Unsterblichen (Nicole)
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Originaltitel: Queen of Kings Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426508930 Erscheinungsdatum: Paranormal Genre: Historischer paranormaler Roman |
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Klappentext
Kleopatra, Königin von Ägypten, ist verzweifelt: Octavian, der Heerführer Roms, steht mit seinen Truppen vor den Toren Alexandrias und droht die Stadt zu vernichten. Als dann auch noch Kleopatras große Liebe, ihr Ehemann Markus Antonius, Selbstmord begeht, ist die Königin wild entschlossen, weder ihre Liebe noch ihr Land aufzugeben. In einem uralten Ritual beschwört sie Sachmet, die altägyptische Göttin des Krieges, herauf. Mit ihrer Hilfe will sie Octavian besiegen und Markus Antonius vom Tod zurückholen. Doch die Anrufung Sachmets bringt keine Rettung, sondern verwandelt Kleopatra gegen ihren Willen in eine Kreatur der Dunkelheit. Daraufhin ist Kleopatra entschlossener denn je, Rache zu nehmen – an Octavian und an der Göttin.
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
Kleopatra und ihr Mann Marcus Antonius leben bereits seit einigen Jahren mit ihren Kindern und Kleopatras Sohn von Cäsar, glücklich zusammen. Doch das gemeinsame Glück wird getrübt, als Octavian mit seinem Heer aus Roman anreist, um das ägyptische Königshaus zu stürzen und sich Kleopatras Land einzuverleiben. Während Kleopatra immer noch auf einen Sieg ihrer Streitkräfte hofft, ahnt Marcus Antonius schon insgeheim, dass es eigentlich keine große Chance mehr gibt.
Dennoch will er Morgen gegen Octavian und seine Römer kämpfen, doch plötzlich verlassen ihn die ägyptischen Mitstreiter und es sieht tatsächlich so aus, als ob Marcus geliebte Kleopatra ihren Mann am Ende doch für ihr Land verraten hat. Verbittert zieht er sich ins Stadtinnere zurück, anstatt Kleopatra zur Rede zu stellen und rammt sich, als ein falscher Bote vom Tode Kleopatras berichtet, verzweifelt seinen Dolch in den Leib. Doch während er bereits im Sterben liegt, erfährt Marcus doch noch, dass seine Frau ihn sucht und so lässt er sich auf einer Sänfte in ihr Domizil bringen.
Kleopatra ist den Tränen nahe, als sie erfährt, dass Marcus Selbstmord begehen wollte und muss hilflos mit ansehen, wie der geliebte Mann in ihren Armen sein Leben aushaucht und in dem Glauben stirbt, dass sie ihn verraten hat.
Aber so schnell gibt die Königin Ägyptens nicht auf. Sie ist im Besitz einer geheimnisvollen Zauberformel mit der sie nicht nur ihren Mann wieder zum Leben erwecken, sondern auch ihr Land Octavians Klauen entreißen will. Trotz eindringlicher Warnungen ihrer Höflinge spricht sie diese Formel und fügt sich dem dafür vorgesehenen Ritual.
Sechmet, die Göttin des Krieges ist jedoch nicht auf Kleopatras Seite und verwandelt die ägyptische Königin schließlich in eine unsterbliche Vampirin. Während all ihre Lieben bereits verstorben sind, scheint es Kleopatras Schicksal zu sein, auf ewig zu kämpfen und nur noch für ihre Rache leben zu dürfen…
„Die Königin der Unsterblichen“ dürfte genau die richtige Lektüre für diejenigen Leser sein, die sowohl historische Romane als auch mystische, düstere Geschichten lieben. Die Autorin braut hier einen wahren Genremix zusammen, der sowohl Fantasy als auch paranormale Elemente beinhaltet. Und trotz aller übersinnlichen Zutaten gelingt es ihr dennoch stets, den historischen Hintergrund, basierend auf wahren historischen Fakten, realistisch und vor allem sehr lebendig darzustellen.
Man sollte allerdings schon ein gesundes Faible für Para-Elemente besitzen, denn Maria Dahvana Headley spart nicht daran – im Gegenteil, wer etwas heiterere, leichtere Lektüre schätzt und erwartet, hat hier definitiv das falsche Buch ausgewählt.
Die Atmosphäre des Romans ist sehr düster und auch ein wenig depremierend.
Im Hauptfokus steht zunächst nur Kleopatra- während sich der erste Teil des Romans mit ihrer Verwandlung und ihrem Zurechtfinden als Vampir beschäftigt, geht es dann ab der zweiten Hälfte erst so richtig los und ich sage nicht zu viel, wenn ich an dieser Stelle behaupte, dass die Autorin ihrer Heldin und ihren anderen Romanakteuren nichts schenkt. Es wird gelitten, gehasst, geliebt und getötet.
Es ist durchaus ein spannender Roman, der auch ein wenig in die Richtung der Anne Rice Bücher geht; wenn Dahvany Headleys Schreibstil auch noch nicht ganz vergleichbar mit dem von Rice ist, doch mir fehlte zu einer Bestbewertung einfach ein wenig mehr Tiefe bei der Charakterisierung der Romanfiguren. Zwar erfährt man stets, was in den Köpfen der Akteure vor sich geht, doch sie bleiben dennoch ein wenig blass.
Dies ist jedoch der einzige kleine Kritikpunkt meinerseits und wer sich daran nicht stört, bekommt einen außergewöhnlichen Para-Historical zu lesen, bei dem das Ende fast vermuten lässt, dass es eine Fortsetzung dazu geben wird.
Bewertung
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