Die Paprikantin (Kerstin)


Lysann Heller Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548268606
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Genre: Contemporary

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Klappentext

Dass es sie als Praktikantin ausgerechnet in die Redaktion der Budapester Zeitung verschlägt, sieht die 25-jährige Lysann gelassen. Ungarisch kann doch nicht so schwer sein. Ein fataler Irrtum! Doch sie bleibt und lernt: Dass man in Ungarn tatsächlich gerne Gulasch isst, es aber Pörkölt nennt und mit Hahnhoden zubereitet. Dass ein Gläschen Pálinka durchaus der beste Start in den Tag sein kann. Dass Ungarn beim Begleichen der Zeche ebenso eigensinnig sind wie bei der Einordnung historischer Fakten. Aber auch, dass es unmöglich ist, ihrem Charme zu widerstehen…

Quelle: Ullstein

Meine Einschätzung

Als die 25jährige Lysann nach ihrem Studium als Praktikantin nach Budapest geht, hat sie den Ernst der Lage noch nicht so ganz erfasst. Schon bald aber wird sie mit den Heimtücken der ungarischen Sprache, den Macken der Budapester Bevölkerung sowie den Gefahren des Radfahrens in der ungarischen Hauptstadt konfrontiert. Das Leben in Ungarn ist sicherlich nicht immer leicht zu verstehen – ebenso wenig wie die Ungarn die liebevoll-verrückte Lysann verstehen können. Zwei Welten prallen aufeinander – und der Leser hat etwas zu Lachen, während er gleichzeitig einen kleinen Einblick in die ungarische Alltagskultur erhält.

In „Die Paprikantin“ wird ein Jahr im Leben der Protagonistin beschrieben – ihr erstes Jahr in Ungarn. Dabei gibt Lysann Heller scharfsinnige, witzige und zum Teil satirisch überzeichnete Begegnungen mit der ungarischen Mentalität wieder. Ich habe mich beim Lesen amüsiert und konnte bei vielen ihrer Beschreibungen nur mit dem Kopf nicken – so habe ich die Ungarn teilweise auch kennen lernen dürfen. Wer allerdings mit großen Einblicken in die ungarische Geschichte, Kultur und Politik rechnet, sollte das Buch nicht lesen. Auch als Reiseführer o.ä. ist dieses Buch nicht geeignet. Es handelt sich dabei um eine humorvolle, mit satirischen Spitzen ausgestattete Beschreibung einer Deutschen in Ungarn. Meiner Meinung nach ist das Buch besonders für jene amüsant, die bereits (erste) Erfahrungen mit Ungarn gesammelt haben und an vielen Stellen an eigene Erfahrungen zurückdenken können.

Leider hatte ich oft den Eindruck, dass die Autorin krampfhaft versucht, witzige Pointen in ihre Sätze mit hineinzubringen, ob es nun gerade passte oder nicht. Das hat mein Lesevergnügen dann doch beeinträchtigt.

Bewertung

Die Paprikantin (Kerstin)      

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