Die Seelen der Nacht (Anke)


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Originaltitel: A Discovery of Witches
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3764503918
Erscheinungsdatum: September 2011
Genre: Paranormal

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Klappentext

Eine Liebe, stärker als das Leben selbst ...

Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …

Ein mitreißender, wundervoll erzählter Roman über Magie, Abenteuer und Romantik.

Quelle: Blanvalet

Meine Einschätzung

Die Professorin Deborah Harkness hat mit ihrem Debüt "Die Seelen der Nacht" einen fulminanten Roman vorgelegt, der ebenso magisch, unterhaltsam, wie anspruchsvoll ist.

"Die Seelen der Nacht" erzählt von einer Welt in der Hexen, Vampire und Dämon unerkannt unter den Menschen leben. Nach dem Motto "Leben und Leben lassen" erkennen sie einander zwar, wollen jedoch im Großen und Ganzen nichts miteinander zu tun haben. Erst als die Historikerin Diana Bishop, eine machtvolle, wenn auch recht unwillige Hexe, die nichts mit ihrem Erbe zu tun haben will, ein altes magisches Manuskript findet, dessen Inhalt für jede der Gruppen höchste Bedeutung besitzt, prallen ihre Welten aufeinander.

Die Geschichte wird zum überwiegenden Teil aus der Sicht der Ich-Erzählerin Diana erzählt; eine Erzählform, mit der die Autorin einfach fantastisch umzugehen weiß. Egal ob alltägliche Universitätsabläufe, Rechercheroutine, Charaktere, die Magie oder eine wirklich magische Liebesgeschichte, ihre Beschreibungen sind detailreich und höchst anschaulich beschrieben.
Um dem Leser mehr Informationen zukommen zu lassen, gibt es immer wieder Einschübe, die in der 3. Form geschrieben sind und über den Gesichtskreis der Hauptfigur Diana Einblick in die Geschehnisse geben; eine äußerst gelungene Mischung zweier Erzählstile.

Deborah Harkness ist eine Vollblut -Wissenschaftlerin, dass merkt man dem Buch bei jedem Satz an. Sie lebt für ihre Arbeit und möchte diese Begeisterung an den Leser weitergeben. Daran ist prinzipiell nicht Negatives, doch nach meinem Empfinden neigt Deborah Harkness, dazu zu viel und alles viel zu genau erklären zu wollen. So mag z.B. ein Student oder ein Professor in ihren Beschreibungen der Bodleian Libary (der Hauptbibliothek Oxfords) begeistert schwelgen, wie in einem detaillierten Reiseführer, ich dagegen wäre dankbar gewesen, wenn mich nicht so viele, für die Geschichte nicht unbedingt notwendige, Details der Räumlichkeiten immer wieder von eigentlichen Inhalt abgelenkt hätten.
Problematischerweise ist das nur ein Beispiel von vielen, die mir das Lesen erschwert haben.

Nichtsdestotrotz ist "Die Seelen der Nacht" ein intensives und fesselndes Buch. Die Begeisterung der Autorin für Wissenschaft, Magie und Geschichte ist definitiv ansteckend. Man sollte sich jedoch zum Lesen Zeit nehmen und ggf. Personen und Örtlichkeiten nachschlagen, die einem nicht geläufig sind - es lohnt sich.

Bewertung

Die Seelen der Nacht (Anke)      

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