Electrica - Lord des Lichts (Ka)


Helene Henke Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3941547377
Erscheinungsdatum: Juni 2011
Genre: Romantischer Steampunk

Amazon.de
Bol.de
Libri.de

Klappentext

„Der einzige Glaube, der zählt, ist der an den Fortschritt“ - Lord Cayden Maclean, Vampir. - Nach vielen Jahrhunderten kehrt Lord Cayden Maclean zurück auf die Isle of Mull, um sich auf Duart Castle, dem Sitz seiner Vorfahren, seinen Forschungen in der Entwicklung der Electrica zu widmen. Anders als das Gaslicht, soll diese neuartige Lichtquelle seine Nacht zum Tag erhellen. Als Sue Beaton im Schloss auftaucht, um ihn als ihren Lehnsherrn um Beistand zu bitten, ist er auf Anhieb fasziniert von ihrer Schönheit und ihrem Verstand. Sie erweckt lange unterdrückte Emotionen in ihm, die seinen Feind Luthias auf seine Fährte locken. Mithilfe fortschrittlicher Technologien setzt dieser alles daran, die alte Fehde wieder aufzunehmen. Caydens Liebe zu Sue könnte ihm zum Verhängnis werden …

Quelle: Sieben Verlag

Meine Einschätzung

"Die Sonne versank am Horizont und tauchte die bewaldeten Inselhügel in goldbraunes Licht. Allmählich zogen lange Schatten den Hang hinab über purpurne und hellgelbe Heidekräuter, die inmitten des satten Grüns farbenfrohe Akzente setzten. Friedlich plätscherte der Bach am Fuße von Duart Castle wie eine Grenze zwischen Tag und Nacht." ( Zitat aus "Electrica - Lord des Lichts" ) Herzlich willkommen im romantischen Steampunk Roman der Autorin Helene Henke. Duart Castle und seine Geheimnisse warten schon auf Euch.

Cayden Maclean ist als Vampir in eine normal sterbliche Familie hineingeboren worden. Sein Charakter ist bezwingend, da er gerne und oft Menschen durch "Bezirzen" manipuliert, um an das zu gelangen, was er möchte: Entwicklungen, Ideen die in den Köpfen wissenschaftlicher Forscher herumspuken: Seien es nun Motoren, Typomaten oder Electrica, also Energie die Licht erzeugt, um seine Nacht zum Tag zu machen. Denn: „Der einzige Glaube, der zählt, ist der an den Fortschritt.“, so Lord Cayden Maclean. Er kehrt immer wieder auf Duart Castle auf der Isle of Mull, seinem elterlichen Stammsitz zurück. Hier entdeckt er seine andere Vorliebe: Sue Beaton. Die Leidenschaft zu Sue, wird ihn mit einem großen Problem konfrontieren, mit seinem Mentor Baron Luthias.

Sue Beaton ist verwaist. Nach dem Tod ihrer Eltern zieht sie zu ihrer Tante Meggie nach Lochdon auf die Isle of Mull. Sue hat eine große Leidenschaft: Das Schreiben von Geschichten. Doch das sie überhaupt des Schreibens fähig ist, ist in der Zeit um 1819 vor allem bei den Herren eher unerwünscht. Die Lust am Schreiben hat sie ihrem Vater zu verdanken, der Sue liberal erzogen hat. Als sie nun nach dem Tod der Eltern bei ihrer Tante landet, wird sie von den Dorfbewohnern eher skeptisch beäugt denn akzeptiert. Gerne greift sie ihrer Tante Meggie bei deren Arbeit als Haushälterin beim Schulmeister Mr. Ethan unter die Arme. Sue glaubt, dass Mr. Ethan der Gönner ist, der ihr immer wieder Papier vor die Haustüre legt. Doch der hat ganz anderes im Sinn als Sue Papier zu schenken. Mr. Ethan ist ein despotischer Widerling, der etwas Schreckliches tun wird.

Baron Luthias will nur eines: Rache dafür, dass Caydon ihm einst etwas genommen hat, was er unendlich liebte: Alice Molland. Dafür ist ihm jedes Mittel recht und er setzt Mr. Black, den Sheriff von Lochdon als seinen Lakaien ein. Black wird beauftragt, alles über Duart Castle herauszubekommen und die Bewohner von Lochdon durch gezielt eingesetzte Gerüchte vom Castle fern zu halten. Der Sheriff muss alles für die Ankunft von Baron Luthias auf der Isle of Mull vorbereiten, dabei schreckte er auch in der Vergangenheit nicht davor zurück, die noch übrig gebliebenen Bewohner des Durant Castles durch einen perfiden Plan zu dezimieren. Doch einer bleibt übrig: Sean, zu dem Sue ein sehr herzliches Verhältnis hat. Und: Black setzt alles daran, dass Sue ihn heiratet. Ihm geht es wie Caydon, auch er hegt eine Vorliebe für Sue. Doch Sue will diesen Mann, der im Dorf bekannt dafür ist, wie brutal und sadistisch er mit seinen Gefangenen umgeht, auf keinen Fall ehelichen.

Als Sue sich hilfesuchend an Caydon Maclean wendet, weil sie möchte, dass er als Lord wegen eines Mordes Recht spricht, wird sie von diesem nicht unterstützt. Denn der Lord will nichts mit den Leuten von Lochdon zu tun haben. Caydon bezirzt Sue, damit sie im Schloss bleibt und nicht den Wunsch verspürt, ins Dorf zurückzukehren. Er befürchtet, dass man Sue etwas antun könnte. Vielmehr zeigt er ihr die wissenschaftlichen Errungenschaften, und Sue ist begeistert, vor allem vom Typomat. So bleibt Sue unter seinem Schutz und fühlt sich immer mehr zu ihm hingezogen. "Er konnte nicht mal genau bestimmen, was dieses Mädchen besonders machte. Ihr wacher Verstand gepaart mit einer unbedarften Natur, ihre stolze Art aufzutreten, selbst wenn sie einfache Gewänder trug, ihre Augen, die den Himmel in sich trugen.", das sind Gedanken, die sich Caydon über Sue macht.

So nimmt das Buch "Electrica - Lord des Lichts" seinen spannenden Lauf und entführt den Leser in eine düster, knisternd romantische Welt. Manchmal wird es so düster, dass ich mich teils in die Atmosphäre, die im Film "Sleepy Hollow" herrscht, versetzt fühlte. Doch auf Dunkelheit folgt auch hier Licht, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Autorin ist es gelungen den Protagonisten Leben einzuhauchen und sie erhalten Struktur, sei diese nun hell und licht, oder dunkel und böse. Helene Henke erweckt Schottlands Geschichte zum Leben, die gekonnt in die Handlung des Buches mit eingewebt wird. "Electrica - Lord des Lichts" ist eine romantische Steampunk Erzählung, die durch eine ungewöhnliche Handlung und gut aufgestellte Protagonisten besticht. Der Schluss ist eher untypisch für ein absolutes Happy-End. Er ist einfach anders als erwartet, doch zu Sue sehr passend. Keine locker, flockig leichte, doch mit durchweg lesenswerten 5 Punkte LeseUnterhaltung, hält die Autorin den Leser im Lesebann gefangen.

Bewertung

Electrica - Lord des Lichts (Ka)      

zum Seitenanfang     zur zuletzt besuchten Seite