Morgenrot (Kerstin)
| Tanja Heitmann | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: Heyne ISBN: 978-3453266056 Erscheinungsdatum: September 08 Genre: Paranormal |
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Klappentext
Kann man einen Vampir lieben?
Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam - und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann ...
Für die Studentin Lea beginnt das Auslandssemester alles andere als angenehm. Bei Schneefall und eisigem Ostwind verbringt die junge Frau einsame Tage. Das ändert sich schlagartig, als sie in der Villa ihres Professors auf einen rätselhaften und unwirklich schönen Mann trifft: Adam. Vom ersten Augenblick an ist Lea wie gebannt. Ohne sich dagegen wehren zu können, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch Adam verhält sich seltsam. Mal weist er Lea schroff zurück, mal sucht er wie getrieben ihre Nähe. Welches Geheimnis sich jedoch wirklich hinter Adams mysteriösem Verhalten verbirgt, erfährt Lea eines Nachts: Schwer blutend findet sie ihn neben ihrem Bett vor. Wie ist er in ihr Zimmer gekommen und wieso schließen sich seine Wunden wie von Geisterhand? Lea erfährt, dass Adam von einem Dämon besessen ist. Dieser Dämon verleiht ihm Unsterblichkeit, dafür fordert er einen hohen Preis: das Blut anderer Menschen. In diesem Fall das Blut Leas. Noch kämpft Adam dagegen an, denn er hat sich in Lea verliebt. Aber der Dämon ist stark - womöglich zu stark...
Quelle: Heyne
Meine Einschätzung
Auffällig ist bei diesem Roman besonders die blumige Sprache der Autorin. Stellenweise klingen die Vergleiche zwar etwas zu gewollt, aber dadurch entsteht eine besondere Atmosphäre – düster, geheimnisvoll, mysteriös.
Diese Grundstimmung macht das Buch zu einer perfekten Lektüre für die dunkle Jahreszeit. Gemütlich eingekuschelt kommt der Gruselfaktor des Buches zur vollen Geltung.
Auch wenn der Leser nur wenig Hintergrundinfos über den Vampirmythos erhält, macht der Roman neugierig auf mehr. Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Große Probleme hatte ich allerdings mit den Protagonisten, insbesondere mit der Liebesgeschichte zwischen Adam und Lea. Warum sich die beiden ineinander verlieben, hat sich mir leider nicht erschlossen. Lea und Adam haben kaum eine längere Konversation, meistens schweigen sie sich an. Dennoch ist zwischen ihnen eine gewaltige Anziehungskraft, die ich allerdings nicht gut nachvollziehen konnte. Lea ist ruhig, still, ein Bücherwurm, sie wirkt sehr schüchtern. Auch Adam ist still und schweigsam, aber auf eine ganz andere Art. Er ist verschlossen und unnahbar, sehr dominant. Diese Dominanz und sein ganzes Verhalten war etwas, das ihn mir unsympathisch gemacht hat.
In der ersten Hälfte, als sich Lea und Adam kennen lernen, konnte ich seine Distanz nachvollziehen: Er verliebt sich in seine Frau und sein Blut schreit danach, sie zu verwandeln. Dies will er ihr nicht antun, aber er kann sich nur schwer zurückhalten. Nach einer langen Zeit der Einsamkeit bietet sich ihm die Chance, eine Gefährtin zu gewinnen – aber zu welchem Preis? Er ist hin- und hergerissen. Lea muss lernen, mit ihrer neuen Sicht der Welt umzugehen, ist wie gefangen durch die unglaubliche Anziehungskraft, die Adam auf sie ausübt.
So weit, so gut. Doch als sich die beiden später wiedertreffen, behandelt Adam Lea abfällig, als würden ihre Wünsche, Pläne und Gefühle nichts gelten. Und Lea? Die ist stocksauer, ärgert sich und schmiedet Pläne, wie sie sich aus Adams Griff befreien kann – und gehorcht dann doch immer ohne das kleinste Zeichen der Gegenwehr. Denn sie liebt ihn ja. Nach einer Weile fand ich es enttäuschend, immer wieder darüber zu lesen, wie Lea gegen ihren Willen Adam aufs Wort gehorcht. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich Lea weiterentwickelt. Auch meine Hoffnung, dass Adams Verhalten gerechtfertigt würde und somit zumindest – wenn schon nicht verzeihbar – nachvollziehbar würde. Doch auch hier wurde ich enttäuscht. Die Action im letzten Teil des Buches macht die Geschichte dann wieder interessanter, aber es wurden einige Handlungsstränge angeschnitten, denen die Autorin dann aber nicht mehr nachgegangen ist. Aber vielleicht wird dies dann noch in Band 2 fortgesetzt.
Wer sich auf ein Vampirbuch gefreut hat, wird sich gut unterhalten fühlen. Romantik-Fans, wie im Rückklappentext angekündigt, werden aber wohl leider weniger auf ihre Kosten kommen. Wenn man aber ohne diese Erwartung an dieses Buch herangeht, ist es eine wunderbare Lektüre für einen Herbsttag.
Bewertung
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