Nette Mädchen beißen nicht (Anke)
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Originaltitel: Nice Girls Don't Have Fangs Verlag: Lyx ISBN: 978-3802583384 Erscheinungsdatum: Oktober 2010 Genre: Paranormal |
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Teil einer Serie
Jane Jameson

Klappentext
Jane Jameson ist Bibliothekarin mit Leib und Seele. Deshalb trifft es sie umso härter, als ihr überraschend gekündigt wird. Um ihren Kummer zu ertränken, geht sie in eine Bar und macht dort die Bekanntschaft des Vampirs Gabriel. Kurz darauf wird Jane bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt. Zum Glück ist Gabriel zur Stelle, um Jane in eine Vampirin zu verwandeln und ihr dadurch das Leben zu retten. Doch damit fangen Janes Probleme erst richtig an. Denn von der Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 500 bis hin zur zahnschmelzstärkenden Zahnpasta stellt sie das Dasein als Vampirin vor ungeahnte Herausforderungen. Und wieder erweist sich der gut aussehende Gabriel als Retter in der Not, dessen Charme Jane bald schon nicht mehr widerstehen kann.
Quelle: Lyx
Meine Einschätzung
Das in Ich-Form geschriebene Buch ist leicht und locker und sehr vergnüglich zu lesen. Besonders amüsant fand ich die Kapitel einleitenden Auszüge aus dem "Leitfaden für frischgebackene Untote". Sie geben einem schon im Vorfeld eine augenzwinkernde Ahnung davon, was im kommenden Kapitel auf Jane und den Leser zukommen wird. ;-)
Meiner Meinung nach beherrscht die Autorin Molly Harper den Umgang mit der Ich-Form hervorragend. So bekommt man beim Lesen nicht nur einen Einblick in Janes Gedanken- und Gefühlswelt, sondern auch einen guten Eindruck über alle anderen mitwirkenden Protagonisten, die von skurril bis liebenswert, eine ganze Bandbreite an Charakteren abdecken. Einzig der Vampir Gabriel bleibt noch etwas im Hintergrund; was sich, wie ich mir vorstellen könnte, jedoch in den nachfolgenden Bänden ändern wird.
Es werden, praktisch von Anfang an, viele Fragen in Bezug auf die Welt der Untoten und Vampire erklärt. Ein Erzählstil der mir sehr gut gefallen hat, da man sich als Leser so nicht mit ungeklärten Fragen über Grundsätzliches rumplagen muss, sondern sich genüsslich auf die Figuren und das Chaos, welches um sie herum tobt, konzentrieren kann.
Die Hauptprotagonisten Jane verfügt über eine herrlich "große Klappe" und die Fähigkeit postwendend eine Erwiderung zu liefern. Durch die Ich-Form des Buches kommt man als Leser darüber hinaus in den Genuss der oft noch sehr deutlicheren und ironischen Sprüche, die Jane - wegen den Manieren, die ihr ihre Mutter eingebläut hat - nur in Gedanken äußert.
Einziger Kritikpunkt ist eine kleine Unstimmigkeit, die mir das Vergnügen am Buch keineswegs genommen hat, mir aber noch am Rand aufgefallen ist. Man gewinnt beim Lesen den Eindruck dass die sympathische Jane ein intelligentes Mädchen ist; doch insbesondere dann wenn es um ihr Vampir(über)leben geht, legt sie stellenweise ein Unverständnis an den Tag, das ich nicht so ganz mit ihrer zuvor beschriebenen Intelligenz in Verbindung bringen konnte. Wäre sie vom ganzen Charakter her z.B. eine dieser amüsanten von sich überzeugten "Zicken", dann wäre ein solches Verhalten vielleicht logisch. So hat es mich jedoch ein wenig irritiert.
"Nette Mädchen beißen nicht" ist ein toller Serienstart, der über den 1. Teil der Serie hinaus beste Unterhaltung verspricht. Empfehlenswert für die Leser, die gerne locker, leichte und höchst amüsante paranormale Unterhaltung mögen.
Bewertung
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