Schattenernte (Lenya)
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Originaltitel: Dark Harvest Verlag: Mira ISBN: 978-3899415735 Erscheinungsdatum: März 2009 Genre: Romantic Suspense |
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Teil einer Serie
Amish Reihe
1. Dark Road Home
2. Schattenernte / Dark Harvest
3. Schwarze Flügel / Dark Angel

Klappentext
Wie ein dunkles Kreuz ragen die Flügel der Windmühle in den Himmel ein düsterer Vorbote des Todes. Denn eine unheimliche Anschlagserie versetzt die Amish-Gemeinde von Maplecreek in Angst und Schrecken. Die Opfer: ihr unschuldigen Kinder. Ein Fall für die junge Polizistin Kat Lindley: In der ihr völlig fremden Welt ohne Strom, Telefon, Autos und Internet gibt sie sich als Verlobte des Windmühlenbauers Luke Brand aus. Aber je länger sie mit ihm lebt, desto größer wird die Gefahr. Denn Kat gerät selbst ins Fadenkreuz des Täters, der viel näher ist als gedacht. Niemandem wagt sie zu trauen außer Luke. Dabei ist der Tag, an dem sie beide sterben sollen, bereits ausgemacht.
Quelle: Mira
Meine Einschätzung
Die ehemalige Polizistin Kat Lindley hat in ihrer Vergangenheit viele schlimme Dinge erlebt. Vor allem, dass sie im Dienst einen kleinen Jungen verloren hat, der von seinem Vater getötet wurde, macht ihr sehr zu schaffen. Um etwas Ruhe zu finden, zieht sie aus der Großstadt Columbus in die Kleinstadt Maplecreek, Ohio.
Die Amischen von Maplecreek haben seit einiger Zeit mit kleinen Anschlägen zu kämpfen, die eindeutig gegen sie gerichtet sind. Nun gab es wieder einen, doch diesmal wurden Kinder ernsthaft verletzt. Der Sheriff von Maplecreek und der Amische Luke Brandt hecken gemeinsam den Plan aus, jemanden Undercover in die Amisch-Gemeinde zu schmuggeln, um so Hinweise auf die Täter zu sammeln. Da sonst niemand frei ist, tritt der Sheriff an Kat heran, die sich als Lukes Verlobte tarnen und die Schuldigen ausfindig machen soll.
Von den Geistern ihrer Vergangenheit verfolgt, macht sich Kat auf die Suche nach einem nur allzu realen Täter. Bald hat sie mehrere Menschen in Verdacht, stößt aber an ihre Grenzen, da sie sich als Amische nicht zu viele Freiheiten herausnehmen darf, wenn sie nicht auffliegen will. Kommt ein weiterer Zwiespalt: Sie beginnt, Gefühle für Luke zu entwickeln. Doch wie soll die Liebe zwischen einem Amischen und einer Weltlichen funktionieren?
Ich interessiere mich sehr für die Amisch und freue mich immer, wenn sie tatsächlich in einem Roman thematisiert werden. Nachdem mir „Schwarze Flügel“ von Karen Harper schon gut gefallen hatte, bin ich froh, dass nun ein weiterer Teil ihrer Amisch-Trilogie übersetzt wurde. Kurios ist allerdings, dass der Verlag die Trilogie rückwärts übersetzt. Das 2006 erschienene „Schwarze Flügel“ ist der 3. Teil, „Schattenernte“ nun ist der 2. Teil der Trilogie.
Es gelingt der Autorin sehr gut, das Leben, sowie die Einstellungen und Überzeugungen der Plain People zu transportieren. Tatsächlich übt diese Lebensform eine große Anziehungskraft aus, da die Amischen pazifistisch sind und immer zuerst vom Guten im Menschen ausgehen. An Kat erkennt man sehr gut, dass „moderne“ Menschen mit solch einer Einstellung bisweilen Probleme haben. Gerade weil Kat aus dem Polizeidienst in einer großen Stadt kommt, also schon viel Ungerechtigkeit kennen gelernt hat.
Ihre Charaktere zeichnet Karen Harper mit viel Liebe zum Detail und formt auch die Nebenfiguren aus. Vor allem ihre Darstellung der Kinder ist sehr realistisch, worüber ich mich immer besonders freue. Auch den Gegensatz der Amischen gegenüber der übrigen Welt stellt die Autorin sehr realistisch dar, ohne dabei etwas zu beschönigen.
Bei der Zuordnung zu einem Genre habe ich meine Probleme. „Schattenernte“ hat sowohl Thrillerelemente, als auch eine Lovestory zu bieten. Was den Thriller angeht, so konnte mich das Buch kaum in seinen Bann ziehen. Leider werden versierte Leser spannender Literatur etwas enttäuscht sein, denn die Story läuft in dieser Hinsicht sehr nach einem 08/15-Schema ab, das kaum zu fesseln vermag. Allerdings haben mich dafür die Schilderungen der Amisch und die Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander umso mehr interessiert. Was die Lovestoy angeht, hat Karen Harper alles richtig gemacht, auch wenn sie dieser mehr Gewicht im Vergleich zur Thrillerhandlung hätte verleihen können.
Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass auch der ursprünglich erste Teil der Trilogie, „Dark Road Home“, noch übersetzt wird.
Bewertung
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