Wie die Sterne am Himmel (Tina)


Noëlle Harrison Kaufen
Originaltitel: I Remember
Verlag: Page & Turner
ISBN: 978-3442203383
Erscheinungsdatum: Februar 2009
Genre: Contemporary

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Klappentext

Ein kleiner Ort im Südosten von Irland: Barbara ist gerade achtzehn Jahre alt, und es ist ihre größte Sehnsucht, der kleinbürgerlichen Enge der Dorfgemeinschaft zu entfliehen. Als sie von einer Au-pair-Stelle in London hört, packt sie deshalb sofort ihren Koffer und begibt sich auf die Reise. Von nun an ist sie das Kindermädchen von Matilda, der sechsjährigen Tochter von Olivia und John Finch. Vom ersten Zusammentreffen an wirkt Olivia auf Barbara kalt und lieblos. Außerdem entgeht selbst der unerfahrenen Achtzehnjährigen nicht, dass Olivia ein Verhältnis mit Gareth hat, einem Jugendfreund ihres Mannes. John Finch hingegen ist Barbara sofort sympathisch, nicht zuletzt, weil er sich liebevoll um Matilda kümmert, die immer wieder von unerklärlichen Krampfanfällen geplagt wird.

Zunächst ist das kleine Mädchen misstrauisch und abweisend. Doch Barbara gelingt es, das Vertrauen von Matilda zu gewinnen. Immer stärker verspürt sie das Bedürfnis, das Kind zu beschützen, denn es beschleicht sie die dunkle Ahnung, dass in der Familie vieles nicht so ist, wie es scheint. Doch Barbara hat die Situation auf gefährliche Weise völlig falsch eingeschätzt...

Quelle: Page & Turner

Meine Einschätzung

Der Klappentext verrät schon eine ganze Menge, aber es gibt etwas was ich hinzufügen möchte.

Die Geschichte von Matilda spiegelt Barbaras eigene Kindheitsgeschichte wieder, da auch ihre Beziehung zu ihrer Mutter problematisch war. Barbara verliert im Alter von 9 Jahren ihren geliebten Bruder Mattie und das verändert das Verhältnis Mutter und Tochter.
Und so kämpft Barbara fortan um Matilda, denn sie sieht und bemerkt etwas was keiner sehen will oder kann.

Wichtig erscheint mir auch zu erwähnen, dass als die Familie fliegt mit Barbara in den Urlaub nach Frankreich zu Olivias Familie fliegt, erlebt Barbara Matilda dort ganz anders, Fröhlich und entspannt. Aber auch hier scheint keiner was von den Problemen in der Familie zu ahnen.

Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, aber auch schwer verdaulich und inhaltlich heftig, da es um die Krankheit „Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom“ geht. („Der Erkrankte täuscht bei einem anderen Menschen Krankheiten vor oder führt sie bewusst herbei, um anschließend dessen medizinische Behandlung zu verlangen“ wikipedia)

Obwohl ich das Buch an einem Tag lesen konnte, hatte ich große Probleme mit dem Wechsel innerhalb der Geschichte; mal ist Barbara ein Kind, dann ist sie ein Au-pair und dann wieder eine erwachsene Frau mit Kind.
Man muss also beim Lesen ständig aufpassen, dass man nicht ausversehen wichtige Punkte überliest und auf einmal die Orientierung verliert.

Leider wurde auch die süße und zarte Liebesgeschichte von der Autorin nicht weiter ausgebaut, was ich sehr schade fand. Es wäre einfach eine schöne Möglichkeit gewesen sich bei der schweren Kost zwischen drin zu erholen.

Besonders Matilda hat es mir angetan. Sie war eine süße Figur, sie glaubte an Engel und liebt alles was mit Fantasie zutun hat. Man leidet mit wenn sie ihre Anfälle hat, aber auch wenn sie gerne wie jedes Kind spielen möchte und nicht darf.
Und obwohl Olivia, die Mutter, zunächst schwer einzuschätzen und zu verstehen ist, so lernt man sie doch immer besser kennen und zum Schluss kann man sie wirklich verstehen.

Aber als Irlandfan bin ich voll auf meine Kosten gekommen, denn die Landschaftsbeschreibung war einfach toll und für jeden der Irland mag und liebt ist was an Geschichte und Mystik dabei.
Ebenso die Szenen in Frankreich. Hier konnte man förmlich die Gewürze und das tolle Essen riechen.

Bewertung

Wie die Sterne am Himmel (Tina)      

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